02.11.2011, 09:30 Uhr | sca
Kinder haben Freude am Tabu-Bruch. (Quelle: imago)
Manche Kinder finden alles, was mit Kacke, Popo und Pups zu tun hat, wahnsinnig lustig. Die Eltern dagegen finden das meistens eher nervig, in der Öffentlichkeit manchmal auch ziemlich peinlich. Das raten Erziehungsexperten.
Statt das Kind ständig zu ermahnen, sollten Eltern die Fäkalsprache besser ignorieren - oder ab und zu einen ruhigen Hinweis dazu geben, rät der Diplom-Psychologe Andreas Engel von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) in Fürth. Kleine Kinder seien Sexualforscher und interessierten sich besonders für die Ausscheidungsorgane und ihre Produkte. "Die Kinder sind auch Sprachforscher, Worterfinder und Wortakrobaten, fasziniert von der Macht der Worte und mit Freude am Tabubruch", erklärt Engel.
Im Kindergartenalter habe die anarchische Lust an den Fäkal-Wörtern noch leicht die Oberhand, besonders wenn sie von Spielkameraden angeheizt wird. Erst allmählich lernten Kinder am Vorbild der Erwachsenen, welche Wortwahl und Sprache für die jeweilige Situation angemessen ist. Der Erziehungsberater rät daher zu Gelassenheit: "Erfahrungsgemäß wendet sich das besondere Interesse von Kindern bald neuen Gegenständen zu."
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Quelle: dpa
Intuitionspapa schrieb:
am 2. November 2011 um 12:04:13
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Ruhig Blut
Mann, sind ja alle superschlau hier! Wenn man sich ganz einfach normal verhält und gelassen damit umgeht, ist es doch auch
ü-ber-haupt kein Problem. Diesen "Tipp" hier kann man sich sparen. Es ist nämlich gar nicht das Thema der Kinder, es ist eher das der Eltern bzw. der Gesellschaft. Dass es einen solchen Tipp gibt ist doch Zeichen genug. Und ich schmunzelte, als ich beim Lesen der Kommentare meine Befürchtung bestätigt sah. Viel Spaß noch. Unsere Kinder sind unser Ebenbild.
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Jojo schrieb:
am 2. November 2011 um 10:40:09
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die bösen Worte
Wir erziehen unsere Tochter (3,5Jahre) so, dass wir Ihr erklärt haben, die Worte mit Sch... e ; A-Loch; etc. gebrauchen wir
bei uns nicht.
Sollte sich jeder mal drauf sensibilisieren; und wird merken, wie oft man versucht ist, irgendwelche Kraftausdrücke zu benutzen.
Bei uns funktioniert es gut. Wir fragen auch nach, wenn sie zum spielen "auswärts" gewesen ist, ob sie sich auch benommen hat.
Ich finde das wichtig. Und: Höflichkeit ist eine Tugend!!
den Kindern die Tageszeit beizubringen
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Henriette schrieb:
am 2. November 2011 um 10:29:06
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Phase
Hier geht es nicht darum, durch Ignorieren etwas gut zu heißen (denn es handelt sich um eine Entwicklungsphase, die fast alle Kinder
durchmachen), sondern dem dem Sprachverhalten der Kinder durch Ignorieren keine Aufmerksamkeit zu schenken und es dadurch für die Kinder uninteressant zu machen. Das hat mich antiautoritärer Erziehung oder mangelnderErziehung nichts zu tun.
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