22.06.2011, 10:56 Uhr
Vor allem in Ostdeutschland ist die Zahl der Geburten seit der Wiedervereinigung stark zurückgegangen. (Bild: imago)
Seit der Wiedervereinigung werden in Deutschland deutlich weniger Babys geboren. So kamen im Jahr 2009 bis zu 72 Prozent weniger Kinder zur Welt als 1990. Im Bundesdurchschnitt brach die Geburtenzahl im Vergleichszeitraum um 26 Prozent ein, wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden mitteilte. Die regionalen Unterschiede sind erheblich.
In 22 ostdeutschen Städten und Landkreisen hat sich die Geburtenzahl im Vergleichszeitraum halbiert. Am stärksten ist der Rückgang in der thüringischen Stadt Suhl mit 72 Prozent, gefolgt vom brandenburgischen Kreis Prignitz (minus 60 Prozent) und dem Kreis Uecker-Randow (Mecklenburg-Vorpommern/minus 59 Prozent).
Doch auch in vielen Regionen Westdeutschlands kamen 40 Prozent weniger Kinder zur Welt. "Die Abwanderung junger Menschen, und hier insbesondere von jungen Frauen, hat den Mangel an potenziellen Eltern in vielen Regionen noch verstärkt", sagte Stephan Kühntopf vom BiB.
Nur in neun der insgesamt 412 Städte und Kreise wurden mehr Kinder geboren. An deren Spitze liegt Frankfurt am Main (plus 16 Prozent), gefolgt von München (13 Prozent) und Regensburg (10 Prozent).
Außer in Dresden (plus ein Prozent) haben 2009 nur westdeutsche Städte und Kreise mit einem attraktivem Ausbildungs- und Arbeitsplatzangebot mehr Neugeborene gezählt als 1990. "Sie profitierten von Zuwanderungsgewinnen aus dem In- und Ausland sowie von einer relativ jungen Bevölkerungsstruktur", heißt es in der Mitteilung des BiB. Zu den Gewinnern gehören auch der Landkreis München (plus sechs Prozent), die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden (fünf Prozent) sowie Darmstadt (zwei Prozent).
Hauptursache für den starken Geburtenrückgang ist die kleiner gewordene Elterngeneration. Die Forscher haben aber auch zwei extreme Jahre verglichen: Um 1990 waren die starken Jahrgänge der "Babyboomer" im besten Gebäralter und brachten wiederum viele Kinder zur Welt. 2009 hat die Zahl der Geburten einen Tiefststand erreicht, der 2010 dem Statistischen Bundesamt zufolge zumindest wieder leicht gestiegen ist: um 1,9 Prozent auf 678.000.
Quelle: dpa
P. Schmidt schrieb:
am 26. Juni 2011 um 00:31:10
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Geburtenrate
zum einen ist es sehr gut, das es weniger Kinder gibt. Die Welt ist viel zu überbevölkert. Irgendjemand muß als Vorbild
anfangen. Wäre unser Rentensystem auf Kapitaldeckung aufgebaut statt blödsinnigerweise auf ein Umlageverfahren, gäbe es auch überhaupt keine Probleme.
Die Ursache ist aber nicht die Klugheit der Menschen: In Ländern in denen die Frauen immer weniger fraulich sind, wird es mit der Empfängnis eben schwieriger, egal wie verweiblicht die Männer werden.
Mehr Geld vom Saat, weniger K
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CT schrieb:
am 23. Juni 2011 um 18:55:29
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Geburtenrate
Es ist nicht nur die kleiner gewordene Elterngeneration, sondern vor allem die soziale und finanzielle Unsicherheit, wo man sich
dreimal überlegt, ob man aus dem Arbeits- und Verdienstleben rausfliegen will oder den Fuß da nicht wieder reinkriegen wird. Kinder sind in Deutschland fast immer ein Armutsrisiko. Desweiteren sind die Bildungspolitik und die fehlende Kinderbetreuung mitschuld. Und dann noch prekäre Arbeitsverhältnisse, Hungerlöhne und gerade im Westen die Wohnungssituation.
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Peter § schrieb:
am 23. Juni 2011 um 11:37:01
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Bevölkerungsschwund
Könnte es nicht ein Vorteil sein Deutschland hätte in 20 Jahren nur noch 70 Millionen Einwohner ? Weltweit 2
Milliarden weniger wäre doch auch kein Nachteil,oder Irre ich da ? Komm mir jetzt keiner wer bezahlt dann die Renten, diese System ist nur auf Überbevölkerung ausgelegt die wir uns nicht leisten können.
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