06.09.2010, 15:58 Uhr | cst
Familienarbeit wird zu wenig gewürdigt. (Bild: imago)
Familie ist "in". Für 76 Prozent der Deutschen steht die Familie an erster Stelle - gefolgt vom Freundeskreis, dem Beruf und Hobbys. Dies zeigt die "Vorwerk Familienstudie 2010". Zum sechsten Mal seit 2005 beauftragte das Familienunternehmen Vorwerk das Institut für Demoskopie Allensbach (IFD) mit einer Erhebung zum Thema "Familienarbeit". Für die repräsentative "Vorwerk Familienstudie 2010" wurden insgesamt 1.882 Personen ab 16 Jahre befragt. Ergebnis: Den Löwenanteil an der Familienarbeit tragen nach wie vor die Frauen. Die Anerkennung für die Leistungen im Haushalt und für die Familie bleibt jedoch aus.
Nur 19 Prozent der Befragten finden, dass die Leistungen für die Familie und im Haushalt genügend gewürdigt werden; 2008 waren es noch 24 Prozent. Erfreulich ist dagegen die Entwicklung der persönlich empfundenen Wertschätzung durch den Partner: Fühlten sich im Jahr 2005 lediglich 53 Prozent der Frauen anerkannt, sind es heute 65 Prozent. Die Aufgabenverteilung in Partnerschaften hat sich jedoch seit 2006 kaum verändert.
Haushaltsroutinen wie Wäsche waschen, Bügeln, Kochen und Putzen sowie die Kindererziehung sind nach wie vor Frauensache. Männer kümmern sich allenfalls um Reparaturen im Haushalt, Rasenmähen und gelegentlich auch um die Finanzen. Immerhin: Urlaube und Familienausflüge werden meist gemeinsam geplant. Auffallend ist, dass sich Männer weniger als Frauen bei der Pflege kranker und älterer Familienangehöriger einbringen.
Auch um viele Erziehungsaufgaben machen Männer noch einen großen Bogen, zum Beispiel die Betreuung der Kinder bei den Schularbeiten. Mehr Spaß macht es ihnen offensichtlich, sich bei der Freizeitgestaltung der Kinder einzubringen, vor allem dann, wenn sie damit eigene Outdoor-Interessen verbinden können, zum Beispiel Sport oder Radfahren.
An einigen wenigen Aufgaben, die bei der Haushaltsführung anfallen, beteiligen sich Männer nach übereinstimmender Aussage von Frauen und Männern heute etwas stärker als vor vier Jahren. Das sind Staubsaugen, Abwaschen sowie Lebensmittel einkaufen. Das sind auch jene drei Tätigkeiten, die Frauen, die in der Studie 2006 ihren Partnern am ehesten zutrauten.
Eine stärkere partnerschaftliche Beteiligung an der Familienarbeit stärkt das Selbstwertgefühl von Frauen. Sie fühlen sich anerkannt, verstanden, verbinden mit "Familie" seltener Stress, Verzicht, Opfer bringen müssen. Dabei geht es vielen Frauen in erster Linie gar nicht so sehr um Entlastung von Routinearbeiten im Haushalt, was viele Frauen angesichts der oft starken beruflichen Belastung ihrer Partner gar nicht von ihnen erwarten. Vielmehr geht es den Frauen vor allem um gemeinsames Überlegen, Planen, insbesondere das Teilen von Verantwortung.
Die gesellschaftliche Wertschätzung von Familienarbeit wird in Deutschland von der großen Mehrheit der Bevölkerung noch immer als unbefriedigend empfunden . Auch die partnerschaftliche Aufgabenteilung in den Familien macht nur ganz bescheidene Fortschritte. Wirklicher Wandel scheint nur in sehr langfristiger Perspektive möglich.
aus Sicht der Frauen in Prozent | aus Sicht der Männer in Prozent | |||||
Aufgaben | "Darum kümmere ich mich" | "Darum kümmert sich mein Partner" | "Beide etwa gleich" | "Darum kümmert sich meine Partnerin" | "Darum kümmere ich mich" | "Beide etwa gleich" |
Wäsche waschen | 87 | 10 | 3 | 83 | 9 | 5 |
Kochen | 81 | 10 | 9 | 73 | 14 | 11 |
Bad putzen | 81 | 16 | 1 | 73 | 10 | 14 |
Kranke Familien- mitglieder pflegen | 70 | 19 | 6 | 62 | 27 | 4 |
Lebensmittel einkaufen | 69 | 24 | 6 | 54 | 35 | 9 |
Schularbeiten betreuen | 69 | 12 | 8 | 53 | 30 | 16 |
staubsaugen | 67 | 26 | 6 | 50 | 30 | 5 |
abwaschen | 67 | 21 | 11 | 49 | 45 | 4 |
Kinder erziehen / betreuen | 64 | 32 | 13 | 47 | 40 | 6 |
Elternabende besuchen | 52 | 36 | 5 | 43 | 42 | 14 |
sich um Hobbys der Kinder kümmern | 49 | 39 | 5 | 37 | 44 | 12 |
Streit in der Familie schlichten | 40 | 45 | 7 | 20 | 55 | 20 |
sich um Finanzen kümmern | 25 | 34 | 41 | 19 | 60 | 17 |
gemeinsamen Urlaub organisieren | 21 | 63 | 14 | 18 | 29 | 53 |
sich um gemeinsame Ausflüge kümmern | 17 | 67 | 16 | 11 | 65 | 20 |
Rasen mähen | 9 | 8 | 65 | 7 | 15 | 64 |
Reparaturen im Haushalt | 7 | 10 | 83 | 5 | 6 | 89 |
Quelle: ots
Lena schrieb:
am 16. November 2010 um 16:46:57
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Vorwerk - wie unabhäging.
"Vorwerk Familienstudie 2010" wie unabhäging. Mal schaun zu welchen Ergebnissen die "O.B. Familienstudie" oder
mal die andere Seite, die "Bundesliga Familienstudie" kommt.
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nici schrieb:
am 13. September 2010 um 20:17:05
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Aburteilung
Ja natürlich habe ich eine einseitige Sichtweise. Ich habe nun einmal schmerzliche und bittere Erfahrungen gemacht und für mich
persönlich entschieden, nie wieder so etwas zu erleben. Der einzige Schutz davor ist nun einmal Verzicht auf eine Beziehung - die Angst ist ständig da. Vielleicht lässt sie irgendwann nach, aber jetzt, nach 4 Jahren ist es noch viel viel zu früh. Da kann ich auf ungerechte männliche Standgerichte gut verzichten.
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Brutus schrieb:
am 11. September 2010 um 13:14:47
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nici
Aus dem "Nähkästchen" plaudern ist nur in guten Zeiten ein Vertrauensbruch dem anderen gegenüber ? Du gehst hier ab wie Schmitt`s
Katze, nur was wissen wir alle hier über Dich ? Jammern und schlechtmachen von anderen ist die eine seite, besonders wenn diese keine Stellung dazu beziehen können !
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