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Berufswahl: KFZ-Mechaniker oder Lackierer?

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KFZ-Mechaniker oder Lackierer?

06.06.2011, 09:19 Uhr | Sabine Caron

Bei der Jobsuche ist der Rat der Eltern sehr wichtig. (Foto: imago)

Bei der Jobsuche ist der Rat der Eltern sehr wichtig. (Foto: imago)

Jugendliche, die in die Pubertät kommen, überraschen ihre Eltern öfter mit Überlegungen, was sie später einmal beruflich machen möchten. Es sind zwar noch mehrere Jahre, bis sie mit der Schule fertig sind, aber, so sagen Experten, es ist wichtig mit der Berufsorientierung früh zu beginnen. Wie können Eltern ihre Kinder dabei unterstützen, den richtigen Beruf zu finden? Welche Kriterien sollte man beachten? Und wo kann man Unterstützung bekommen?

Die richtige Berufswahl

Es gibt mittlerweile ein Ausbildungsangebot von nahezu 400 Berufen. Die meisten Mädchen und Jungen greifen aber nur auf zehn dieser Berufe zurück. Jungen entscheiden sich zum Beispiel für eine Lehre als KFZ-Mechaniker, Maler und Lackierer oder Elektroinstallateur. Bei den Mädchen zählen unter anderem Arzthelferin, Friseurin oder Verkäuferin zu den zehn beliebtesten Ausbildungsberufen. Nicht immer entspricht diese Berufswahl auch den Interessen und Fähigkeiten der Jugendlichen. Eine Studie von 2008 kommt zu dem Ergebnis, dass 15 Prozent der deutschen Arbeitnehmer glauben, eine falsche Berufswahl getroffen zu haben. Dieses Ergebnis verdeutlicht, wie wichtig es ist, sich dem Thema rechtzeitig und ausführlich zu widmen.

Eltern sind wichtige Berater

Die Entscheidung für einen Beruf wird durch viele Faktoren beeinflusst: Gesellschaftliche und soziale, religiöse Gründe, aber auch das unmittelbare Umfeld der Jugendlichen. Auch Sie als Eltern haben dabei eine wichtige Funktion. Sie können über ihre eigene Berufsfindung berichten und reflektieren, was dabei gut oder schlecht gelaufen ist. Ermutigen Sie Ihr Kind, auch mit anderen Personen aus der Verwandtschaft oder dem Freundeskreis über deren Berufswahl zu sprechen. Eine repräsentative Studie "Berufswahl in Hamburg 2004", bei der 625 Schülerinnen und Schüler befragt wurden, kam zu dem Ergebnis, dass Jugendliche sich bei ihrer Berufswahl vor allem auf den Rat ihrer Eltern verlassen. Sie sind nicht nur die am häufigsten befragten Berufsberater, sondern tragen in den Augen der Jugendlichen auch am stärksten zur Entscheidungsfindung bei.

Einen Überblick verschaffen

Die ersten Schritte zur richtigen Berufswahl sind, die eigenen Interessen und Fähigkeiten unter die Lupe zu nehmen und sich einen Überblick über die Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten zu verschaffen. Die Datenbank BERUFEnet der Bundesagentur für Arbeit liefert einen Überblick über die Ausbildungsberufe in Deutschland (www.berufenet.arbeitsagentur.de), auf der Internetseite www.abi.de finden (angehende) Abiturientinnen und Abiturienten Hilfreiches für die Ausbildungs- beziehungsweise Studienplatzwahl. Auch auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft findet sich eine Übersicht der Ausbildungsberufe, mit Infos dazu, was man in dem Job macht, wer für den Job geeignet ist, wie die Ausbildung aufgebaut ist und was man mit dem Beruf später einmal machen kann.

Die richtigen Fragen stellen

Um herauszufinden, welcher Beruf wirklich zu ihrem Kind passt, sollten Sie sich gemeinsam mit Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn Gedanken über folgende Fragen machen.

