28.09.2011, 11:37 Uhr | rev
Verlässt das Kind das Elternhaus, ist das oft schwer für die Eltern. (Bild: Imago) (Quelle: imago)
Verlässt das Kind das elterliche Zuhause, sollte das für Eltern in den meisten Fällen eigentlich ein Grund zur Freude sein. Schließlich beweisen die Kinder, dass sie nun in der Lage sind auf eigenen Beinen zu stehen, dass sie selbstständig geworden sind - und dazu haben Eltern in der Regel einen wesentlichen Teil beigetragen. Doch häufig ist es nicht der Stolz, der in dieser Zeit bei den Eltern überwiegt, sondern ein Gefühl der Trauer über das leer werdende Nest. Wie leiden Mutter und Vater unter dem Auszug der Kinder und wie überstehen sie diese schwierige Phase?
Wenn die Kinder flügge werden, haben vor allem oft Mütter mit dem sogenannten "Empty-Nest-Syndrom" zu kämpfen: Ganz speziell Hausfrauen, die sich viele Jahre über die Rolle als Mutter definierten und ansonsten wenig Interessen und Kontakte pflegten, fallen schnell in ein tiefes Loch. Wie der Hamburger Psychologe Dr. Elmar Basse gegenüber "bild.de" erklärte, leidet in dieser Zeit das mütterliche Selbstwertgefühl, es kommen starke Selbstzweifel auf und einige Frauen verfallen sogar in Depressionen. Meistens fällt der Auszug des Kindes auch noch in die schwierige Zeit der Wechseljahre. Jetzt ist es wichtig, dass die Mütter sich von ihrer bisherigen Rolle lösen können.
Doch auch für Väter ist diese Phase oft nicht leicht. Gerade wenn der Auszug der Kinder mit dem Eintritt in den Ruhestand zusammenfällt oder nach dem Karriere-Höhepunkt liegt, entstehen Probleme für Väter: Sie hätten nun zwar mehr Zeit für die Familie, da jedoch die Kinder nicht mehr da sind, kann ihr Bedürfnis nach Familienleben nicht gestillt werden. Die Folge ist laut Basse: Die Männer fühlen sich verlassen und glauben, dass sie ihrer Rolle als Vater nicht gerecht wurden und sie das Leben ihrer Kinder verpasst haben. Dazu leiden viele Paare in dieser Zeit auch unter erheblichen Beziehungsproblemen. Mutter und Vater haben über Jahre als Eltern funktioniert, doch dabei immer weniger als Paar. Jetzt gilt es, die Paarbeziehung neu zu beleben.
Es ist nicht einfach, die neue Situation in den Griff zu bekommen und sich wieder darauf einzustellen, dass man plötzlich viel mehr Zeit für sich hat und eventuell auch viel mehr Zeit mit dem Partner allein verbringt. Jetzt muss man sich neu organisieren, andere Strukturen und Rituale entwickeln und Positionen verteilen. Mit diesen Tipps können Eltern diese Zeit meistern:
Quelle: t-online.de
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