25.10.2010, 09:10 Uhr
Produkt und Dosis mit dem Arzt besprechen. (Bild: imago) (Quelle: imago)
Die Schwangerschaft ist für den weiblichen Körper eine besondere Belastungsprobe. Im Mutterleib wächst sehr schnell ein neuer Mensch heran - und der will versorgt werden. In den Regalen von Supermärkten und Apotheken findet sich deshalb eine riesige Palette an Nahrungsergänzungsmitteln. Doch um aus der Fülle des Angebots das richtige Produkt auszuwählen, sollten werdende Mütter sich fachmännischen Rat einholen.
Schwangere sollten sich vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit ihrem Frauenarzt abstimmen. Dadurch können sie vermeiden, die falsche Dosis oder ungeeignete Stoffe einzunehmen. Darauf weist Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte in München, hin.
Während einer Schwangerschaft ist der Bedarf an bestimmten Nährstoffen wie Folsäure, Jod und Eisen besonders hoch. Da diese mit dem normalen Essen nicht immer in ausreichender Menge aufgenommen werden, sind oft ergänzende Präparate sinnvoll. Insbesondere bei einseitiger, ungesunder Ernährung, bestimmten Diäten oder Verdauungsstörungen können Nahrungsergänzungsmittel dann nach Absprache mit dem Arzt einen Ausgleich schaffen. Allerdings kann auch eine bewusste Ernährung den gestiegenen Bedarf an den meisten Nährstoffen abdecken.
Dass nicht jedes Produkt auf dem Markt als Nahrungsergänzung gut geeignet ist, zeigte zuletzt eine Untersuchung von "Öko-Test" aus dem September diesen Jahres. Viele Produkte seien mit überflüssigen, zum Teil gar mit in hoher Dosis schädlichen Inhaltsstoffen überfrachtet, so die Tester. Von 17 getesteten Nahrungsergänzungsmitteln für Schwangere bekamen im September nur vier das Qualitätsurteil "gut" oder "sehr gut", sieben waren von den Produkttestern als "ungenügend" eingestuft worden.
Quelle: t-online.de , dpa-tmn
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