23.05.2011, 15:06 Uhr | amr
Das Brettspiel "Fits" ist als Spiel des Jahres 2009 nominiert worden. (Foto: Ravensburger)
Anfang der achtziger Jahre sorgte "Tetris" für eine kleine Revolution. Nur wenige Spiele haben sich derart rasant und weit verbreitet wie der süchtig machende Puzzle-Titel des russischen Programmierers Alexej Paschitnow. Mittlerweile gibt es hunderte von Tetris-Variationen, die bislang jedoch alle eins gemeinsam hatten: Sie sind alle nur elektronisch spielbar. Das stimmt nun nicht mehr, denn der bekannte Spieleautor Reiner Knizia hat sich bei seinem Brettspiel namens "Fits" von Tetris inspirieren lassen. Statt simulierter Tetris-Steine auf dem Bildschirm gibt es bei "Fits" bunte, dreidimensionale Spielplättchen. Diese 16 verschiedenen Formen sollten möglichst lückenlos aneinander gebaut werden. Wer seine Fits-Spieltafel am cleversten füllt, gewinnt! "Fits" - Das lückenlose Spielvergnügen ist als Spiel des Jahres 2009 nominiert worden.
Jeder Spieler bekommt eine Fits-Spieltafel, die einer Art Rampe gleicht und 16 Spiel-Steine einer Farbe. Vier Anfangsspielkarten weisen jedem Mitspieler den ersten Spielstein zu. Somit beginnt jeder mit einem anderen Startstein - "Abgucken" geht also nicht, wenn nun alle Mitspieler mit jeder weiteren aufgedeckten Karte einen neuen Spielstein setzen müssen. Lücken sollten vermieden werden, denn das gibt Abzüge bei der Punkteverteilung.
Erfolgreich ist der Spieler, welcher gleichmäßig hochbaut. Wer zu viele Lücken lässt, bekommt keine vollständige waagerechte Linie und somit auch keinen Punkt. Man muss auch ein bisschen Glück haben, denn nicht immer passen alle Steine optimal aufeinander. Deshalb ist es auch erlaubt Steine zur Seite zu legen. Im Wettstreit mit den anderen Spielern ist man aber versucht, die höchste und lückenloseste Wand zu bauen, um die meisten Punkte zu bekommen und dazu ist auch ein wenig Erfahrung gefragt.
Für mehr Abwechslung gibt es bei Fits noch drei weitere Spielrunden. Auf Tafel Nummer zwei gibt es Bonusfelder, die mehr Punkte bringen, wenn man genau diese Felder freilässt. In Runde drei sollte man die Felder mit Minuspunkten besser zubauen und in der vierten Runde sind sichtbare Symbolpaare drei Punkte wert. Bleibt ein Symbol alleine stehen bekommt man drei Minuspunkte.
Die anfängliche Skepsis, die die wackeligen Plastik-Rampen vermitteln, verfliegt im Laufe des ersten Durchgangs durch Spieleifer und Wettstreit-Fieber. Ist man einmal im Spiel entfaltet sich der Ehrgeiz alle Steine optimal zu verbauen.
Allein das Punkte-Zusammenzählen nach jeder Spielrunde erweist sich im ersten Augenblick als Tüftelei - bei den ganzen Lücken, Linien, Minus- und Bonuszahlen. Mit etwas Routine, besonders bei jüngeren Spielern, klappt's besser und besser mit dem Ermitteln des Punktestands. Wichtig zu wissen ist nämlich auch, wer viele Punkte erreicht hat und sich "Baumeister" oder "Hochstapler" nennen kann, oder wer nur wenige Punkte ergattern konnte und sich mit dem Titel "Lückenfüller" abfinden muss.
Titel: Fits - Das lückenlose Spielvergnügen
Autor: Reiner Knizia
Hersteller: Ravensburger
Altersempfehlung: ab 8 Jahre
Spieler: 1-4
Preis: ca. 20 Euro
Quelle: t-online.de
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