23.12.2011, 14:44 Uhr
Bisse von Kindern können zu Entzündungen führen. (Foto: imago)
Eltern von Krippenkindern kennen das Phänomen: in fast jeder Gruppe gibt es einen "Beißer". Weil sich Kleinkinder sprachlich noch nicht so gut ausdrücken können, beißen sie im Konfliktfall schon mal zu. Die betroffenen Stellen sehen nicht nur unschön aus, sondern können auch gefährlich werden. Wegen der Infektionsgefahr sollten sie daher vom Kinderarzt untersucht werden.
Menschliche Bisse können wegen der vielen Bakterien im Mund leicht zu Infektionen führen. "Sie entzünden sich sogar häufiger als Bisse durch Hunde oder Katzen. Deshalb sollte der Kinder- und Jugendarzt Verletzungen durch Kinderbisse vorsorglich untersuchen, wenn sie die Haut verletzen konnten", empfiehlt Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Thüringen. Manchmal beißen Kleinkinder, um Wut, Hilfslosigkeit und negative Gefühle auszudrücken. Meist sind Gesicht oder Hände betroffen.
Wenn die Wunde nicht stark blutet, sollten Eltern sich selbst die Hände waschen und möglichst Einmalhandschuhe anziehen. Dann reinigen sie die Wunde mit einer milden, ph-neutralen Seife ohne Duftstoffe unter fließendem Wasser drei bis fünf Minuten. "Dabei sollten Betreuungspersonen aber die Wunde nicht reiben, um nicht weiteres Gewebe zu beschädigen", rät Niehaus. Bei stärkerer Blutung sollte diese mit einem sauberen Stoff unter Druck gelindert werden. "Hochlagern - falls möglich - reduziert den Blutfluss etwas."
Abhängig vom Ausmaß der Wunde verschreibt der Kinder- und Jugendarzt möglicherweise Antibiotika. Eltern sollten zur Sicherheit auch den Impfpass in die Praxis mitnehmen, um sicherzugehen, dass das Kind einen ausreichenden Tetanus-Impfschutz hat. Nach der Grundimmunisierung sollte ein Kind Auffrischimpfungen im sechsten Lebensjahr und dann zwischen dem elftem und 18. Lebensjahr erhalten.
Quelle: dpa-tmn
Kindgewesener schrieb:
am 14. Dezember 2011 um 11:41:46
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Man kann es auch übertreiben ...
Wenn ich lese, wegen was man mitlerweile alles zum Arzt rennen soll, wundert es mich nicht, dass die
Krankenkassenkosten immer weiter steigen. Bei tiefen, blutenden Wunden ok, aber nicht wegen einem blauen Fleck mit Kratzern. Desinfizieren und gut ist. Ich bekomme kaum Infektionskrankheiten o. ä., da ich als Kind Kontakt mit Dreck jeglicher Art hatte und deswegen starke Abwehrkräfte habe. Bei den steriel erzogenen Kids von heute sieht das leider anders aus. Das ist eine Teufelsspirale.
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Tom schrieb:
am 14. Dezember 2011 um 11:38:29
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"Beißer"
Da sieht man einmal, wie wenig wir uns - zumindest in jungen Jahren - von Tieren unterscheiden.
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Bine schrieb:
am 10. April 2011 um 13:12:14
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Beißen statt Reden
Das Beißen verliert sich, spätestens mit der Einschulung. Das Kinder das von ihren Eltern haben halte ich für ganz
schön übertrieben. Beißen, Hauen, Kratzen..das wird angewendet weil kleine Kinder sich mit Worten noch nicht so mittteilen können wie wir Erwachsene. Einfache Erklärung und hat nicht viel mit Psychologie zutun. Wenn es einmal passiert ist mit dem Beißen, dann halt beobachten und im Notfall zum Arzt.
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