13.10.2008, 14:51 Uhr
Kinder sollten keine Angst vor Sand oder Matsch am Körper haben. (Bild: Archiv)
Manche Kinder reagieren sehr empfindlich darauf, wenn ihre Hände dreckig werden. Fallen sie zum Beispiel in den Sand, reicht es ihnen nicht, ihre Hände am Anorak abzuputzen. Schon kleinste Reste Sand bringen sie aus der Fassung, und oft bitten sie dann weinend einen Erwachsenen um Hilfe. "In der Situation sollte man auf den Wunsch des Kindes eingehen", sagt Michael Schnabel, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Staatsinstitut für Frühpädagogik in München. Auf lange Sicht können Eltern ihr Kind aber dabei unterstützen, etwas gelassener mit schmutzigen Händen umzugehen.
Dafür bieten sich zum Beispiel verschiedene "Matschspiele" an: Man könne etwa zusammen mit Fingerfarben malen und mit Ton oder Pappmaché basteln. "Es ist eine sehr sinnliche Erfahrung, wenn das Material zwischen den Fingern quillt", berichtet Schnabel. Dadurch würden auch Kinder, die sich zunächst zurückhalten, schnell Spaß an solchen Sachen bekommen.
"Eltern sollten auch prüfen, inwieweit sie selbst an der Einstellung des Kindes beteiligt sind", sagt Schnabel. Vielleicht legen sie großen Wert auf saubere Kleidung und setzen ihrem Nachwuchs enge Grenzen. Wichtig sei zum Beispiel, dass ihr Kind auch mal in Pfützen stampfen dürfe oder sich beim Spielen mit Sand und Wasser so richtig nass und dreckig machen kann.
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