15.03.2011, 09:27 Uhr
Eine Tagung hat sich mit den Auswirkungen von Fernseh- und Computer-Dauerkonsum auseinandergesetzt. (Foto: imago) (Quelle: imago)
Kinder mit der Aufmerksamkeitsstörung ADHS sind nach Einschätzung von Ärzten besonders anfällig für Mediensucht. Der exzessive Konsum von Fernsehen, Internet- und Videospielen sei bei ihnen dreimal so stark ausgeprägt wie bei anderen Kindern, sagte der Arzt Klaus Skrodzki (Forchheim) am Samstag in einem dpa-Gespräch auf dem Kongress für Jugendmedizin in Weimar. "Fernsehen mit ständigen Bild- und Tonwechseln und Computerspiele fördern die Störung."
Teenager mit einer Aufmerksamkeitsstörung neigen demnach auch eher als ihre Altersgenossen zu Nikotin- und Alkoholsucht. "Und sie zeigen deutlichere Entzugserscheinungen", sagte der stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft ADHS der Kinder- und Jugendärzte.
Laut Skrodzki reagieren Kinder mit ADHS sehr viel impulsiver auf Reize. "Sie greifen etwa sofort zu, wenn ihnen eine Belohnung geboten wird." PC-, Internet- und Videospiele böten ihnen permanent Reize und sofortige Belohnung. Das Problem beim regelmäßigen Computerspiel für ADHS-Kinder sei, dass diese sehr rasch gute Fertigkeiten im Erkennen von Nebensächlichkeiten entwickelten, sagte der Experte. Damit werde aber das Grundproblem bei der Störung verstärkt. "Sie können ja ohnehin schon Nebensächliches nicht von Wichtigem unterscheiden. Und mit Videospielen trainieren sie ihre Aufmerksamkeit für das Falsche."
Die Eltern sind nach Beobachtungen des Mediziners häufig Teil des Problems, wenn sie ihre Kinder zur Ablenkung vor das Fernsehgerät oder den Computer setzen. Noch bedenklicher sei es, dass bereits bei Vorschulkindern ein eigener Fernseher im Kinderzimmer stehe. Auch Computerspiele in Kindergärten richteten bei von ADHS betroffenen Kindern eher Schaden als Nutzen an.
An dem vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte veranstalteten Kongress in Weimar nehmen noch bis Sonntag rund 500 Fachleute teil. Am Samstag wurde der mit 5000 Euro dotierte Preis für Jugendmedizin an den Aachener Verein "Kinderseele" verliehen. Der Verein kümmert sich um psychisch kranke Kinder und deren Eltern. Schwerpunkt der Tagung sind die gesundheitlichen Auswirkungen von Fernseh- und Computer-Dauerkonsum bei Kindern und Jugendlichen.
Quelle: dpa
Stine schrieb:
am 25. August 2011 um 23:44:34
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Medien
Den Kindern kann mit Musik, interessantem Sport (Kung Fu, Tai Chi) oder anderen anspruchsvollen Projekten von den Medien abgehalten
werden. Meine Jungs haben ein Zeitkonto: Max. 20 Minuten regulär, bei Erledigung der Hausaufgaben +5Min., Zimmer aufgeräumt +5Min., Können so 30Min. spielen. Ausserdem machen sie täglich eine Angabe, wie sie sich energetisch fühlen, die sie notieren. So können sie selbst feststellen, was ihnen gut tut und was nicht. Bei Eltern ist Konsequenz gefordert!
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Mieze schrieb:
am 9. Juli 2011 um 08:21:46
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80er
sehr guter kommentar :) daumen hoch :) :) :)
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80er schrieb:
am 17. März 2011 um 11:14:05
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Superstars
deshalb, da sie sehr rasch gute Fähigkeiten im Erkennen von Nebensächlichkeiten entwickeln, sind ADHSler potentielle Superstars
- sie müssen nur ihre Berufung finden [die Menschen sind ganz einfach verschieden, und man sollte krankhafte Veränderungen auch im Licht von Diskriminierungstendenzen betrachten]
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