02.09.2010, 08:54 Uhr
Ein in den USA entwickelter Babyanzug soll das Befinden von Säuglingen überwachen. (Bild: imago) (Quelle: imago)
Werden Babysitter bald überflüssig? Der Medizintechnikhersteller Exmovere hat einen neuen Babyanzug mit eingebetteten, winzigen Sensoren zur Erfassung von Biosignalen entwickelt. Der Strampler ist zwar noch nicht auf dem Markt, soll aber eine ganze Menge können.
Die Sensoren in dem neu entwickelten Strampelanzug sind mit drahtlosen Funkmodulen ausgestattet und liefern Daten über Herzschlag und Temperatur. Die Daten werden über ein Kurzstreckenfunknetz an einen PC oder ein Smartphone gesendet, berichtet der Online-Dienst Cnet. Darüber hinaus sollen über die Messung des elektrischen Hautwiderstands auch Daten über den emotionalen Zustand und das Verhalten des Säuglings abrufbar sein. Allerdings sind diese weniger präzise. Exmovere verwendet für die drahtlose Kommunikation den Zigbee-Standard, der besonders energiesparend und mit geringer Datenrate arbeitet.
Anfang 2011 sollen die ersten 1000 Exemplare des Sensor-Stramplers an Testkunden ausgeliefert werden. Preise nannte das Unternehmen nicht. Auch eine werkseigene Klinik in McLean im US-Staat Virginia wird die Technik ausprobieren. Zielmärkte für die Anzüge sind laut Exmovere Länder mit hoher Säuglingssterblichkeit sowie Staaten, die Programme zur Senkung des plötzlichen Kindstodes aufgesetzt haben.
Quelle: dapd
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