1. Was macht Ihr Kind gerne?

2. Welche Interessen und Hobbies hat es?

3. Was kann es besonders gut? Hat Ihr Kind besondere Begabungen oder Fähigkeiten?

4. Womit beschäftigt Sich Ihr Kind ausführlich und gerne?

5. Was macht Ihrem Kind gar keinen Spaß? Wozu würde es keine Geduld aufbringen?

6. Welche Stärken hat es?

7. Und welche Schwächen?

8. Welche beruflichen Ziele will Ihr Kind erreichen? Wie stellt es sich seine Zukunft vor?

Bei der Suche nach Antworten auf Ihre Fragen und zur Berufswahlbegleitung Ihrer Kinder stehen Ihnen natürlich die klassischen Medien, wie Broschüren des Arbeitsamtes zur Verfügung, aber auch das Internet mit diversen Online-Berufswahlmagazinen beziehungsweise -angeboten und Online-Tests zur Selbsteinschätzung von Jugendlichen.

Onlinetests unter der Lupe

Stiftung Warentest hat 2007 solche Onlinetests zur Selbsteinschätzung von Jugendlichen unter die Lupe genommen und empfiehlt: "Ein 'sehr guter' und zudem kostenloser Onlinetest für Abiturienten ist 'Mein Berufsweg' von der Ruhr-Universität Bochum. Empfehlenswert nicht nur für Gymnasiasten, sondern für alle Schüler ist der 'Eignungstest Berufswahl' vom Geva-Institut. Auch er ist 'sehr gut', kostet allerdings 38 Euro." Allerdings wird auch darauf hingewiesen, dass man für beide Tests Durchhaltevermögen braucht: "Mein Berufsweg" dauert 100 Minuten, der "Eignungstest Berufswahl" drei Stunden, so das Testergebnis. Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler in den Abgangsklassen (sowie ein bis zwei Schuljahre davor), Wehr- oder Zivildienstleistende sowie Studierende in den ersten Semestern, die sich umorientieren möchten. Insbesondere für jugendliche Testnutzer gilt laut Stiftung Warentest: Das Ergebnis des Tests sollte unbedingt mit den eigenen Wünschen und Vorstellungen abgeglichen werden, am besten im Gespräch mit Freunden, den Eltern, Lehrern oder einem Berufsberater. Auch das Portal www.planet-beruf.de der Bundesagentur für Arbeit richtet sich an Jugendliche im Alter zwischen 13 und 17 Jahren (Sekundarstufe I), die auf der Suche nach dem richtigen Beruf sind. Es bietet neben vielfältigen Informationen ein interaktives Selbsterkundungsprogramm, ein Schüler-Magazin als auch ein Eltern-Magazin zur Begleitung des Berufswahlprozesses.


Quelle: t-online.de

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Kommentare (14)

zum Forum

Thema: "Berufswahl: KFZ-Mechaniker oder Lackierer?"

Heidi schrieb: am 18. Juni 2011 um 19:35:06
(2) (0) @JJJ
Und genau das führt doch zum Gegenteil! Das ist unmotivierend und führt zu chronischer Unlust. Wer möchte schon in einem Beruf
arbeiten, der einem keinen Spaß macht?? Mich würde mal interessieren, was Ihr Beruf ist und ob er Ihnen Spaß macht...Natürlich ist das Leben kein Ponnyhof, das weiß ich auch. Man muss auch mal mit dem Ungeliebten klar kommen. Aber in der Berufswahl haben die Jugendlichen mal freie Hand und können selbst entscheiden! Klar zählt auch die Zukunft, das Geld muss auch stimmen
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JJJ schrieb: am 14. Juni 2011 um 10:28:32
(2) (0) @Heidi
Nein, muss er nicht. Man muss nehmen was man kriegen kann...Dann zieht man die 4 Jahre durch und kann sich evtl noch mal neu orientieren

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Ausbildungsleiter schrieb: am 14. Juni 2011 um 08:50:11
(2) (0) zu Ewig Jugendlicher schrieb
Wo bekommt man das Buch? Ich habe soviele Problemfälle von Jugendlichen die nicht wissen wie wichtig eine gute
Ausbildung für ihr späteres Leben ist. Heißt das Buch-ständig unterdrückt brachte den willen zum erfolg? ich hoffe das das noch bestellbar ist. Die Eltern sollten ihren Kindern mehr Bücher geben und weniger diese Spielekonsolen kaufen und danach über das Buch mit ihnen reden damit nichtverstandenes ausdiskutiert werden kann.D.f.Tipp
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