18.08.2011, 15:49 Uhr
Für Nachhilfe wird das Bildungspaket bisher kaum genutzt. (Foto: imago) (Quelle: imago)
Seit April 2011 gibt es das Bildungspaket der Bundesregierung, das im Zuge der Hartz-IV-Reform eingeführt wurde. Das Bildungspaket unterstützt gezielt 2,5 Millionen bedürftige Kinder aus Hartz-IV-Familien, von Geringverdienern und Wohngeldempfängern, um ihnen bessere Lebens- und Entwicklungschancen zu bieten und um Benachteiligungen zu verhindern. Fast fünf Monate nach der Einführung des Bildungspakets: Wofür wird es eigentlich genutzt? Neue Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) geben darüber Aufschluss.
Hartz-IV-Familien nutzen das Bildungspaket der Bundesregierung in erster Linie zur Finanzierung von Klassenfahrten ihrer Kinder. Allein im Juli wurden mehr als 75 Prozent der beantragten Gelder für diesen Zweck ausgegeben, wie aus Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht. Aussagen dazu, wie stark Kinder von dem Bildungspaket bisher profitiert haben, trifft diese Statistik nicht.
Insgesamt wurden im Juli 36,742 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem Bildungspaket ausgezahlt. Dies sind 21 Prozent mehr als im Juni. Die Zahlen zeigten, dass Hartz IV-Empfänger die Leistungen aus dem Bildungspaket verstärkt in Anspruch nehmen, betont die Bundesagentur.
Der zweitwichtigste Posten in der Juli-Bilanz sind die Ausgaben für Mittagsverpflegung. Sie lagen nach BA-Angaben bei 3,604 Millionen - und damit rund 74 Prozent höher als im Juni. Vergleichsweise gering sind hingegen die Ausgaben für Schüler-Nachhilfe und Vereinsbeiträge für Kinder aus Hartz-IV-Familien. Für Nachhilfe seien im Juli 625.800 Euro beantragt worden, für Vereinsbeiträge, Musikstunden und andere Freizeitaktivitäten 1,79 Millionen Euro.
Anspruch auf die Bildungshilfen haben rund 2,5 Millionen bedürftige Kinder aus ärmeren Familien. Sie haben Anspruch auf ein warmes Mittagessen in Schule oder Kita. Allerdings müssen die Eltern einen Euro dazugeben. Für eintägige Klassenfahrten oder Wandertage gibt es pro Schuljahr 30 Euro Zuschuss. Zehn Euro im Monat stehen für Mitgliedschaften in Sportvereinen zur Verfügung. Bei Bedarf bekommen die Kinder auch Nachhilfeunterricht bezahlt. Wie bisher gibt es 100 Euro pro Schuljahr für Schulsachen.
Hier finden Sie die wichtigsten Fakten rund um das Bildungspaket der Bundesregierung.
Quelle: dpa
Bärbel schrieb:
am 18. Februar 2012 um 14:02:54
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es sollte aber noch gerechter werden !
denn es gibt genug Familien die so gerade über die Runde kommen, und deshalb können auch sie ihren
Kinder vieles nicht mehr bieten, das Bildungspaket sollte nicht nur Hartz 4 , Migranten, Wohngeldempfänger - Familien zustehen, da muss es eine Einkommengrenze geben, damit vielleicht auch Kinder und Jugendliche Anspruch drauf haben, wo die Eltern so gerade eben mit dem monatl. Geld auskommen....!
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ng schrieb:
am 19. August 2011 um 21:41:15
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Bearbeitungszeit schlichtweg zu lang!
Das Bildungspaket war auf jeden Fall eine gute Idee. Dumm nur, dass man 4 und mehr Monate auf die
Bearbeitung warten muß. In der Zwischenzeit bekommt man dann Mahnungen von den Sportvereinen, weil die Beiträge nicht eingegangen sind. Wenn so etwas angeboten wird, muß man damit rechnen, dass es auch genutzt wird und dementsprechend auch genug Personal zur Bearbeitung bereitstellen. Leider sieht genau dies in der Praxis anders aus
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