31.05.2011, 10:23 Uhr
Samstags schauen im Schnitt rund 530.000 kleine TV-Fans zwischen 23 Uhr und Mitternacht fern.
Ab ins Bett nach dem Sandmännchen? Das gilt längst nicht für alle Kinder. Wie eine media control Sonderauswertung ergab, versammeln sich hierzulande viele Heranwachsende nach 23 Uhr noch vor dem Fernseher. Im laufenden Jahr bis einschließlich 29. Mai verfolgten im Schnitt rund 230.000 Drei- bis 13-Jährige täglich zwischen 23 und 0 Uhr das Geschehen auf der Mattscheibe.
Wie die Studie zeigt, stieg der Durchschnittswert in den vergangenen Jahren kontinuierlich an. 2009 schalteten im gleichen Zeitraum rund 210.000 Kinder täglich zur späten Stunde ein, 2010 waren es 220.000. Bis 2008 war die Entwicklung noch gegenläufig: Von 270.000 kleinen Zusehern (2003) gingen die Werte runter auf 250.000 (2005) und 200.000 (2008).
Aktuell beliebtester Tag für das Spätabend-Programm ist der Samstag. Hier sehen 2011 im Schnitt rund 530.000 kleine TV-Fans zwischen 23 Uhr und Mitternacht das Programm. Auch der Freitagabend ist gefragt: Rund 360.000 Drei- bis 13-Jährige zappen rein.
Bei den Sendern innerhalb dieses Ein-Stunden-Zeitraums hat RTL die Nase vorn. Mit 26,3 Prozent liegen die Kölner in der Gunst der Kinder klar vor Super RTL (10,7 Prozent) und ProSieben (10,3 Prozent).
Altersgruppe | Zuschauer in Millionen |
Kinder 3 - 5 Jahre | 0,02 |
Kinder 6 - 9 Jahre | 0,05 |
Kinder 10 - 13 Jahre | 0,15 |
Kinder 3 - 13 Jahre | 0,23 |
Durchschnittliche Sehbeteiligung Montag bis Sonntag, 23:00 bis 0:00 (Quelle: AGF/Gfk; TV Scope, media control)
Ein zu hoher Fernseh-Konsum ist neben zu langer Computer-Nutzung der häufigste Auslöser für Streit in Familien. Kinder, die zu viel fernsehen, haben schlechtere Noten in der Schule und neigen zu aggressivem Verhalten. Aber was ist zu viel? Wie viel Fernsehen sollen sie ihren Kindern erlauben? Und was sind die richtigen Sendungen?
Klare Absprachen zwischen Kindern und Eltern sind notwendig, die sowohl die Dauer des Konsums, aber auch die Programmauswahl und den Zeitpunkt des Fernsehens betreffen. Die Tabelle gibt Richtwerte, wie viel Zeit Kinder maximal täglich vor dem Fernseher verbringen sollten. Viele Experten sind aber auch der Ansicht, dass Kinder unter drei Jahren gar kein Fernsehen sollten, weil sie noch sehr mit ihrer direkten Umgebung beschäftigt sind und die Inhalte im Fernsehen noch nicht verarbeiten können. Natürlich kommt es dabei auch auf den Inhalt an. Ist die Sendung eher harmlos, kann ein Kind sich ausnahmsweise auch mal ein bisschen länger schauen.
Alter | Empfohlener Konsum | Realer Konsum |
0-2 Jahre | maximal 20 Minuten | 58 Minuten |
3-5 Jahre | maximal 30 Minuten | 75 Minuten |
6-9 Jahre | maximal 60 Minuten | 92 Minuten |
10-13 Jahre | maximal 90 Minuten | 108 Minuten |
*Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Ist das Programm für meine sechsjährige Tochter schon geeignet, oder macht es ihr Angst? Mein elfjähriger Sohn möchte gerne "Hotel Zack und Cody" sehen, kann er den Humor überhaupt schon verstehen? Eltern stehen bei der Programmauswahl vor vielen Fragen. Bei kleineren Kindern sollten die spannenden Phasen nur sehr kurz sein, auch die Musik und die Geräuschkulisse insgesamt sollte nicht zu aufregend sein. "Wie dem Kind die Sendung bekommt lässt sich an dessen körperlichen Reaktionen erkennen: Da das Kind ganz mitfühlt und miterlebt, kaut es bei zu großer Aufregung zum Beispiel an den Nägeln oder den Haarspitzen, hält sich die Augen oder Ohren zu, versteckt sich und so weiter. Überforderungen sind jedoch mit dem Ende des Films "nicht gegessen", sondern können eine höhere Körpertemperatur (rote Ohren!),eine Erhöhung der Herzschlagrate und Alpträume zur Folge haben" (familienhandbuch.de). Die Broschüre "Flimmo" nimmt das laufende Programm unter die Lupe und zeigt, für welche Altersgruppen welche Sendungen geeignet sind. Außerdem werden Kinder zu ihrer Wahrnehmung von Sendungen befragt. Mehr Infos unter www.flimmo.de.
Darüber hinaus hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung für Eltern Empfehlungen zum Fernsehkonsum ihrer Kinderentwickelt. Diese lauten:
- Kinder sollten nur einmal am Tag eine bestimmte Sendung schauen, danach wird der Fernseher abgeschaltet.
- Morgens vor dem Kindergarten oder vor der Schule, während der Mahlzeiten und unmittelbar vor dem Schlafengehen bleiben Fernseher beziehungsweise Computer ausgeschaltet.
- Dauert eine Sendung länger als die vereinbarte Zeit, sollte sie in altersgerechte "Portionen" mit Hilfe eines DVD- oder Videorekorders aufgeteilt werden.
- Kinder sollten auf gar keinen Fall alleine vor dem Fernseher sitzen und Eltern sollen darauf achten, dass nur die abgesprochene Sendung geschaut wird.
- Fernsehgeräte gehören nicht ins Kinderzimmer.
- Lassen sie sich von ihrem Kind erzählen, was es gesehen hat.
Quelle: dpa
Wolf schrieb:
am 13. Juni 2011 um 11:07:55
(1)
(0)
Fehrnsehen
Wenn ich Kinder hätte dann bestimme ich was meine Kinder sehen dürfen u ab 19:30
wären die in der Falle und ein Kind bis 23Uhr
Fernsehen Unverantwortlich, u wenn meine Kinder schauen dann wäre ich dabei.
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Sundancer 29 schrieb:
am 6. Juni 2011 um 20:33:49
(2)
(0)
Fernsehen #
Ich würde schon gerne mal wieder einen Schönen Trickfilm sehen. Doch die meisten kommen gar nicht oder sehr selten. Oft gibt es
abends kaum gute Filme und wenn dann viel zu spät. Kinder sehen ´zu oft fern und verstehen oft den Inhalt der Sendung nicht. Die meisten Serien sind sehr gewaltätig und haben wenig liebes ansich. Damals zu meiner Zeit gab es noch Pippi Langstrumpf oder die Sesamstrasse mit Lilo das waren noch Sendungen für Kinder. Aber heute nur Gewalt und wenig Liebe
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Herr2maZ schrieb:
am 31. Mai 2011 um 16:40:29
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(0)
Kleine DSDS-Fans!
Hmm, wenn Kinder von 23:00-00:00 Uhr noch RTL gucken, dann warten sie bestimmt auf die Entscheidung bei "Deutschland
sucht den Superstar". Hier finden viele Kinder ihre Idole. Viele Mädchen wollen ja selbst einmal Superstar werden, wenn es nicht gerade Prinzessin oder Tierärzten ist.
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