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Pubertät: Wenn das eigene Kind anfängt zu rebellieren

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Wenn das eigene Kind anfängt zu rebellieren

28.02.2011, 15:33 Uhr

Eltern müssen sich von ihren pubertierenden Kindern nicht alles gefallen lassen. (Bild: Imago)

Eltern müssen sich von ihren pubertierenden Kindern nicht alles gefallen lassen. (Bild: Imago) (Quelle: imago)

"Mama, du kannst mich mal! Du hast mir gar nichts mehr zu sagen!" An ihren Eltern haben Jugendliche meist eine Menge auszusetzen. Mama und Papa sind mal zu spießig, mal zu schrill, mal zu schwatzhaft - und im Grunde einfach nur peinlich. "Die Entwertung der eigenen Eltern ist ein natürlicher und wichtiger Teil des Entwicklungs- prozesses in der Pubertät", erklärt Ulrich Gerth, Vorsitzender der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung.

Loslösung von den Eltern

In der Kindheit hätten die Eltern erst einmal einen sehr hohen Stellenwert, die Kinder orientierten sich an ihnen und eiferten ihnen nach. Mit der Pubertät werde dann allmählich der Wunsch geweckt, eigene Wege zu gehen und von den Eltern unabhängig zu werden. "Um diese Loslösung zu bewerkstelligen, müssen die Jugendlichen ihre Eltern erst einmal durch Gegenwehr und negative Beurteilungen von ihrem Sockel stoßen", erklärt Gerth. Dieses Verhalten sei normal und sollte nicht ständig zu Grundsatzdiskussionen zwischen den Generationen führen.

Bei Beleidigungen Grenzen aufzeigen

Trotzdem müssen sich Mütter und Väter von autonomiebedürftigen Teenagern nicht alles gefallen lassen. "Manche Jugendliche werden ihren Eltern gegenüber sehr ausfallend und beleidigend. Dagegen sollte man sich unbedingt wehren", betont Gerth. Es sei wichtig, in solchen Situationen sofort eine deutliche Grenze aufzuzeigen und sich diese Behandlung ausdrücklich zu verbitten. Diese Erfahrung ermögliche es dem Jugendlichen auch, soziale Verhaltensweisen zu erlernen.

Eltern sollten selbstbewusst sein

Zwar solle man über Kritikpunkte des Jugendlichen nachdenken und überlegen, ob man sich in Zukunft vielleicht anders verhalten möchte. "Auf keinen Fall sollte man aber versuchen, sich anzubiedern und auf alle Veränderungswünsche des Heranwachsenden einzugehen", sagt Gerth. Eltern sollten Selbstbewusstsein zeigen und zu sich stehen - beide Seiten müssten aushalten lernen, dass es zwischen Eltern und Kindern eben auch Unterschiede gibt.

Mit anderen Teenie-Eltern austauschen

Auch wenn sie Teil eines natürlichen Ablösungsprozesses sind, können die kritischen Kommentare der eigenen Kinder Eltern ganz schön wehtun. "Paare sollten sich in dieser Zeit ganz besonders unterstützen und viel miteinander reden", empfiehlt Gerth. Wichtig sei, dass man sich immer wieder daran erinnere, sich die Angriffe durch den Pubertierenden nicht so zu Herzen zu nehmen. Auch der Austausch mit anderen Teenager-Eltern sei hilfreich: "Da merkt man schnell, dass diese Konflikte ein allgemeines Problem sind und man nicht alleine mit solchen Anfeindungen zu kämpfen hat."



Quelle: ddp

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Kommentare (22)

zum Forum

Thema: " Pubertät: Wenn das eigene Kind anfängt zu rebellieren"

Tacheles schrieb: am 28. Februar 2011 um 20:47:46
(0) (1) Blödsinn und Unbewiesen
Dieses Elternmobbing ist durch nichts bestätigt, es ging Jahrhunderte ohne die Abwertung und den Sittenverfall. Man
sollte vielen Pädagogen in der heutigen Zeit mißtrauen weil sie oftmals der "kranken" Pseudo-Toleranz-Generation der 60er und 70er entstammen.
mehr Kommentar melden

J.Bieber schrieb: am 28. Februar 2011 um 20:30:31
(0) (1) Pubertät
Heute sind doch schon 3 Jährige, die ihre Willen nicht kriegen scheinbar in der Pubertät. Sie schreien herum und sind gar nicht
zu bändigen. Habe meine Kinder nie geschlagen, aber bei den heutigen kleinen fällt es schwer dies auch einzuhalten. Es sei den man ist Märtyrer und mit einer Engelsgedult ausgestattet
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Ewu schrieb: am 28. Februar 2011 um 20:29:53
(0) (0) Kinder
Meine Frau und ich haben unsere beiden Jungs nie angerührt, auch keinen Klaps oder Ohrfeige. Das Ergebnis: ein 17jähriger im 2.
Lehrjahr zum Maschinenbaumechatroniker und ein 16jähriger Gymnasiast mit passablen Noten. Beide spielen Fußball im Verein und haben viele Freunde, die sehr oft bei uns zu Hause sind. Beide beteiligen sich an der Hausarbeit (fällt zwar schwer, klappt aber). Wir haben viel Zeit mit unseren Jungs verbracht und glauben, dass unser Verhältnis darum prima zu ihnen ist.
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