20.07.2011, 10:54 Uhr | Jenni Zwick
Gerade die erste Zeit mit Baby ist hochsensibel. (Bild: Imago) (Quelle: imago)
Endlich ist das Baby da - und plötzlich steht das Telefon nicht mehr still, die Verwandten kommen "mal kurz" vorbei und Freunde bringen schicke Geschenke. Doch gerade die erste Zeit mit Baby ist hochsensibel und die frischgebackenen Eltern brauchen vor allem eins: Ruhe. Wir zeigen Ihnen, wie Sie junge Familien nach der Geburt unterstützen können und was Sie besser tunlichst vermeiden sollten.
Schon im Geburtsvorbereitungskurs warnen Hebammen häufig vor Überforderung nach der Geburt. Und zwar nicht, weil die jungen Eltern mit ihrem Nachwuchs nicht zurechtkommen - nein, weil plötzlich jeder, von der Nachbarin bis zur Friseurin, das Baby sehen möchte und die Eltern mit Fragen zu eventuellen Dammschnitten, Geburtsgewicht des Kindes und Stillerfolgen nervt. Eine Geschichte zur eigenen Geburt gibt's gratis dazu - egal ob man diese auch wirklich hören möchte. Schottet sich das Paar nicht rechtzeitig ab, ist es schnell passiert - die Eltern sind überfordert und befinden sich in einer Zwickmühle - schließlich möchten sie niemanden vor den Kopf stoßen. Häufige Folgen: Milchstau, Krankheiten, Erschöpfungszustände.
Babys mögen es gern gelassen. In der Anfangszeit klappt es selten sofort mit "der natürlichsten Sache der Welt" - zu nervös sind Mutter und Kind, vor allem, wenn beim Anlegen die Schwiegermutter neben dem Bett sitzt und lautstark Tipps gibt. Prompt wird das Baby unruhig und die Mutter nervös. Vielen ist nicht bewusst, dass das Saugen schwere Arbeit für ein Neugeborenes ist, was in Ruhe erlernt werden will. Auch das Telefon neben dem Bett behindert eine entspannte und angenehme Atmosphäre - denn sind Mutter und Kind gerade eingeschlafen, klingelt bestimmt just in diesem Augenblick das Telefon. Zu viel Trubel strengt die Familie einfach an. Am schönsten ist es, wenn sich die Familie deshalb anfangs in ein ruhiges, ungestörtes Kuschelnest zurückzieht und im Vorfeld Verwandten und Freunden auf ein, zwei Wochen nach der Geburt vertröstet. Nehmen Sie dies als Freundin, Tante oder Großvater bitte nicht persönlich - die junge Familie freut sich bestimmt über Ihren Besuch - nur eben etwas später.
Für viele frischgebackene Eltern ist die Umstellung von zwei zu drei doch überraschend schwierig. Haben sie einen guten Geburtsvorbereitungskurs besucht, sind sie auf manche Dinge vorbereitet. Beispielsweise, dass es mit dem Stillen lernen doch etwas länger dauern kann; dass sich Mutter und Kind von Besuch erstmal überfordert fühlt; dass Papa alle Anrufe annehmen muss, um seiner Partnerin den Rücken frei zu halten; dass Papa aber vielleicht auch mal eine Auszeit braucht und sich freut, abends die "Füßchen zu begießen" und Mama einfach ihre Ruhe haben möchte und vieles mehr. Doch auf Elternsein kann sich niemand wirklich vorbereiten. Unterstützen Sie deshalb das Paar, indem Sie anbieten einkaufen zu gehen, frisch Gekochtes vorbeizubringen oder auch mal die Küche zu putzen. Haben Sie vor der Geburt schon mit Ihren Freunden, Ihrer Tochter, Schwiegertochter oder Ihrem Neffen besprochen, wie Hilfe nach der Geburt aussehen kann, finden Sie bestimmt eine Möglichkeit, sich einzubringen und Anteil an dem jungen Familienglück zu nehmen.
Quelle: t-online.de
Sandra schrieb:
am 28. Mai 2011 um 10:36:44
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Besuch
Bei mir war es nicht ganz so aber ich hab es hin bekommen. Mein Mann hat einfach alle die sich unseren Sohn ansehen wollten ins
Krankenhaus eingeladen da war ich ganz schön baff wie die ganze Verwantschaft am Bett stand. Danach sagte er das wir drei erst einmal mind. 2 Wochen ruhe brauchen und wem das nicht passt hat pech. Natürlich Klingelte regelmäßig das Tel. Aber nach 2 Tagen hab ich den Stecker gezogen das war mir dann auch zu viel. Da nach konnten wir 3 so richtig entspannen und es war
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nici schrieb:
am 6. Juni 2010 um 10:40:47
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Genau
So sehe ich das auch. Ich ahnte im Voraus, was mir blüht und habe mir Verwandtenbesuche verbeten. Schwiegermutter war sauer, sie
wollte nicht einsehen, dass es anstrengend ist, am ersten Tag zu Hause noch gleich die ganze Verwandtschaft mit Kaffee und Kuchen zu bewirten , bei ihr sei das so gewesen. Ich habe es trotzdem durchgezogen und es war richtig!
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Michaela schrieb:
am 4. Juni 2010 um 10:02:34
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Absolut richtig
Das kann ich nur bestätigen. In den ersten Wochen ist man einfach nur mit sich und dem Baby beschäftigt. Auch das
Geburtserlebnis muß emotional noch verarbeitet werden. Die Geburt des ersten Kindes haut einen nämlich ganz schön aus der Bahn - aber es ist das tollste Erlebnis und stellt alle bisherigen Höhepunkte in den Schatten. Diese Wochen gehören nur Mama, Papa und Baby. Das sollte jeder respektieren und sich zurückhalten. Zum Glück hat meine Hebamme das bereits im Voraus gesagt.
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