24.10.2011, 16:26 Uhr
Ein entscheidender Faktor für Risiken in der Schwangerschaft ist der Blutdruck. (Foto: imago)
Bluthochdruck in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft erhöht das Risiko für Geburtsfehler beim Neugeborenen - unabhängig davon, ob die werdende Mutter mit ACE-Hemmern behandelt wurde, wie es in einer in der Online-Ausgabe des "British Medical Journal" veröffentlichten Studie heißt. Dies, so erklären die Wissenschaftler, legt die Vermutung nahe, dass der Bluthochdruck als solcher und nicht das Medikament für Geburtsfehler verantwortlich ist.
Frühere Forschungen haben gezeigt, dass die Einnahme von ACE-Hemmern in den letzten zwei Dritteln einer Schwangerschaft eine toxische Wirkung auf den Fötus hat. Das Medikament sollte deshalb nicht verschrieben werden. Nicht untersucht wurden bislang mögliche Nebenwirkungen im ersten Schwangerschaftsdrittel.
Die Forscher um De-Kun Li vom Gesundheitsdienst Kaiser Permanente werteten die Daten von 465.754 Müttern in Nordkalifornien aus, die zwischen 1995 und 2008 ein Kind zur Welt gebracht hatten. Ihnen lagen Informationen darüber vor, welche Medikamente die Frauen wann eingenommen hatten. Ergebnis: Die Frauen, die an Bluthochdruck litten, hatten ein höheres Risiko, ein Baby mit einem Geburtsschaden zur Welt zu bringen, als Frauen mit normalem oder niedrigem Blutdruck. Dies galt unabhängig davon, ob die Betroffenen ACE-Hemmer, andere Medikamente gegen Bluthochdruck oder gar keine Mittel dagegen eingenommen hatten.
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Quelle: dapd
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