11.11.2008, 11:59 Uhr | rev
Meistens sind es die Kinder, die in Alkoholikerhaushalten leiden. (Foto: Archiv)
Es ist ein weit verbreitetes Problem: Laut einer Studie des Kölner Suchtforschers Michael Klein von der Katholischen Fachhochschule Nordrhein-Westfalen leben insgesamt 2,65 Millionen Kinder und Jugendliche zusammen mit ihren alkoholkranken Eltern. Nichtsdestotrotz wurden in der Öffentlichkeit die daraus resultierenden Schwierigkeiten der Kinder bisher weitgehend ignoriert.
Viele der betroffenen Kinder leiden unter einer angespannten Familienatmosphäre und werden nicht selten auch Opfer elterlicher Gewalt. Oft werden sie abwechselnd einem Übermaß an Fürsorge ausgesetzt oder aber völlig im Stich gelassen. Als Reaktion auf das Verhalten der süchtigen Eltern lassen sich immer wieder typische Rollenmuster erkennen. Während das eine Kind ein übertriebenes Verantwortungsbewusstsein entwickelt und schließlich an seinem eigenen Ehrgeiz scheitert, lenken andere durch Streitereien und Unruhe von den eigentlichen Problemen ab. Andere Kinder aus Suchthaushalten spielen sich als Clowns auf oder ziehen sich mehr und mehr in die eigenen vier Wände zurück – jeweils mit dem gleichen Ziel: Nämlich der eigenen Trauer, Angst und Unsicherheit zu entkommen.
So unterschiedlich die Kinder auch auf die Sucht der Eltern reagieren, die Auswirkungen der Situation sind fast immer dramatisch. Konzentrationsschwächen, schlechte Schulnoten, Depressionen und mangelndes Selbstbewusstsein prägen die Entwicklung der Kinder. Darüber hinaus sind viele Kinder von suchtkranken Eltern selbst stark anfällig für eine Drogenabhängigkeit.
Andere Beispiele zeigen aber auch, dass der Weg solcher Kinder nicht zwangsläufig durch solche Probleme bestimmt sein muss. "Rund ein Drittel der Betroffenen schafft es, die Schwierigkeiten zu bewältigen und später ohne bemerkenswerte Störungen zu leben", berichtet Drogenberater Stefan Stark vom Blauen Kreuz in Marburg. Häufig gehen diese Kinder gestärkt aus der Krise heraus. Ein entscheidender Schritt auf diesem Weg sei dann getan, wenn das Thema offen in der Familie angesprochen werde, wie Familientherapeutin Corrina Koob von der Hamburger Kinderberatungsstelle Iglu ausführt. Zusätzlich könnten Freunde und andere Verwandte den Kindern helfen. Bestenfalls kümmern sie sich um die Kinder und wenden sich an eine professionelle Beratungsstelle.
Quelle: t-online.de
Kira schrieb:
am 12. November 2010 um 19:39:29
(0)
(0)
Süchtige Eltern
Es wird in Deutschland immer schlimmer, die Kinderheime sind voll mit Kindern süchtiger Eltern. Jugendämter versuchen so
gut es geht, Kinder aller Altersklassen aus diesen Suchtfamilien heraus zu bekommen. Diese Kinder landen dann erstmal im Heim und man sucht dann eben Pflegefamilien. Aber welche Familie will sich so einer Aufgabe stellen, wenn z.B. ein 10jähriges Kind weder mit Messer und Gabel essen kann, sich selbst nicht waschen kann oder weiß was eine Toilette ist.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Sechs Flaschen 2006er Domaine la Casenove + vier Gläser für 39,- € statt 78,30 €. von Hawesko
Zwei Qualitätshemden Ihrer Wahl für nur 50,- € : 5 Jahre Garantie und Retoure kostenlos. zum Special
Testsieger-Patronen für Marken-
drucker im TÜV-geprüften Online-
Shop kaufen. mehr
Samsonite Trolleys, Reisetaschen und Accessoires: Voll gepackt mit guten Preisen von koffer-direkt.de.

Kinder sind von Geburt an musikalisch begabt. Wichtig ist die Förderung in jungen Jahren. Singen
Voting: Wählen Sie ihren Favoriten aus den zwölf Gewinnerbabys 2011. Wettbewerb
Was tun, wenns auf dem Kopf juckt und krabbelt? Essigwasser und Nissenkamm helfen. zum Video