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Fieber: Was hilft bei Fieberkrämpfen?

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Was hilft bei Fieberkrämpfen?

21.05.2010, 13:17 Uhr | iri

Zwei Baby-Notarztwagen.

Häufig muss bei Fieberkrämpfen der Notarzt gerufen werden. (Bild: dpa)

Fieber bei Kindern ist nichts Ungewöhnliches. Ob nach einer Impfung, während einer Erkältung oder eines Magen-Darm-Infektes, der Körper versucht mit Fieber das Immunsystem anzukurbeln und Krankheitserreger abzuwehren. Meist vergeht das Fieber so schnell wie es gekommen ist, aber was tun, wenn es nicht runtergeht oder sogar Fieberkrämpfe auftreten? Was sind überhaupt Fieberkrämpfe? Wie gefährlich sie sind und was Eltern dabei beachten sollten, erfahren Sie hier.

Wann treten Fieberkrämpfe auf?

Zwei bis fünf Prozent aller Kinder im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren neigen zu Fieberkrämpfen. Am häufigsten sind sie im zweiten Lebensjahr, Jungs sind etwas öfter betroffen als Mädchen. Bei etwa 25 Prozent dieser Kinder sind bereits im engeren Familienkreis Fieberkrämpfe aufgetreten. Eine ererbte Veranlagung ist daher in vielen Fällen anzunehmen. Neben dieser erblichen Ursache ist vor allem die Geschwindigkeit des Fieberanstiegs entscheidend für das Auslösen eines Fieberkrampfes, die tatsächliche Höhe des Fiebers hingegen scheint eher nebensächlich zu sein. In der Regel sind diese Krampfanfälle von kurzer Dauer und treten einmalig auf. Das Risiko, dass das Kind einen Rückfall erleidet, ist dann am größten, wenn eine erbliche Vorbelastung besteht, es häufig Fieber hat und die Körpertemperatur beim ersten Fieberkrampf unter 39 Grad Celsius war.

Welche Symptome sind typisch?

Bei einem Fieberkrampf verliert das Kind zunächst meist für kurze Zeit das Bewusstsein, es kommt zu Muskelzuckungen und -krämpfen am ganzen Körper, Schmerzen hat es hierbei keine. Die Atmung verlangsamt sich und die Haut kann sich blau verfärben. Häufig dauert so ein Anfall nur ein paar Minuten, dann erschlafft der Körper, die normale Hautfarbe kommt zurück und das Kind ist völlig entkräftet und müde. An den Fieberkrampf erinnert sich das Kind oft gar nicht.

Wie sollten sich Eltern verhalten?

Oberstes Gebot bei einem Fieberkrampf: Ruhe bewahren! Das krampfende Kind sollte weich gelagert werden, am besten auf einem Bett oder einer Decke, die Kleidung sollte gelockert werden. Fiebersenkende Maßnahmen wie beispielsweise Wadenwickel sollten eingeleitet werden. Es sollte nicht versucht werden, die Zuckungen zu unterdrücken. Wenn sich das Kind erbricht, muss es in die stabile Seitenlage gebracht werden, damit es sich nicht verschluckt. Ist es der erste Fieberkrampf sollte direkt danach ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache des Krampfes klären. Wenn der Anfall länger als ein paar Minuten dauert, muss ein Notarzt gerufen werden.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Während des Anfalls kann der Arzt krampflösende und fiebersenkende Mittel geben. Gerade bei Kindern, die wiederholt Fieberkrämpfe haben, ist es hilfreich, wenn die Eltern Diazepam-Zäpfchen im Haus haben und bei Bedarf verabreichen, es hemmt bereits nach wenigen Minuten die Krämpfe. Wenn das Kind nach fünf Minuten immer noch krampft, kann ein weiteres Zäpfchen gegeben werden. Die mögliche Höchstmenge sollte je nach Kind und Art der Anfälle mit dem Arzt vereinbart werden. Das Kind sollte bei hohem Fieber abgekühlt werden, entweder indem es entkleidet und nur mit einem dünnen Laken bedeckt wird, mit Wadenwickeln oder mit fiebersenkenden Medikamenten wie beispielsweise Paracetamol.

Wie kann man vorbeugen?

Zur Vorbeugung weiterer Anfälle sollte nach einem Fieberkrampf im Abstand von maximal drei Stunden Fieber gemessen werden und plötzliche Temperaturanstiege, mit Hilfe oben genannter Praktiken wie zum Beispiel Wadenwickeln vermieden werden. Generell sollte bei Infekten regelmäßig die Temperatur gemessen und auf erste Anzeichen eines möglichen Krampfes geachtet werden. Das Kind sollte viel Wasser trinken und auch die mehrfach erwähnten altbewährten Waden- oder Brustwickel können vorbeugen. Bei einer Körpertemperatur über 38,5 Grad Celsius sollten fiebersenkende Medikamente gegeben werden, um einen plötzlichen Temperaturanstieg und damit einhergehenden Fieberkrampf zu verhindern. Diazepam-Zäpfchen sollten nicht zur Vorbeugung verwendet werden, denn in Studien hat sich gezeigt, dass damit keine Fieberkrampfverminderung erreicht werden kann, sie helfen nur bei akuten Anfällen. Allerdings werden etwa 30 Prozent der Kinder trotzdem rückfällig und bekommen bei Infekten zwei oder mehr Krampfanfälle, mit circa sechs Jahren hören diese Krämpfe aber normalerweise auf.

Welche Folgen können Fieberkrämpfe haben?

Fieberkrämpfe sehen zwar recht beunruhigend aus, sind aber in der Regel harmlos. Es entstehen sehr selten bleibende Schäden im Gehirn des Kindes. Nur wenn die Krämpfe sehr lang anhalten, in kurzen Abständen immer wieder auftreten oder Epilepsie in der Familie vorkommt, könnten möglicherweise Schädigungen oder Funktionsstörungen im Gehirn auftreten. Ein Besuch beim Arzt nach einem Krampfanfall ist zur Ursachenforschung beziehungsweise richtigen Behandlung daher unerlässlich.


Quelle: t-online.de

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Kommentare (7)

zum Forum

Thema: "Fieber: Was hilft bei Fieberkrämpfen?"

Thomas schrieb: am 3. Juli 2010 um 20:33:01
(0) (0) Fieberkrampf
Hallo Gaby nein die Studie wurde nicht geändert, man ist sich nicht 100% sicher. Es besteht laut Studien einfach eine erhöhte
Familiäre veranlagung. Es ist nicht nachgewiesen, ob es vererbbar ist. Das ist der feine Unterschied !
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Thomas schrieb: am 3. Juli 2010 um 20:28:05
(0) (0) Fieberkrampf
Hallo eigentlich sind Fieberkrämpfe mit neun Jahren eher untüpisch, haben Sie das mal näher untersuchen lassen ?

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Ich schrieb: am 31. Mai 2010 um 15:38:17
(0) (0) Fieberkrämpfe
Meine Tochter hatte mit 1, 2 und 9 Jahren jeweils Fieberkrämpfe, der erste wurde sogar als komplizierter (wiederholter)
Fieberkrampf diagnostiziert. Es ist die Hölle, die man dabei mitmacht. Jedesmal wenn Fieber, Erkältung usw. im Anmarsch sind, gibts bei mir kein schlafen mehr, alle Viertelstunde wird nachgesehen, ob alles in Ordnung ist. Auch jetzt noch, mit 13 Jahren. Fieberkrämpfe sind niemanden zu wünschen, nicht einmal dem ärgsten Feind.
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