15.05.2009, 10:59 Uhr | iri
Konzentration und Merkfähigkeit werden beim Klettern gestärkt. (Bild: Imago)
Klettern kann für hyperaktive Kinder eine geeignete Therapieform sein. Denn es nutzt ihren Bewegungsdrang und lenkt ihn in gesteuerte und bewusste Bewegungen um.
Das haben drei Autoren einer Bachelorarbeit in der, in Stuttgart erscheinenden Fachzeitschrift "Ergopraxis", herausgefunden. Das therapeutische Klettern fördere nicht nur die körperliche, sondern auch die geistige und emotionale Entwicklung von Kindern, die unter der Aufmerksamkeitsdefizit- und Konzentrationsstörung (ADHS) leiden, so die Experten. So würden unter anderem Konzentration, Merkfähigkeit und das Vertrauen in Mitmenschen gestärkt.
Um die positiven Effekte zu verstärken, kann das Klettern laut den Autoren mit anderen Aufgaben verknüpft werden. So könnten zum Beispiel neben jedem Griff der Kletterwand Karten mit Zahlen befestigt werden, die während des Aufstiegs zusammengezählt werden sollen. Ein Pluspunkt der Klettertherapie sei zudem, dass die Kinder rasch Erfolge erleben und so ihr Selbstbewusstsein stärken können. Denn Kinder mit ADHS leiden im Alttag oft unter ständigen Misserfolgen und dauernder Kritik.
Quelle: dpa
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