08.09.2009, 12:24 Uhr
Jährlich kommen rund 10.000 Babys mit Alkoholschäden auf die Welt. (Bild: Imago)Rund 10.000 Babys kommen in Deutschland jedes Jahr mit alkoholbedingten körperlichen oder geistigen Schäden zur Welt. Alkoholkonsum der Mutter in der Schwangerschaft ist in Deutschland die häufigste Ursache für körperliche und geistige Schäden bei Kindern. Das berichtete die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) am Dienstag in Köln zum "Tag des alkoholgeschädigten Kindes" am 9. September - und riet werdenden Müttern, ganz auf Alkohol zu verzichten.
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Alkohol Trinkende Mütter fördern Alkoholneigung des Nachwuchses
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Alkohol führt nach aktuellen Schätzungen in 2000 Fällen zu schweren Störungen. Dazu zählen Gesichtsfehlbildung, Wachstumsstörungen im Mutterleib und auch nach der Geburt oder starken Schäden in der geistigen und motorischen Entwicklung. Bei 8000 Kindern zeigen sich alljährlich "fetale Alkoholeffekte", was häufig komplexe Störungen der Hirnfunktion bedeute.
Studien zufolge trinken dennoch zwölf bis 15 Prozent der werdenden Mütter einmal oder mehrfach im Monat Alkohol. Es sollte "uneingeschränkt ein absoluter Alkoholverzicht" gelten, betonte BZgA- Direktorin Elisabeth Pott.
Für Frauenärzte und Hebammen hat die Bundeszentrale ein Beratungskonzept entwickelt. Es hilft den Fachkräften, bei Beratungsgesprächen und medizinischen Vorsorgeuntersuchungen besser zu erkennen, ob Schwangere sorglos und riskant mit Alkohol umgehen. Mit dem Konzept "Alkoholfrei durch die Schwangerschaft" wird den Frauen geholfen, sich abstinent zu verhalten und nicht rückfällig zu werden.
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Quelle: dpa
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