28.03.2012, 14:55 Uhr | rw; rev
Eine intensive Beziehung zum Kind ist auch für die Väter selbst eine Bereicherung. (Quelle: imago)
Die Statistiken der letzten Jahre - zum Beispiel zum Bezug von Elterngeld - zeigen, dass immer mehr Väter es als ihre natürliche Pflicht empfinden, Erziehungsaufgaben zu übernehmen. Doch daneben gibt es auch immer noch Familien, in denen ein längst überholtes Rollenbild von Vätern und Müttern vorherrscht, in dem Haushalt und Kinder vor allem eines sind: Frauensache. Frauen seien für die Kindererziehung einfach besser geeignet, hört man dann häufig aus diesen Kreisen. Experten hingegen wissen längst, wie wichtig die Rolle des Vaters für die Entwicklung von Kindern ist. Hier können Väter testen, ob sie der Verantwortung gegenüber ihren Kindern gerecht werden.
"Ich will die Väter dazu bringen, dass sie nicht erst in der dritten Ehe realisieren, dass sie wichtig für ihre Kinder sind", so der Paar- und Familientherapeut Achim Schad aus Solingen. Das heiße nicht, dass alle Väter nun auch in Teilzeit arbeiten sollen. Entscheidend für eine gute Vater-Kind-Beziehung ist nicht die Quantität sondern die Qualität der gemeinsam verbrachten Zeit. Wenn der Vater zu Hause ist, sollte er für seine Kinder auch greifbar und ansprechbar sein und sich nicht nur mit dem Hinweis auf seinen anstrengenden Job auf die Couch zurückziehen.
Wie wichtig die Orientierung an einem männlichen Vorbild, einer männlichen Bezugsperson für Kinder ist, macht Schad genauso deutlich. Untersuchungen zeigten, dass Kinder, die eine gute Beziehung zu ihren Vätern hatten, sich emotional stabiler und kognitiv besser entwickeln, so der Fachmann. Ein Grund: Väter gingen ganz anders mit Kindern um als Mütter. Diese agierten eher fürsorglich, behütend, manchmal übervorsichtig. In der Erziehung von Vätern hätten mehr Aktionen mit einer gewissen Risikobereitschaft Platz. Die Väter schafften es, sich innerlich besser von ihren Kindern abzugrenzen, sind dadurch etwas egoistischer und ermöglichen den Kindern so ganz andere Erfahrungen.
Ein Beispiel, das Schad anführt: Wenn ein Kind sich morgens nicht anziehen will, diskutieren Mütter häufig so lange, bis ihre Nerven blank liegen und sie letztlich doch zu spät in den Kindergarten kommen. Väter fackeln dagegen meist nicht lange, da sie pünktlich im Büro sein wollen. Wenn das Kind dann um acht nicht angezogen sei, gehe es eben im Schlafanzug in den Kindergarten und die Kleidung komme in den Rucksack. Wird es dann von anderen Kindern ausgelacht, könnte das eine wichtige und sehr lehrreiche Erfahrung sein.
Verstärkt wird die Bedeutung der Väter in der Erziehung dadurch, dass die Berufe in den Bereichen Erziehung und Grundschullehramt fest in weiblicher Hand sind, was in den letzten Jahren für viel Diskussionsstoff sorgte. Wenn sich dann auch noch die Väter zu Hause aus allem heraushalten, fehlt nicht selten nahezu jeder männliche Einfluss auf die Entwicklung von Kindern, bis sie ein Alter erreicht haben, in dem ganz wesentliche Verhaltens- und Denkmuster festgeschrieben sind. "Umso wichtiger ist es, dass Väter heute ihre Rolle in der Familie neu definieren", appelliert Schad an die Männer, ihre Position und ihr Verhalten innerhalb der Familie neu zu überdenken.
Klar ist dabei auch: Kinder hauptsächlich als Belastung wahrzunehmen, wäre eine einseitige und falsche Einstellung. Gerade Kleinkinder können den Alltag der Väter auf eine vorher nicht gekannte Art und Weise bereichern und ein Quell der Lebensfreude und der Entschleunigung sein. "Immer mehr Väter stellen fest, dass der Beruf nicht alles ist, dass der Kontakt zu ihren Kindern eine Bereicherung darstellt und dass Väter für die Entwicklung ihrer Kinder wichtig sind", weiß auch Experte Schad.
Je stärker sich Väter in die Kindererziehung einschalten, desto leichter kommt es aber auch zu Meinungsverschiedenheiten unter den beiden Elternteilen. Mama sagt "Hü", Papa "Hott". Das Kind ist verwirrt und zwischen den Eltern entwickeln sich häufig Spannungen. "Hier helfen klare Zuständigkeitsbereiche. Paare sollten klären, wo der Vater und wo die Mutter für die Erziehung hauptsächlich zuständig sind", rät Familientherapeut Schad. Außerdem sieht er die Mütter in der Pflicht, den Vätern auch einen Platz in der Kindererziehung freizuräumen, in den diese dann hineintreten können. Ihnen empfiehlt er: "Lasst doch den Männern ihren Stil! Davon profitiert Ihr auch. Denn wenn Ihr sie ein bisschen in Ruhe machen lasst, haben sie richtig Spaß daran, und die Kinder profitieren sehr", formuliert Schad seine Erwartung an die Mütter. "Wenn eine Mutter lernt, loszulassen, ist es nicht nur eine Entlastung für Sie, sondern gleichsam eine Bereicherung für die Vater-Kind-Beziehung."
Quelle: t-online.de
xxxcv schrieb:
am 16. Mai 2012 um 18:32:10
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mühe
Die einzige Mühe die ich mir im zusammenhang mit Kindern je gegeben habe,ist die,keine zu erzeugen.Und das ist mir ,allen Göttern sei
Dank ,bis heute gelungen.
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xxxcv schrieb:
am 3. Mai 2012 um 14:25:13
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wahn
Mein Gott ! Wie lange geht der künstliche Kinderwahn denn noch ? Man kanns ja nicht mehr hören ! Nur noch KINDER ,alle anderen
Menschen sind nur noch lästiges Beiwerk,nur geeignet diese KINDERwelt zu finanzieren. Und natürlich die "heldenhaften" Eltern. Wenn es um irgendwelche KINDERbelange geht, erlöschen alle anderen Rechte. Das beste Umfeld für Schwachköpfe,die sich Rechte herausnehmen,die sie ohne KINDER nie hätten.
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Paul schrieb:
am 2. April 2012 um 10:18:13
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Geben Sie sich als Vater genug Mühe?
Die meisten Väter, die wirklich ein Papa sein wollen, geben sich mehr Mühe als die Mütter. Mütter
brauchen ja um nichts kämpfen. Die bekommen in Deutschland leider immer noch bei einem Rechtsstereit mit dem Vater, die Kinder zugesprochen. Auch wenn es das Kind nicht will und wenn sie ihre Aufsichtspflicht stark verletzen. Wo bleibt da die Gleichberechtigung?
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