25.05.2011, 08:48 Uhr
Individuelle Förderung statt Einheitsschule - Roland Wöller auf der Presskonferenz in Berlin. (Foto: imago) (Quelle: imago)
Die von CDU-Parteichefin Angela Merkel eingesetzte Bildungskommission der CDU will den Christdemokraten den Abschied vom dreigliedrigen Schulsystem und die Zusammenlegung von Haupt- und Realschule vorschlagen. Der Kommissionsvorsitzende, der sächsische Kultusminister Roland Wöller (CDU), sagte der Zeitung "Die Welt": "Wir werden dem Parteivorstand vorschlagen, dieser Schule den Namen Oberschule zu geben." Daneben soll es den Angaben zufolge weiterhin das Gymnasium geben. Die Hauptschule sei dagegen "nicht zu retten", sagte Wöller. Sie werde von der Mehrheit der Eltern nicht akzeptiert.
Die Expertenkommission erarbeitet derzeit eine Vorlage zur Bildungspolitik, über die im November der CDU-Parteitag entscheiden soll. Der "Welt" zufolge bedeutet der Plan eine Übertragung des sächsischen Schulmodells auf ganz Deutschland. Die CDU-Kommission hat demnach auch Beschlüsse zu den Themen Ganztagsunterricht, Einbeziehung von Behinderten und Lehrerbildung vorbereitet.
Quelle: AFP
Kritiker schrieb:
am 8. Juni 2011 um 09:32:44
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Bildungs-/Schulniveau
erzeugt man nicht durch "Verschnitt", sondern klare, bundeseinheitliche und vor allem differenzierte
Qualitätssziele und Förderung die die Fähigkeiten des Einzelnen entwickeln lässt.. Und dies darf nicht zur Mißachtung von "weniger Begabten" durch (verantwortungsvolle) "Eliten"führen (christliche Ethik)! Und unsere Leistungsgesellschaft sollte eine faire , wirkliche (ohne Beziehungsgeklüngel) werden!
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IGS Mutter schrieb:
am 29. Mai 2011 um 18:46:59
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Diktatur statt Elternwille
Die Oberschule bringt den Schulleitungen bessere Bezahlung, den Lehrern weniger Stunden und die Kindern KEINE
bessere Zukunft. Aber Oberschule klingt ja besser als Hauptschule. Man Eltern wacht auf, die CDU und FDP wollen unseren Eltternwillen massiv abwürgen. Billigmodelle wie offene Ganztagsschulen in der Grundschule, in neuen IGSen aber teilgebunden in den Oberschulen...Scheinheilig nenne ich das. Die Kinder aus schwierigen Umfeldern kommen doch nicht freiwillig. Nutzt eure Wählerstimme!!!!
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Ecco schrieb:
am 26. Mai 2011 um 13:40:52
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völlig an der Realität vorbei
Ich bin mir sicher, dass die Mitglieder der Bildungskommission ihre Kinder nie im Leben auf eine
"Oberschule" schicken würden - aber vielleicht weiß Herr Wöller ja nicht, wie es im wirklichen Leben an den Hauptschulen zugeht.
Wenn das (nicht nennenswert vorhandene) Niveau auf die Realschulen übertragen wird, werden wir demnächst auch an den Realschulen nur noch bildungsferne und -resistente Schichten versuchen zu beschulen. Haupt-u.Förderschulen passten viel besser zusammen!
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