23.05.2011, 09:37 Uhr
Der ADAC hat Kindersitze getestet. (Foto: dpa)
Die meisten Auto-Kindersitze sind sicher - aber es gibt auch Ausnahmen. Der überwiegende Teil der von der Stiftung Warentest und dem ADAC getesteten Sitze schnitt mit "gut" ab, einer erhielt sogar die Note "sehr gut". Das ist die positive Nachricht einer am Montag veröffentlichten Studie. Doch es gab auch Ausreißer nach unten. Der ADAC warnte vor fünf "mangelhaften" und unsicheren Modellen. "Sicher können Kinder in diesen Sitzen nicht transportiert werden", hieß es in einer Mitteilung des Automobilclubs.
Im aktuellen Test von 28 Auto-Kindersitzen für verschiedene Gewichtsklassen von ADAC und Stiftung Warentest mussten fünf Sitze mit "mangelhaft" bewertet werden. Die Abwertungen von Casualplay Fix QR mit und ohne Fußstütze, und dem Graco Junior Maxi sind die Folge der schlechten Ergebnisse im Bereich Sicherheit. Beim Tott-XT von Phil&Teds und dem OKI b.fix von Brevi schlagen zusätzlich zu den Sicherheitsmängeln noch die erhöhten Schadstoffwerte zu Buche. Sicher können Kinder in diesen Sitzen nicht transportiert werden. Top hingegen der Testsieger: der Baby-Safe Plus II SHR mit Isofix Base von Römer für Kinder bis 13 Kilogramm bestach mit Bestnoten in allen Kategorien.
Generell zeigt der ADAC Test, dass in jeder Gewichtsklasse und für jedes Alter mehrere mit "gut" getestete Sitze zu haben sind. Insgesamt 15-mal konnte die Note "gut", sechsmal "befriedigend" und einmal "ausreichend" vergeben werden. Im Bereich Sicherheit können die meisten Sitze glänzen. Beim Frontalaufprall waren 13 Sitze "gut" bis "sehr gut", beim Seitenaufprall konnten sogar 19 Produkte mit "gut" oder "sehr gut" abschneiden. Wer sein Kind sicher transportieren möchte, sollte beim Kindersitzkauf darauf achten, dass dieser über eine Rückenstütze verfügt. Ohne diese zusätzliche Stütze kann beispielsweise ein Seitenaufprall schwerwiegende Folgen haben. Denn ein Airbag allein kann das Kind nicht ausreichend schützen.
Um noch besser gute von schlechten Kindersitzen zu unterscheiden, haben die Tester in diesem Jahr neue Kriterien in das Testverfahren aufgenommen. So wurden die 28 Sitze nicht nur auf Sicherheit, Bedienung und Reinigung/Verarbeitung getestet, sondern zusätzlich auf Ergonomie und Schadstoffe geprüft. In sechs von 28 getesteten Kindersitzen, die der ADAC zusammen mit der Stiftung Warentest aktuell untersucht hat, fanden sich erhöhte Werte von gesundheitsschädlichen Stoffen, die über eine bloße Verunreinigung hinaus gehen. Bei zwei der Sitze, dem Brevi Oki b.fix und dem Phil&Teds Tott-XT, wurde das Phtalat DEHP in einer Konzentration gemessen, die über dem gesetzlichen Grenzwert für Kinderspielzeug liegt. Phtalate sind Weichmacher, die dafür sorgen sollen, dass Kunststoffe nicht brechen und splittern. Unabhängig von den anderen Einzelergebnissen führte das zu einer Abwertung des Gesamturteils auf "mangelhaft".
Weitere Schadstoffe, die in teilweise nur geringen Spuren in insgesamt 15 der getesteten Sitze gefunden wurden, sind Flammschutzmittel, Organozinn und Formaldehyd. Letzteres ist weniger problematisch, da es sich relativ schnell verflüchtigt. Bei einem Sitz, der vor dem Kauf schon länger im Laden stand, ist Formaldehyd in der Regel kein Problem mehr. Formaldehyd ist auch der einzige der gefundenen Schadstoffe, der sich auswaschen lässt. Der ADAC rät jedoch davon ab, die Sitzbezüge abzumachen und zu waschen, weil die Sitze dazu teilweise demontiert werden müssen. Wenn dann beim Zusammenbau Fehler gemacht werden, verliert der Sitz unter Umständen seine Schutzwirkung.
Dass es auch möglich ist, Sitze ohne Schadstoffbelastung zu bauen, zeigen 13 Produkte. Hier wurden keine oder nur äußerst geringe Spuren von Schadstoffen gefunden. Da solche Sitze für Kinder in allen Alters- und Gewichtsklassen im Angebot sind, dürfte es für umweltbewusste Eltern kein Problem sein, einen geeigneten Sitz zu finden.
Quelle: dpa , ADAC , ots
Rinke schrieb:
am 23. Mai 2011 um 16:30:39
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Made in China!
Made in China!!!!!!!!!!!!!!! Mehr braucht man nicht zu sagen! Was den deutschen Chemieunternehmen in Deutschland zu verkaufen
verboten ist, verkaufen sie einfach in China und anschließend kommt die Ware wieder nach Deutschland!
Richtig so, wer Handel mit einem Land wie China treibt und sich Wirtschaftlich von ihm abhängig macht, der hat nichts anderes verdient.
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Thomas schrieb:
am 23. Mai 2011 um 16:13:07
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Kindersitze
Bei diesen "erschreckenden" Daten fragt man sich, wie wir es damals eigentlich geschafft haben zu überleben, als wir
Kleinkinder waren. Zu meiner Zeit gab es nicht mal Kindersitze oder gar Airbags. Man saß angeschnallt auf dem Rücksitz, der im Übrigen auch keine Kopfstütze hatte. Und dennoch habe ich und meine Generation mit mir überlebt. Unglaublich! Und weil kein Kindersitz - auch keine Schadstoffe!
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