25.03.2011, 10:19 Uhr | mmh
Sieger und Verlierer: Öko-Test hat Trinkflaschen unter die Lupe genommen. Große Namen garantieren nicht immer hohe Qualität. (Foto: Hersteller, Montage: t-online)
Flut im Schulranzen, Apfelsaft auf dem Matheheft, Muff beim Trinken - das geht gar nicht. Trinkflaschen müssen dicht halten und appetitlich bleiben. Täglich schleppen Schulkinder, Krippenkinder, Sportler, Wanderer die praktischen Trinkflaschen mit. Mal sind sie cool in schwarz, mal knallig bunt oder zuckersüß in pink, mal mit Piraten mal mit Prinzessinnen, mal aus Alu mal aus Plastik. Aber garantiert ein hoher Preis oder ein namhafter Hersteller auch wirklich gute Qualität, Auslaufsicherheit und Schadstofffreiheit? "Öko-Test"" hat jetzt tief in die Flaschen geschaut und gerochen. Das sind die Ergebnisse des Tests.
15 Flaschen wurden getestet. Vier davon erhielten die Gesamtnote "sehr gut", vier weitere "gut", zwei schnitten "befriedigend" ab, vier fielen mit "mangelhaft" durch und eine gar mit "ungenügend". Also nur acht sind empfehlenswert. Die Preisspanne reicht von drei Euro bis 20 Euro bei den getesteten Produkten.
In der Top-Gruppe der Test-Sieger findet sich auch der Schweizer Alu-Klassiker "Sigg Traveller" für 12,95 Euro, er müffelt nicht, er läuft nicht aus, hat keine Schadstoffe und hält ansonsten überhaupt einiges aus. Im Mittelfeld findet sich die Trinkflasche mit Kippdeckel der beliebten Bestell-Marke Jako-O, sie erhält die Note "befriedigend" und kostet 6,95 Euro. Besonders stark mit Schadstoffen belastet war das Produkt eines anderen namhaften Herstellers, nämlich die Scout Trinkflasche Style Tyranno für 12,95 Euro, dafür gab es die schlechteste Note "ungenügend". Die teuerste der getesteten Flaschen, Klean Kanteen Classic mit Sport Cap, für 21,10 Euro erhielt die Note "mangelhaft", sie ist nicht auslaufsicher. Einige Flaschen wurden aufgrund stark erhöhter PAK-Werte abgewertet. Sogar Bisphenol A fand das Labor in zwei Produkten.
PAK, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe finden sich als Verunreinigungen im Kunststoff der Flaschen. Einige PAK sind krebserzeugend, die meisten haben einen eindringlichen Geruch. Sie werden über Nahrung, Atmung und über die Haut aufgenommen. In der Scout Trinkflasche Style Tyranno fanden die Tester sogar einen stark erhöhten PAK-Gehalt. Da es ausreichend Alternativmaterial gibt, werten die Tester deshalb das Produkt ab.
In der Jako-O Trinkflasche mit Kippdeckel und der Scout Trinkflasche Style Tyranno fanden die Tester Bisphenol A (BPA), das bei Hitze und Beschädigung frei gesetzt werden kann. Wie gefährlich dieser Stoff ist, ist noch nicht geklärt. BPA steht im Verdacht, hormonell zu wirken und das Erbgut zu schädigen. Seit März 2011 darf Bisphenol A nicht mehr für Babyfläschchen verwendet werden.
Das Thema beherrscht manches Internet-Forum: Welche Flasche hält dicht, auch wenn sie kippt? Denn eine Pfütze im Schulranzen kann keiner brauchen. Welche hält auch mal einen Fußtritt im Fußballtraining aus? Viele machen sich Sorgen, ob übel riechende Flaschen eine Gesundheitsgefahr darstellen oder nur einfach eklig sind und aus welchem Material sie überhaupt sind. Manche Mütter steigen einfach um, sie füllen gekaufte Mineralwasserflaschen einfach immer wieder ab, wenn die müffeln, gibt es eben eine neue. Sensorische Auffälligkeiten nennen Tester so etwas.
