16.01.2012, 10:31 Uhr | cst
Für Kleinkinder sind Eltern die wichtigsten Spielpartner. (Quelle: imago)
Pekip, Babyschwimmen, Krabbelgruppe - das Angebot an Kursen für Eltern und ihre Kleinkinder ist riesig. Doch brauchen Zweijährige für eine gesunde Entwicklung wirklich andere Kinder? Oder sind es vor allem die Mütter, die sich ihren Alltag ein wenig abwechslungsreicher gestalten möchten?
Wenn das turbulente erste Jahr mit dem Baby geschafft ist, zieht für viele Mütter und Väter etwas mehr Ruhe im Alltag ein. Zwar bleibt das Leben mit einem kleinen Kind nach wie vor aufregend und spannend, aber die Eltern und ihr Nachwuchs sind inzwischen ein gut aufeinander eingespieltes Team und auch die Nächte dürften in den allermeisten Fällen etwas ruhiger geworden sein. Viele Väter kehren nach den "Vätermonaten" zurück ins Berufsleben und auch die Mütter wünschen sich wieder mehr Kontakt zu Erwachsenen - da kommt das wöchentliche Treffen in der "Krabbelgruppe" gerade Recht. Man trifft auf andere Frauen in der gleichen Situation, kann sich austauschen und Tipps geben und auch die Kinder profitieren davon, denn sie spielen "so schön" miteinander.
Aber stimmt das wirklich? Kleinkinder sind neugierig und so manche Dinge lassen sich von anderen Kindern leichter abschauen als von Erwachsenen. Schon die Allerkleinsten können sich durch Rollen oder Krabbeln dahin bewegen, wo es für sie spannend ist: etwa zu dem Kind mit den Bauklötzchen, die sie auch gern einmal "bespielen" würden oder zu dem Baby, das so wunderbare Quietschtöne von sich gibt.
Die geistige, emotionale und soziale Entwicklung hängt maßgeblich davon ab. zum Video
Aber Pädagogen wissen: Kleine Kinder spielen in erster Linie nebeneinander und noch nicht miteinander. "Zwischen zweieinhalb und drei Jahren - also etwa zum Kindergarteneintritt - entwickeln Kinder die soziale Reife, mit anderen Kindern zu teilen oder beim Spielen abzuwarten. Ein anderes Kind wird nun als solches wahrgenommen und nicht nur als Konkurrent", sagt die Kinderpsychologin und Erziehungsberaterin Doris Heueck-Mauß der Zeitschrift "Eltern Family".
Bis zum Alter von etwa drei Jahren sind die Eltern die wichtigsten "Spielpartner". Von ihnen lernen die Kinder soziale Verhaltensweisen, Sprache, Handgriffe. Das Lernen finde hauptsächliche in den eigenen vier Wänden statt, durch das Vorbild der Bezugspersonen, so Heueck-Mauß.
Das Prinzip des Abschauens machen sich auch die altersgemischten Kindergruppen zu Nutze. Die meisten Kindergärten und -krippen arbeiten nach diesem Prinzip, bei dem Kinder unterschiedlichen Alters voneinander profitieren. Die Kleinen lernen von den Großen Schuhe binden, mit Besteck essen, sich zu behaupten, während die Großen sich im Trösten üben und lernen Verantwortung für Schwächere zu übernehmen.
Mütter müssen sich also nicht unter Druck setzen und mit den Kleinen möglichst viele Kurse buchen. Der Spaß am Zusammensein mit anderen - Müttern und Kindern - sollte im Vordergrund stehen. Wer sein Kind mit anderen Kleinen zusammenbringt, sollte darauf achten, dass die Gruppe nicht zu groß ist und die Mutter oder der Vater als sichere Rückzugsbasis und Beschützer stets greifbar in der Nähe ist. So können die Kinder selbst darüber bestimmen, wie viel Fremdkontakt sie sich "aussetzen".
Quelle: t-online.de
Frau schrieb:
am 6. April 2012 um 14:02:49
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Kleinkinder
Es gibt sowas wunderbares wie Elternzeit,egal ob Mann oder Frau zu Hause bleibt,nur Schade das so wenige diese zeit auch
nutzen.Fakt ist das heute viel zu viel mit den Babys gemacht wird und mann gerade das erste Jahr ruhig zu Hause mit Kind genießen sollte,statt sich wer weiß was für termine aufzuhalsen und anschließend an einem Burn-out zu leiden! ;-)
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Realistin schrieb:
am 15. März 2012 um 21:28:04
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Bericht von annodazumal
Herrlich klischeehafter Bericht. Es geht immer nur um die "Mütter", welche zu Hause sind, während der Mann
arbeitet. Von welchem Jahrhundert ist hier die Rede? Mein Mann war freiwillig und gerne 2x für 1 Jahr in Elternzeit und hat Pekip, Krabbelgruppe und Babyschwimmen mit den Kleinen gemacht, während ich arbeiten war.
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Anlies schrieb:
am 15. März 2012 um 13:51:36
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@ Beobachter
Wenn man sich den Artikel durchliest, stellt man fest, dass es hier um Kurse mit Kleinkindern und Babies geht. Von einer
Fremdbetreuung durch Kita und Co. ist keine Rede. Natürlich ist es heute oft notwendig die Kleinen schon mit 1 Jahr (eben nach Ende des Elternegeldes) in die Kita zu bringen. Man bringt einen 1jährigen ja nicht in die Kita, damit er Freunde zum Spielen hat, sondern damit man Geld verdienen kann. Jedes Kind ist anders. Manchen tut es nicht so gut wie anderen.
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