11.11.2008, 11:46 Uhr | ots; ruf
Experten fordern Verbot von Polycarbonat in Babyflaschen. (Foto: Archiv)Nach den Warnungen des Umweltbundesamtes über mögliche Gesundheitsschäden durch die Chemikalie Bisphenol A hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ein Verbot von Babyflaschen aus Polycarbonat gefordert. Bisphenol A ist der Grundstoff für Polycarbonat. Bei Föten, Säuglingen und Kleinkindern kann Bisphenol A Schäden bei der Gehirnentwicklung verursachen. Neueste Studien belegen bei Erwachsenen einen Zusammenhang von erhöhten Bisphenol A-Werten im Blut mit Leberschäden, Diabetes und Herzkrankheiten. Bei über 90 Prozent der Bevölkerung ist Bisphenol A bereits im Körper nachweisbar.
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"Es ist nicht hinnehmbar, dass die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit die vorliegenden Untersuchungen über die Gefährlichkeit von Bisphenol A weiter ignoriert", sagte Heribert Wefers, Chemieexperte beim BUND. "Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung muss endlich handeln und ein Verbot von Polycarbonat in Babyfläschchen auf den Weg bringen." Die deutschen Behörden müssten außerdem dafür sorgen, dass Bisphenol A auf die Liste der von der EU-Chemikalienverordnung REACH als besonders besorgniserregend eingestuften Substanzen gesetzt werde. Ein seitens der Hersteller beantragter Einsatz der Chemikalie im Lebensmittelsektor dürfe entsprechend der Richtlinie dann nicht mehr zugelassen werden.
Die Chemieunternehmen "Bayer" und "Dow Chemical" vermarkten in Deutschland jährlich rund 400.000 Tonnen des Stoffes. Außer bei der Herstellung von Babyfläschchen wird Bisphenol A unter anderem in Beschichtungen von Konserven- und Getränkedosen sowie in Plastikbehältern für Lebensmittel eingesetzt. Laut BUND sind Babyflaschen aus Polycarbonat in Kanada bereits verboten. Auch der amerikanische Handelsriese "Wal-Mart" habe angekündigt, sie aus dem Sortiment zu verbannen. "Die Handelsketten in Deutschland müssen dem umgehend folgen, das sind sie der Gesundheit der Kinder schuldig", sagte Wefers.
Der BUND veröffentlichte unter dem Titel "Hormone in der Babyflasche - Bisphenol A: Beispiel einer verfehlten Chemikalienpolitik" eigene Recherchen, die das Gefährdungspotential von Bisphenol A belegen. Demnach ist die Tatsache, dass geringe Mengen des Stoffes das Hormonsystem von Menschen und Tieren schädigen können, bereits seit mehr als zehn Jahren bekannt (Sind Plastikflaschen für Babys ungesund?).
Auf Basis von der Chemieindustrie finanzierter Studien hatte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit "EFSA" den Grenzwert für die maximal erlaubte tägliche Aufnahmemenge für Bisphenol A 2007 heraufgesetzt. Betrug dieser 2006 noch 10 Mikrogramm pro Kilo Körpergewicht, liegt er jetzt bei 50 Mikrogramm. Dies stößt seitdem auf massive Kritik namhafter Wissenschaftler. Professor Imbrahim Chahoud, Toxikologe an der Berliner Charite: "Die Anhebung des Grenzwertes für Bisphenol A ist unverantwortlich, da schon geringe Mengen des Stoffes erhebliche negative gesundheitliche Auswirkungen haben können. Die deutschen und die EU-Behörden müssen endlich die Vielzahl unabhängiger Studien berücksichtigen und mindestens die ursprünglich angewendeten niedrigen Grenzwerte für Bisphenol A beibehalten."
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ots; ruf
8-fache Mutter schrieb:
am 16. Juni 2010 um 21:30:24
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Babyflaschen
Ich habe von Anfang an NuR Glasflaschen von NUK gekauft. Die sind teurer, dafür aber sicher besser als diese mit der Zeit
stineknenden & verfärbenden Kunststoff-Flaschen.
Mit 8 Moanten habe ich angefangen den Kindern soweit als möglich zu HAuse das Trinken aus einem Kleinen Glas zu lernen. Mit einem Jahr warend ie Kinder alle von der Flasche weg... Manche Eltern gebend en Kindern die flasche ja bis zu 4 Jahren- natürlich mit allen Schadstoffen..... Bequemlichkeit ist das in meinen AUgen.......
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