24.03.2011, 10:33 Uhr
Gewaltopfer leiden später auch häufiger an körperlichen Erkrankungen. (Foto: imago)
Gewalt gegen junge Menschen wirkt sich nicht nur auf die Psyche aus, sondern erhöht Studien zufolge auch das Risiko für spätere körperliche Erkrankungen. Wer schon als Kinder oder Teenager misshandelt oder sexuell missbraucht werde, sei später anfälliger für eine chronische Schmerzstörung, bestimmte Herzkrankheiten oder Diabetes, erklärte Professor Johannes Kruse am Rande des Deutschen Kongresses für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, der vom 23.3. bis zum 26.3.2011 in Essen tagt.
Eine erhöhte Gefährdung erklären Mediziner mit dem Lebensstil, starken hormonellen Reaktionen unter Stress und chronischen Entzündungsprozessen. "Diese Menschen haben einen Risikolebensstil. Viele traumatisierte Menschen rauchen, ernähren sich ungesund und bewegen sich weniger", sagte Kruse. Das Rauchen spiele eine große Rolle in der Bewältigung unangenehmer Affektzustände, in die diese Patienten immer wieder geraten würden, wenn sie von entsprechenden Erinnerungen und Gefühlen überschüttet werden. "Es dient quasi der Selbstberuhigung", so Kruse.
Zusätzlich zeigten Untersuchungen, dass Gewaltopfer später besonders heftig auf Stress reagierten. "Bei diesen Menschen schüttet der Körper unter Belastung vermehrt und über längere Zeit Stresshormone aus." Diese Reaktionen könnten wiederum Puls, Atemfrequenz und Blutdruck in die Höhe treiben, erklärte der Facharzt für Psychosomatik und stellvertretende Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie.
Langzeitstudien an australischen und amerikanischen Vietnamveteranen hätten gezeigt, dass ehemalige Soldaten mit einem durch den Krieg hervorgerufenen Psychotrauma eine um 60 Prozent erhöhte Todesrate infolge einer Herzkreislauf-Erkrankung aufwiesen, sagte Kruse. Untersuchungen im Ruhrgebiet ergaben wiederum, dass sexuell missbrauchte Mädchen oder Jugendliche später in 40 Prozent der Fälle an chronischen Unterleibsschmerzen litten. Weitere repräsentative Studien wurden 2010 in den USA veröffentlicht. Ein vom Bund gefördertes Forschungsprojekt der Universität Gießen und des Münchner Helmholtz-Instituts soll in den kommenden Jahren zusätzlich bei traumatisierten Menschen die Wechselwirkung zwischen Psyche und Körper untersuchen.
Fünf bis zehn Prozent aller Kinder in Deutschland seien Studien zufolge Opfer von sexuellem Missbrauch, sagte Kruse. Über zehn Prozent der Heranwachsenden seien heftiger Gewalt ausgesetzt. Als Erwachsene würden mehr als die Hälfte der Betroffenen die Symptome einer Belastungsstörung aufweisen. Der Mediziner bezieht sich auf Zahlen des Robert Koch-Instituts und des Statistischen Bundesamtes.
Quelle: dpa
Mariah schrieb:
am 11. August 2011 um 16:57:21
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bin 21 jahren geschlagen worden.
Jeden Tag, stunden lang hat entweder Meine Mama oder Mein Papa uns geschlagen zu hause, ich habe flecker in
mein Korpe, weil die haben uns geschlagen mit jeder gegestand ( Holz, Kabel, Stein, Messe, Gabel etc...), es war Brutal 1. mal war ich 3 und letzte mal war ich 21, heute bin ich 33 jahre alte, habe alles un Glücklich zu sein viele erreicht, trotzdem bin immer traurig, Agressiv, unzufrieden
Glaube ich werde nie fertig damit, habe manchmal Angst von mir, will es vergessen, aber kann nicht !
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Kindchen schrieb:
am 12. April 2011 um 12:36:30
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gewalt gegen Kinder
Ich war zwar kein Baby mehr aber mit meinen 5-6Jahren kann ich mich noch sehr gut daran erinnern wie wir im Heim
behanelt wurden. Hatten wir nicht aufgegessen gabes tagelang kein Abendessen. Mußten wir nachts zum Klo durften wir nicht mehr in unsere Betten zurück und konnten die Nacht am Flur verbringen.Manchmal gucke ich mir Kinderfotos aus der Zeit an und wenn ich das traurige kleine Mädchen sehe muß ich weinen. Bis heute frage ich wie kann man so unmenschlich mit Kindern umgehen.
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Einer von 82millionen schrieb:
am 12. April 2011 um 12:07:01
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Gewalt gegen Kinder
Es hilft nicht wirklich, zu recherchieren und zu prüfen was zwischen 1945 u. 1975 in deutschen Kinderheimen geschehen
ist. Sicher ist, bzw. war das schlimm. Aber die Behörden und auch "privaten Prüfer" sollten ihre Energie auf die Gegenwart und somit auch die Zukunft der Kinder, Behinderten und auch der Senioren, die sich in Heimen befinden konzentrieren. In diesem Land wird viel zu viel über die Vergangenheit (die man natürlich nicht vergessen sollte) geredet. Gegenwart u. Zukunft sind wichtig
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