Im Test wurden die Flaschen mit Wasser mit und ohne Kohlensäure getestet, mit kochend heißen, lauwarmen und kalten Flüssigkeiten und mit säurehaltigen. Hintergrund: Fruchtsäure könnte Schwermetalle lösen. Die so gefüllten Flaschen wurden 24 Stunden kopfüber gestellt.
"Eine Trinkflasche soll frei von Schadstoffen sein, dicht halten und weder geruchlich noch geschmacklich auffällig sein", das war der Anspruch der Tester.
Das sind die Kriterien für Nutzer und Tester:
Acht der getesteten Flaschen hatten allerdings auch nach dem ersten Ausspülen noch einen deutlichen Geruch. Absolut geruchsneutral war nur ein Produkt. Eine leichte Beeinträchtigung des Geschmacks fanden die Tester bei allen Flaschen, mit nur einer Ausnahme.
Die Flaschen, die mit "sehr gut" oder "gut" abgeschnitten haben, sind mit den verschiedensten Motiven geschmückt, da werden Jungs und Mädchen gleichermaßen fündig. In die Topgruppe kamen vorwiegend Aluflaschen, aber auch zwei Kunststoffprodukte für die, die das bevorzugen.
Am besten reinigt man Flaschen in der Spülmaschine, sofern sie dafür geeignet sind. Ansonsten mit warmen Wasser und Flaschenbürste spülen und geöffnet trocknen lassen. Auf jeden Fall vor dem ersten Einsatz reinigen. Beim Kauf darauf achten: Je größer die Flaschenöffnung (ohne Trinkaufsatz) ist, desto leichter ist die Reinigung.
Solche Trinkflaschen sind auch ein beliebtes Geschenk. Achten Sie beim Schenken nicht nur auf die Optik. Öffnen Sie beim Kauf die Flasche und riechen Sie hinein. Nach dem ersten Ausspülen verschwindet meist der "neue" Geruch. Riecht die Flasche allerdings außergewöhnlich stark, sollte sie gar nicht gekauft werden.
Einige Hersteller bieten auch Ersatzteile zu den Flaschen, also neue Dichtungsringe, Deckel oder Trinkaufsätze. Leider sind die oft fast genauso teuer wie eine neue Flasche.
Ist mal keine Trinkflasche zur Hand, sind PET-Falschen eine gute Alternative. Sie sind weitgehend schadstoffneutral und einigermaßen robust. Wenn sie entsorgt werden müssen, gibt es sogar noch Pfand.
Auch trinkfaule Kinder lassen sich durch die bunten Flaschen animieren, mehr zu trinken. Allerdings ist nicht alles als Durstlöscher geeignet. Favorit sollte immer Wasser sein, außerdem sind ungesüßte Früchtetees zu empfehlen. Als Durstlöscher ungeeignet sind Limonaden, Soft- und Energydrinks, Fruchtsaftgetränke und Eistee. Der hohe Zuckergehalt dieser Getränke schadet den Zähnen, sie enthalten zu viele Kalorien, außerdem löschen sie den Durst nicht so schnell.
Quelle: t-online.de
Rowi schrieb:
am 26. März 2011 um 16:54:51
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Sandy
Meine Kinder haben jeden Morgen während ihrer Schulzeit ein vernünftiges, gesundes Frühstück mitbekommen (die Kaba, bzw. Milch gab
es in der Schule). Mir war das sehr wichtig. Streß hat mir das allerdings nicht bereitet. Es ist einfach eine Frage der Organisation.
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Halbbruder schrieb:
am 26. März 2011 um 15:37:14
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Trinkflaschen
Wir brauchen keine atomare Strahlung wir bekommen unsere Kinder auch so krank und kaput
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Carsten schrieb:
am 26. März 2011 um 15:00:59
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Schadstoffe
Für mich als Unternehmer in unserem kapitalistischen System ist es wichtig das ich dem Konsumenten der nur billig konsumieren
will,auch nur schadstoffbelastetes billiges Chinagelumpe andrehe. Auf saubere Qualität legt heute keiner mehr beachtung.
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