Künftig soll es Betreuungsgeld für Familien geben, die von ihrem ab 2013 geltenden Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz keinen Gebrauch machen. (Foto: imago)
Die FDP hat die im Koalitionsvertrag vereinbarte Einführung eines Betreuungsgeldes erneut infrage gestellt. Der Parteivorsitzende Philipp Rösler sagt: "Die Haushaltslage ist angespannt, und deshalb gehört das Betreuungsgeld noch einmal auf den Prüfstand." Die CSU nennt die staatliche Geldleistung für Mütter, die ihre Kinder zu Hause betreuen und nicht in die Kita geben, dagegen "unabdingbar notwendig". In der Union ging indes der Streit um die Weiterzahlung des Elterngeldes weiter.
Auch die neue Saar-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) ist gegen ein Betreuungsgeld für Eltern mit Kleinkindern in der geplanten Form. Sie stehe im Gegensatz zu ihrem Vorgänger Peter Müller (CDU) dieser Familienleistung "skeptisch gegenüber". Es würden mehr Krippenplätze gebraucht als ursprünglich geplant - es werde also teurer. Zudem würden gerade die Kinder, die eine Förderung besonders nötig hätten, dann zu Hause bleiben. Kramp-Karrenbauer schlug als Kompromiss vor, das Geld für eine bessere Existenzsicherung der Mütter zu verwenden - zum Beispiel für ihre Altersvorsorge oder ihre Weiterbildung.
Nach den bisherigen Plänen der Bundesregierung sollen die Familien künftig ein Betreuungsgeld von 150 Euro monatlich als Geldleistung bekommen, die von ihrem ab 2013 geltenden Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz keinen Gebrauch machen. Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) sorgt indes mit seinem Vorstoß, das Elterngeld nach 2013 auf den Prüfstand zu stellen, für Unmut in der Union. "Der Erfolg des Elterngeldes lässt sich nicht nach kurzer Zeit unmittelbar an der Geburtenrate ablesen", so Kramp-Karrenbauer. Die Leistung sei dennoch richtig, "weil sie jungen Familien ermöglicht, Kinder und Beruf in Einklang zu bringen". Der Chef der Jungen Gruppe der Unionsfraktion im Bundestag, Marco Wanderwitz (CDU), und CSU-Vizegeneralsekretärin Dorothee Bär erklären, das Elterngeld sei "einer der zentralen Bausteine der Familienpolitik der Union". Es müsse "zumindest in der bestehenden Weise fortgeführt werden".
Unterstützung erhielt Kauder dagegen vom parlamentarischen Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Stefan Müller. "Mit Milliardeninvestitionen für Elterngeld und Vätermonate kann sich der Staat eine höhere Geburtenrate nicht erkaufen", sagt Müller.
Das Elterngeld gilt als Prestigeobjekt der ehemaligen Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) und kostet rund vier Milliarden Euro im Jahr. Nach der Geburt eines Kindes können beide Elternteile zusammengerechnet 14 Monate mit der Arbeit aussetzen.
Quelle: dpa
susa schrieb:
am 26. August 2011 um 11:36:15
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FDP
erstaunlicher WEise ist das die selbe Partei die für Steuerkürzungen ist... fehlt also doch das Geld dafür und wo anders muss gekürzt werden...
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H. Müller schrieb:
am 26. August 2011 um 00:19:06
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Geld für die Mütter/Väter!!!
Elternteile die zu hause bleiben, geben sich doch für die Kinder auf und später haben sie meistens noch
Probleme wieder einen Job zu finden oder können nur halbtags arbeiten, also zahlen wenig in ihre Rente. Erst aufopfern, um dann in Altersarmut zu gehen? Ich finde deshalb, dass etwas für die Mütter/Väter im Bereich Altersvorsorge (Rente, Haus) getan werden sollte. Ich mein, sieht euch den Beitrag an: http://eltern.t-online.de/gehalt-so-viel-muesste-eine-mutter-verdienen/id_48316662/index
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Kai schrieb:
am 25. August 2011 um 11:45:27
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alternative auch nicht schlecht
Die Alternative von Kramp-Karrenbauer ist auch nicht schlecht. Eine bessere Altersvorsorge für das
Elternteil ist sicher noch viel besser. Wie schön ist es doch für das Kind da zu sein, aber die Angst dadurch eben in die Altersarmut zu kommen ist natürlich auch da. Gut also, wenn das Elternteil welches zuhause bleibt, diese Zeit auch besser angerechnet bekommen. Zudem wäre auch eine bessere Eingliederung in Arbeitswelt interessant, da sie ja wahrscheinlich trotzdem nur halbtags gehen können.
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