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Die sechs Familienphasen: Vom ersten Ultraschall bis zum Teenie-Alarm

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Die sechs Familienphasen vom ersten Ultraschall bis zum Teenie-Alarm

05.07.2011, 14:49 Uhr | Nicola Wilbrand-Donzelli

Jede Phase der Kindheit enthält neue Herausforderungen. (Foto: imago)

Jede Phase der Kindheit enthält neue Herausforderungen. (Foto: imago)

Trotz schrumpfender Geburtenzahlen wollen immer noch die meisten Menschen in Deutschland Eltern werden. Familie und Kinder sind auch heute noch eine wichtige Sinnstiftung und ein Synonym für Glück. 95 Prozent der Eltern von kleineren Kindern und 84 Prozent der Eltern größerer Kinder erklärten sich laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie IFD für glücklich, während nur 68 Prozent der Gesamtbevölkerung dasselbe behaupteten. Doch jeder der Kinder hat, weiß, dass Familienleben nicht immer auf einer rosa Wolke stattfindet. Denn den Nachwuchs großzuziehen ist nicht nur eine riesige Herausforderung, sondern auch eine abenteuerliche Reise ins Unbekannte: Jeder Schritt durch die Kindheit und die Ausformung der eigenen Persönlichkeit sind ein aufregendes Kapitel auf dem Weg zum Erwachsensein. Diese sechs Entwicklungsphasen durchleben Familien, bis die Kinder flügge sind.

Alles wird anders

Bekommen Erwachsene Nachwuchs, ändert sich für sie strukturell alles: Aus einem Liebespaar wird ein Erziehungspaar. Die alleinige Fixierung auf den Lebenspartner wird aufgeben und aus einer Zweierbeziehung wird mit dem ersten Kind eine Dreierbeziehung. Dabei müssen sich die Eltern zu einem Erziehungsteam zusammentun und gleichzeitig eine neue Balance zwischen ihrer partnerschaftlichen Beziehung und dem Familienleben finden.

Mutter und Vater zu werden ist nicht nur ein biologisches Ereignis, sondern ein riesiger und nachhaltiger Einschnitt in die eigene Biographie - existentiell und unumkehrbar. Denn Eltern bleibt man ein Leben lang. Bereits mit der Geburt eines Babys gilt es zwangsläufig, seinen gesamten Lebensstil umzukrempeln: Tages- und Nachtrhythmen ändern sich, private und berufliche Abläufe müssen flexibel gestaltet werden und banale Dinge wie etwa Mittagessen oder Einkaufen müssen dahingehend geprüft werden, ob sie "kinderkompatibel" sind. Für die Erwachsenen gilt, dass sie zunächst einmal ihre eigenen Interessen zurückstellen und jederzeit darauf gefasst sein müssen, dass die Dinge durch den Familienzuwachs anders laufen als ursprünglich geplant. Ein Kind zu haben ist eine Gleichung mit vielen Unbekannten - erfreulichen aber auch anstrengenden.

Eltern
Das erste Lebensjahr

Frühstarter oder Spätzünder: Was lernen Babys in den ersten Monaten? zum Video

Immer im Dienst

Als harte Arbeit beschrieb die amerikanische Familientherapeutin Viginia Satir das Elterndasein: "Eltern lehren in der härtesten Schule der Welt - der Schule des Menschenmachens. In der Schule sind sie gleichzeitig Erziehungsminister, Direktor, Klassenlehrer und Hausmeister - alle Rollen müssen sie als Eltern übernehmen. Von ihnen wird erwartet, dass sie in allen Lebenslagen Experten sind. Und die Zahl der Einzelbereiche wächst mit der Familie." Außerdem gebe es kaum Schulen, in denen sie sich auf ihre Arbeit vorbereiten könnten, und es existierten keine allgemein verbindlichen Vorstellungen über den Lehrplan - sie müssten ihn selbst zusammenstellen. Eltern seien zudem 24 Stunden täglich im Dienst und das mindestens 18 Jahre lang. Und sie müssten sich über alle Vorfälle in dieser Zeit mit der Verwaltung abstimmen, die immer zwei Chefs habe, so die Familientherapeutin.

Ständiger Wandel, ständiges Lernen

Doch Eltern sind nicht nur "Lehrende" sondern auch Lernende. Mit dem Tag der Geburt ihres Babys sind sie zwar Mutter und Vater, doch sie müssen erst in ihre Rolle hineinwachsen und dieser Lernprozess verändert sich ständig mit der Entwicklung des Kindes. Elternsein ist eine Berg- und Talfahrt der Gefühle, bei der man einerseits ständig an seine eigene Kindheit erinnert wird und gleichzeitig alles neu aus der Perspektive des Erwachsenen erlebt.

Sechs Familienphasen beim Marathon "Großwerden"

Eltern lernen dabei auch von ihren Kindern, erleben permanent ein Stück Zukunft, die sie selber jung und auf Trab hält. Und in jeder Phase der Kindheit gilt es neue Herausforderungen zu bewältigen - sowohl für die Kleinen als auch für die Großen. Dabei lassen sich sechs große Entwicklungsabschnitte voneinander unterscheiden, die jedoch nie abrupt aufeinander folgen, sondern gleitend ineinander übergehen. Jede dieser Phasen ist für alle Beteiligten eine aufregende Zeit und kaum haben sich die Eltern mit einer Entwicklungsperiode arrangiert und können souverän als Erziehungsberechtige darauf reagieren, dann startet schon die nächste. So erlebt die ganze Familie den aufregenden Marathon "Großwerden", der über die lange Distanz von Schwangerschaft, Baby-und Kleinkindzeit, Kindergarten, Schule und Pubertät geht und an dessen Ziel schließlich ein junger Erwachsener ankommt. Das sollten Eltern über die sechs wichtigsten Entwicklungsphasen wissen, die natürlich bei jedem Kind ein wenig anders verlaufen, denn jeder Mensch ist schon von Geburt an eine individuelle Persönlichkeit mit eigenem Charakter, Fähigkeiten und Eigenschaften.


Quelle: t-online.de

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Kommentare (4)

zum Forum

Thema: "Die sechs Familienphasen: Vom ersten Ultraschall bis zum Teenie-Alarm"

Mutter schrieb: am 28. Februar 2012 um 08:15:11
(0) (0) Spannend
Wie langweilig wäre unser Leben ohne die Kinder. Täglich sind wir gefordert, neue Situationen zu meistern, eingefahrene Wege zu
verlassen. Die Aufgabe: dem Wachsen und Werden neuer Menschen beizustehen und sich am Ergebnis zu erfreuen.
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Auchndepp schrieb: am 7. Juli 2011 um 10:35:17
(2) (0) Schönes Bild
Vielen Dank für das aussagekräftige Bild. Der Vater ist da, wo er hingehört: bei der Arbeit. Was soll der Kerl in der
Familie - stört doch nur. Oder zahlt er eh schon nur noch Unterhalt? Dann ist "die Familie" endlich unter sich
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Elke schrieb: am 7. Juli 2011 um 07:19:13
(0) (0) Jugendliche
Die "beste" Phase sind die Jugendlichen/Kinder mit 16/17 Jahren. Da macht man als Eltern am meisten mit. SCHRECKLICH!

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