15.09.2011, 12:39 Uhr
Wie kann und muss unsere Gesellschaft mit Problemkindern umgehen? (Symbolfoto: imago) (Quelle: imago)
Deutschland muss sich in den kommenden Jahren auf eine steigende Anzahl sogenannter "Problemkinder" einstellen. Beim derzeitigen Familiengerichtstag in Brühl befasst sich damit Ulrike Sachenbacher, Familienrichterin am AmtsgerichtMünchen. "1999 waren es 15.561 stationäre Aufnahmen in der geschlossenen Kinder- und Jugendpsychiatrie deutschlandweit und 2009 schon 43.087", sagt Sachenbacher.
In Brühl diskutieren Juristen über familienrechtliche und gesellschaftliche Probleme. Für die Zunahme von Störungen bei Kindern und Jugendlichen gebe es mehrere Gründe, sagt Sachenbacher. "Immer mehr Familien zerfleddern." Dazu komme übermäßiger Medienkonsum. "Viele Jugendliche sitzen unkontrolliert vor dem Computer und können dies nicht mehr verarbeiten." Auch wachsende Armut spiele eine Rolle.
"Ich habe viel mit psychischen Erkrankungen und Verwahrlosungsfällen in den Familien zu tun", sagte sie. "Kinder erscheinen dann mit falscher Kleidung und zu wenig Essen in den Kindergärten oder die Mutter ist schon betrunken, wenn sie die Kinder abgibt." Helfen könne nur ein frühzeitiges Erkennen von Auffälligkeiten im Kindergarten- oder Grundschulalter: "Um entweder die Kompetenz der Eltern zu fördern oder ihnen effektive Hilfe zur Verfügung zu stellen."
Geschehe dies nicht in frühen Jahren, werde es mit zunehmenden Alter zum Problem - auch für die Gesellschaft. "Wird der Förderbedarf eines Kindes früh erkannt, vermeidet man sehr viel an Jugendkriminalität in der Pubertät und späteren Kosten für die Gesellschaft."
Quelle: dpa
hierzulande schrieb:
am 29. März 2012 um 20:43:40
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Problemkinder
Wer hat denn nun Schuld ist liebe Leser und Schreiber? Wahrlich brisantes Thema.Erkennen wir die Schuld bestenfalls an uns
selbst könnten einige Kinder eine echte Chance bekommen.Doch ist es so leicht die Schuld extern als angenehmer zu empfinden.
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Susa schrieb:
am 30. September 2011 um 11:18:27
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Problemkinder / Verwahrlosung
Vermutlich liegt es daran, dass es uns allen zu gut geht. In der Generation meiner Großeltern waren 6 Kinder
in einer Familie das Minimum, 8 Kinder waren Standard und 10 oder 12 Kinder auch keine Seltenheit. Die Menschen waren sehr arm, die Kinder mussten von klein auf schwer arbeiten und hatten oft nicht mal genug zu essen, aber eine Verwahrlosung, wie sie heute in vielen Familien der Fall ist, gab es damals nicht, auch nicht bei den Ärmsten. Das sollte uns zu denken geben.
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püppi schrieb:
am 29. September 2011 um 14:54:38
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Problemkinder
Wundert mich nicht , es ist nicht leicht nach dem Job sich um die Belange der Kinder zu kümmern wenn nebenbei der Haushalt
noch wartet. Da verfällt die perfekteste Mutter dem Wunsch das Kind vor Fernseher oder Konsole zu parken. Längere Arbeitszeiten, mehr Leistungsdruck, aber zusätzlich immer ein offenes Ohr für die Kinder...Auch mit 14 brauchen Kinder noch einen Ansprechpartner , nur ist der politisch gewollt wegrationalisiert.
Aber mit einem 3 J. kann man doch Vollzeit arbeiten, oder ???
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