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Bei hoher Kaiserschnittrate kritisch nachfragen

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Bei hoher Kaiserschnittrate kritisch nachfragen

23.03.2011, 15:45 Uhr

Schwangere sollten sich über die Kaiserschnittrate einer Geburtsklinik informieren. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Schwangere sollten sich über die Kaiserschnittrate einer Geburtsklinik informieren. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Hat eine Entbindungsklinik eine hohe Kaiserschnittrate, sollten werdende Eltern nach den Gründen fragen. "Verzeichnet eine normale Klinik eine Rate von 50 Prozent, muss einem das zu denken geben", sagt der Präsident der "Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe".

Professor Klaus Friese, Präsident der "Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe", äußert sich "erschreckt" über die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes: Danach kam im Jahr 2009 schon fast jedes dritte Kind im Krankenhaus per Kaiserschnitt zur Welt. "Die Rate ist sehr hoch, finde ich", sagt Friese, der die Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Uniklinikum München leitet.

Spontane Geburt normalerweise am besten

Seiner Einschätzung nach sind es nicht die Frauen, die auf einen Kaiserschnitt drängen. Natürlich gebe es werdende Mütter, die sich auch danach erkundigen. Das sei aber eher in dem Sinn: "Welches ist die beste Entbindungsform?" Und das sei bei einer Schwangerschaft ohne Risiken immer die normale, spontane Geburt.

Im Prinzip seien die Risiken bei einer Vaginalgeburt und einem Kaiserschnitt zwar gleich. Allerdings würden bei einem Kaiserschnitt "Risiken für die nächste Schwangerschaft eingekauft", erläuterte der Mediziner. Als Beispiel nannte er die Gefahr, dass sich der Mutterkuchen in der alten Kaiserschnittnarbe festsetzen kann.

Alter der Mutter kein eindeutiger Grund für Kaiserschnitt

Auch die Argumente, wonach Frauen immer später gebären oder inzwischen häufiger eine Kinderwunschbehandlung hinter sich haben, spricht Friese zufolge nicht für einen Kaiserschnitt. Das impliziere zwar oft einen Kaiserschnitt, medizinisch sei er aber nicht immer angezeigt - auch nicht, wenn eine Frau zuvor bereits per Kaiserschnitt entbunden wurde.

Grundsätzlich sei zu unterscheiden, ob es sich um normale Krankenhäuser handelt oder um spezialisierte Zentren wie seines in München. Dort gebe es viele Hochrisikoschwangerschaften, bei denen eine Frühgeburt oder Kaiserschnitt nicht immer zu vermeiden sei.


Quelle: dpa-tmn

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Kommentare (4)

zum Forum

Thema: "Bei hoher Kaiserschnittrate kritisch nachfragen "

Mama34 schrieb: am 8. April 2011 um 09:42:00
(1) (0) KS
Ich kann die Frauen(Promi-Weiber) nicht verstehen, die sich freiwillig den Bauch aufschnippeln lassen !!! Diese sogenannte Mode finde ich
schrecklich !!! .Ich befürworte KS nur wenn das Leben in Gefahr von Mutter oder Kind ist und schnell gehandelt werden muß weil es Komplikationen bei der normalen Geburt gibt...oder die Risiken im Vorfeld zu groß sind...aber bitte nicht-Mein KInd muß undedingt am Donnerstag 23.2. um 14.30Uhr auf die WElt kommen steht so im Terminkalender
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Lucy schrieb: am 30. März 2011 um 16:01:23
(1) (0) Kaiserschnitt
Ich selbst habe auch zweimal einen Kaiserschnitt gehabt. Wenn es die Möglichkeit nicht gegeben hätte, wäre ich jetzt nicht
hier. Heutzutage ist das schon fast eine Modeerscheinung, KS-Entbindungen sind "in". Warum auch immer. Wahrscheinlich bringt eine KS-Entbindung mehr Geld in die Klinikkasse. Ich würde per Gesetz festlegen, dass nur in medizinisch begründeten Fällen ein Kaiserschnitt durchgeführt werden darf. Bei Schwangerschaftsabbrüchen gibts auch ein Gesetz, warum nicht auch hierfür.
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Elch schrieb: am 27. März 2011 um 22:50:03
(0) (0) Kaiserschnitt
Kliniken, die Risikoschwangerschaften betreuen oder Perinatalzentren haben natürlich auch eine höhere Kaiserschnittrate, da
der Geburtstermin oft geplant werden muss oder eine spontane Entbindung aus kindlicher Indikation nicht gewünscht ist...also nicht unbedingt ein Indikator gegen die Geburtsklinik
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