30.09.2011, 09:14 Uhr | tze, rev
Mütter üben mehrere Berufe gleichzeitig aus. (Foto: imago)
Eine Mutter hat viele Berufe. Sie ist Erzieherin, Krankenschwester, Köchin, Wäsche- und Reinigungsfachkraft, Chauffeurin in einer Person. Alleine für das Kochen und Putzen müssten Mütter einen durchschnittliches Gehalt von 42.000 Euro pro Jahr erhalten. Das geht aus einer Umfrage des britischen Mobilnetzbetreibers "3" hervor.
Der Mobilnetzbetreiber befragte in Großbritannien 3000 Müttern mit einem Kind unter 16 Jahren nach ihrem Arbeitspensum. Das Ergebnis: Mütter sind wöchentlich rund 70 Stunden für die Familie im Einsatz - das ist mehr als das Pensum eines Assistenzarztes. Am meisten Zeit verschlingen Putzen und Kochen. Laut Umfrage sind Mütter damit im Schnitt eine Stunde und neun Minuten lang beschäftigt. Dazu kommen je etwa eine Stunde für Aufräumen und Wäsche. Nicht zu vergessen sind die Zeit für die Hausaufgabenbetreuung und das Zubettbringen der Kinder. Würde man den - in Großbritannien üblichen - Stundenlohn für Kochen und Putzen ansetzen, müssten Mütter mit 42.000 Euro im Jahr entlohnt werden, heißt es. Das entspricht zwölf Monatsgehältern von je 3500 Euro.
Vergleichswerte für Deutschland bietet beispielsweise die aktuellste Verdienststrukturerhebung des Statistischen Bundesamtes mit Daten von 2006. Demnach bekommt eine angestellten Haushälterin einen durchschnittlichen Stundenlohn von 10,12 Euro. Das ergibt ein Monatsgehalt von 1619 Euro bei einer 38,5-Stunden-Woche. Einen weiteren Anhaltspunkt findet man in der Tarifdatenbank des Statistischen Bundesamtes. Daraus geht hervor, dass einer fachlich qualifizierten Hauswirtschafterin, beziehungsweise Köchin oder Kinderpflegerin, nach aktuellem Manteltarifvertrag in Bayern ein Monatsverdienst von 1636 Euro zusteht. Hochgerechnet auf eine 70-Stunden-Woche entspricht dies rund 2975 Euro im Monat und 35.700 Euro im Jahr.
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Doch die Arbeit einer Mutter beschränkt sich nicht nur auf Haushalt und Kinderversorgung. Laut einer Studie der amerikanischen Internetseite Salary.com umfasst die Arbeit einer Hausfrau mit Kindern auch Tätigkeiten wie Nachhilfelehrerin, Computerfachfrau, Gärtnerin, Hausmeisterin, Chauffeurin, Psychologin und Unternehmenschefin. Salary.com hatte 2006 anhand der Durchschnittslöhne für diese Berufsfelder und den durchschnittlichen Arbeitszeiten von Müttern festgestellt, dass eine "Vollzeitmutter" mit mindestens einem Kind unter 15 Jahren für all diese Tätigkeiten ein Jahresgehalt von 134.121 Dollar beziehen müsste, was derzeit rund 93.482 Euro entspricht. Eine Mutter, die zudem noch einem regulären Job nachgeht, müsste zusätzlich zu ihrem tatsächlichen Gehalt noch fast 60.000 Euro erhalten. Ein solcher Lohn entspricht in etwa dem Gehalt von Werbemanagern, Marketingchefs oder Richtern und fällt vor allem wegen einbezogener Nacht- und Wochenendzuschläge so hoch aus.
Wie flexibel eine Mutter im Alltag sein muss, zeigt unsere Tabelle. Die von Salary.com einbezogenen Tätigkeiten wurden hier noch ergänzt durch Krankenschwester, Eventmanagerin und Einkäuferin. Die Tätigkeit der Psychologin fällt hier nun neben anderen Tätigkeiten unter das Aufgabenfeld der Erzieherin. Mit Hilfe der durchschnittlichen Stundenlöhne ließe sich berechnen, wie viel die Arbeit einer Mutter auf dem deutschen Arbeitsmarkt wert wäre.
Das Beispiel eines fiktiven, aber realistischen Wochentages einer Mutter mit zwei Kindern, ein neunjähriger Sohn, der in die dritte Klasse geht und ein vierjähriger Sohn, der den Kindergarten besucht, zeigt, dass Mütter zwischen vielen Tätigkeiten wechseln und einen langen Arbeitstag haben. Die Grundschule des ältesten Sohnes endet um 13 Uhr, der Kindergarten um 12:30 Uhr. Schwer darzustellen bleibt aber, dass Mütter oft vieles gleichzeitig tun.
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Quelle: Pressetext
mutti+niedriglohnjob schrieb:
am 9. November 2011 um 18:01:45
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@nurhausfrau
wie recht du hast!!!aber einige wollen unbedingt das klischee erfüllen das viele von frauen haben!leider.
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lilli schrieb:
am 7. Oktober 2011 um 13:51:01
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NUR-Hausfrau
ok, dann nehmen wir das o.g. Gehalt, und stellen dann folgende Sachen in Rechnung: Miete, Nahrung, Kleidung, Strom-Wasser,
Urlaub, Auto, Krankenversicherung, Friseuer usw. Ich denk, dann kommen wir wieder bei null an. Ausserdem hat der Alleinverdienend nur Steuerklasse drei - also auch Ersparniss. Diese NUR-Hausfrauen regen mich mit ihrem Gejammere auf, sollen mal nachdenken, dass es Luxus ist eine NUR-Hausfrau zu sein und sich mal den Tag einer berufstätigen Mutti anschauen
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Köhler schrieb:
am 5. Oktober 2011 um 22:59:13
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@Nele
Bei würdest Du auch was kriegen, nämlich die Kündigung und sofortige Sperrung sämtlicher Sachbezüge und geldwerter Vorteile.
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