17.11.2009, 14:57 Uhr | ots
Benachteiligte Kinder leiden am meisten unter der Finanzkrise. (Bild: Imago) (Quelle: imago)
Benachteiligte Kinder werden durch die Auswirkungen der Finanzkrise beziehungsweise wirtschaftlichen Entwicklung leiden! Davon sind 55 Prozent der Deutschen überzeugt. 67 Prozent empfinden dies als nicht gerecht. 73 Prozent gehen davon aus, dass es künftig vor allem im Bereich Bildung und Ausbildung der Kinder Einschränkungen geben wird. Die Zahlen sind Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die die GfK in Nürnberg aktuell für die SOS-Kinderdorf-Stiftung unter 1000 Personen durchgeführt hat.
Auf die Frage wie sich die privaten und öffentlichen Zuwendungen für die Unterstützung bedürftiger Menschen allgemein entwickeln werden, prognostizieren fast 70 Prozent einen Rückgang. Die Deutschen sehen daher die Notwendigkeit, zu helfen: 80 Prozent können sich vorstellen, zu spenden oder zu stiften. Dabei zeigt sich, dass für die, die sich Zustiften vorstellen können, die dauerhafte Hilfe der ausschlaggebende Aspekt ist (44 Prozent). "Zukunft ist eben nicht nur morgen", erläutert Elke Tesarczyk, Vorstandsvorsitzende der SOS-Kinderdorf-Stiftung. "Genau deshalb sind Zuwendungen in eine Stiftung so wichtig. Die Beträge werden dem Kapital hinzugefügt und verbleiben dort. Mit den jeweils erwirtschafteten Erträgen unterstützt die SOS-Kinderdorf-Stiftung Jahr für Jahr die benachteiligten Kinder und Jugendlichen sowie Behinderten, die in den SOS-Kinderdorf-Einrichtungen betreut werden. Die Stiftungsmittel werden gezielt zur Förderung der Kinder, für erforderliche Unterstützungsmaßnahmen im Bereich Bildung und Ausbildung sowie - bei Bedarf - für Hilfe in Notfällen eingesetzt."
60 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass Zustiften unkompliziert ist. 33 Prozent können sich vorstellen, eine Stiftung zu unterstützen, wenn es ein Projekt gibt, das den persönlichen Vorstellungen entspricht. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass derzeit offensichtlich schon an der ein oder anderen Stelle gespart wird, machen diese Zahlen Mut: 53 Prozent der Befragten sparen bereits an Restaurantbesuchen, 46 Prozent am Urlaub. Zuwendungen für soziale Zwecke stehen bei den Sparmaßnahmen mit 33 Prozent auf der sechsten Position. Woran die Deutschen zuletzt sparen würden? An täglichen Nahrungsmitteln, antworten 77 Prozent. An Bekleidung und Auto/Benzin, sagen 19 beziehungsweise 14 Prozent. Nur drei Prozent der Befragten geben an, dass sie zuletzt an den Zuwendungen für soziale Zwecke sparen würden. "Wir hoffen, dass diese Einsparung nicht notwendig wird", so Elke Tesarczyk. "Wir hoffen vielmehr, dass viele Menschen den Wunsch haben, Gutes zu tun und mit ihrer Zustiftung dazu beitragen, dass den benachteiligten Kindern und Jugendlichen langfristig eine Perspektive eröffnet werden kann."
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