10.10.2011, 10:58 Uhr
Aggressive Kinder bevorzugen einer neuen Studie zufolge brutale Computer- und Videospiele. Der Spiele-Mix von als problematisch geltenden Jungen und Mädchen ist gewalthaltiger als der ihrer Klassenkameraden, wie die Wissenschaftler der Universität Hohenheim und der Leuphana-Universität Lüneburg mitteilen. Es bestehe bei diesen Kindern das Risiko, dass sich ihre Vorliebe für brutale Bildschirmspiele verfestige.
Der Umkehrschluss gelte jedoch nicht: Die Forscher konnten bei den untersuchten Kindern keine Belege dafür finden, dass gewalttätige PC- und Videospiele die Spieler im realen Leben noch aggressiver macht. "Das ist die medienpädagogisch gute Nachricht unserer Studie", sagt Jens Vogelgesang von der Universität Hohenheim. "Allerdings gilt das ausdrücklich nur für die von uns erstmals in einer Wirkungsstudie untersuchte Altersgruppe der Acht- bis Zwölfjährigen."
Bei älteren Jugendlichen seien negative Auswirkungen brutaler Spiele auf das Verhalten belegt, sagt Studienleiterin Maria von Salisch aus Lüneburg. Entwarnung könne daher nicht gegeben werden. "Wir können nicht ausschließen, dass eine verfestigte Vorliebe für gewalthaltige Bildschirmspiele nicht vielleicht doch im Laufe einer Spielerkarriere zu einer größeren Gewaltbereitschaft führen kann."
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Für die Studie, die von Forschern der beiden Universitäten erarbeitet worden ist, wurden den Angaben zufolge 324 Dritt- und Viertklässler von Berliner Grundschulen befragt. Sie äußerten sich im Laufe eines Jahres zweimal zu ihren Spielgewohnheiten. Zuvor waren sie von Mitschülern und Lehrern bewertet worden, ob und wie sie körperlich und verbal durch aggressives Verhalten auffallen. Es waren Schulen aus mehreren Stadtvierteln Berlins beteiligt. Das Ergebnis der Befragung: Aggressive Grundschüler lieben Spiele, bei denen Blut fließt. "Die weniger aggressiven Klassenkameraden probieren zwar auch gewalthaltige Spiele aus, entwickeln aber seltener eine Präferenz für dieses Genre", sagt Vogelgesang.
Computer- und Videospiele stehen schon bei Grundschulkindern hoch im Kurs. 91 Prozent der Acht- bis Zwölfjährigen gaben bei der Erstbefragung zumindest ein solches Lieblingsspiel zu Protokoll. Bei der Zweitbefragung ein Jahr später standen dann häufig ganz andere Spiele an der Spitze. "Die meisten Kinder probieren anfangs unterschiedliche Angebote aus und entwickeln erst mit der Zeit eine ausgeprägte Vorliebe für ein Spiel oder ein Spielegenre", sagt von Salisch.
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Quelle: dpa
Pudelko schrieb:
am 12. Oktober 2011 um 11:04:58
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Ballerspiele
Aggressive Kinder mögen brutale Computerspiele ! So so .. Könnte auch sein, das brutale Computerspiele Kinder aggressiv macht,
oder ?! Na ja, bald ist wieder Weihnachten und schon mächtig werden EgoShooter etc. beworben. Ist doch egal, ob man da auf animierte Menschen oder stilisierte Schweinchen, Kraken oder Sonstwas ballert. Erfurt & Co. ist längst vergessen ... Aktionismuss bis 4 Wochen nach solchen Taten, dann - NIX.
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Rosa schrieb:
am 12. Oktober 2011 um 07:44:48
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Ballerspiele
Ich denke die Studie hat Recht. Deswegen nützt es auch leider nichts Ballerspiele zu verbieten, weil man meint, dann gibt es
keine Amokläufe u.s.w mehr! Die schwachsinnigen Eltern sollten lieber öfter mal ihre Nase in die Kinderzimmertür stecken und schauen was da so gespielt wird! Manchen Eltern ist wirklich scheissegal womit sich der Nachwuchs beschäftigt, Hauptsache ruhiggestellt! Kinder sollten draussen spielen, sonst nichts!
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Spiele schrieb:
am 10. Oktober 2011 um 14:23:33
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Kinder
Äh, Grundschüler lieben blutige Spiele? Und wie kommen die dadran? Hätte man gleich mal eine weitere Studie machen sollen und die
Eltern befragen, warum sie ihren Kindern solche Spiele kaufen. Sieht man immer wieder im Laden, das die Eltern sich überhaupt nicht dafür interessieren und sich von ihren Kleinen die Spiele aufschwatzen lassen. Mich schüttelts da immer.
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