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Folsäure: Haben Sie genug Vitamin B9 intus?

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Haben Sie genug Folsäure intus?

08.10.2008, 14:34 Uhr | bri/ug/dpa

Möhren liefern Folsäure. (Foto: imago)Möhren liefern Folsäure. (Foto: imago)Es ist das oft unterschätzte Vitamin - Folsäure oder Vitamin B9. Wer es überhaupt kennt, meint oft, es sei nur für Schwangere wichtig. Doch Vitamin B9 kann eine ganze Menge mehr: Es ist an der Bildung roter Blutkörperchen beteiligt und unterstützt den Körper beim Abbau der Aminosäure Homocystein. Diese entsteht im Körper und kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Alzheimer begünstigen. Mit einem Test vom Deutschen Grünen Kreuz können Sie herausfinden, wie gut Sie mit Folsäure versorgt sind.

Test Sind Sie gut mit Folsäure versorgt?

Mangel ist gefährlich für Schwangere

Für werdende Mütter beträgt der empfohlene Folsäure-Wert 600 Mikrogramm. Der Grund: Folsäuremangel in der Schwangerschaft kann die Entwicklung des Embryos behindern und Schäden am zentralen Nervensystem auslösen. Folgen dieses so genannten Neuralrohrdefekts können Fehlbildungen von Wirbelsäule, Rückenmark und Gehirn sein. Der „offene Rücken“ gehört zu den bekanntesten Symptomen. Daher empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Schwangeren und Frauen, die beabsichtigen Mutter zu werden, täglich eine Dosis von etwa 600 Mikrogramm Folsäure vorbeugend einzunehmen.

Folsäure macht Spermien fit

Auch Männer können von Folsäure profitieren und die Qualität ihrer Spermien verbessern. Forscher der Universität Berkeley in den USA untersuchten die Ernährungsgewohnheiten sowie die Spermien von 97 Männern im Alter von 22 bis 80 Jahren. Sie fanden heraus, dass eine folsäurearme Ernährung die Zahl defekter Spermien steigert. Befruchten diese die Eizelle, kann das Kind mit Schäden zur Welt kommen. Nimmt der Mann verstärkt Folsäure zu sich, kann er dem entgegenwirken, da sich durch die Einnahme die Anzahl der beschädigten Spermien bis zu 30 Prozent verringert, sagen die Forscher.

Empfindliche Lebensmittel mit Folsäure

“Gute Folatlieferanten sind grünes Blattgemüse wie Spinat, weiterhin Kohlarten, Tomaten und Gurken sowie Orangen, Brot und Backwaren aus Vollkornmehl, Leber, Milchprodukte und Eier", so die DGE. Das Problem: Die in diesen Lebensmitteln vorkommenden Folsäureverbindungen, die so genannten Folate, sind extrem empfindlich gegen Hitze und Luft. Längeres Lagern oder Kochen zerstört den wertvollen Inhaltsstoff schnell. Daher rät die DGE, „täglich mindestens zwei bis drei Portionen Gemüse und Salate zu verzehren. Bei der Zubereitung sollte man darauf achten, das Gemüse nur kurz zu waschen, zu dünsten statt zu kochen und nicht länger warm zu halten.“

Gemüse oder geeignete Pillen?

„Folsäure in Tabletten oder Pillen wird schneller verwertet als die natürlichen Folate aus der Nahrung“, so Stiftung Warentest in der November07-Ausgabe der Zeitschrift "Test". Die Untersuchung von 14 häufig verkauften Präparaten zeigt jedoch, dass „nur die "Folsäure ratiopharm 400 Mikrogramm" uneingeschränkt empfehlenswert ist“, so die Tester. „Die anderen Mittel überschreiten mit ihrer Dosierung oder Einnahmeempfehlung die Zufuhrempfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung.“ Auch die DGE rät: „Um die Folatversorgung in der Gesamtbevölkerung zu verbessern, eignen sich folsäurehaltige Nahrungsergänzungsmittel nicht.“ Um einen Mangel vorzubeugen empfehlen die Ernährungsexperten den vermehrten Verzehr von Gemüse, Obst und Vollkornprodukten.

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bri/ug/dpa  

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