30.07.2010, 09:55 Uhr | rw
Elternmehrheit: Kinder nicht zu früh trennen. (Bild: imago) (Quelle: imago)
In den meisten Bundesländern gehen die Kinder vier Jahre lang gemeinsam in die Grundschule. Danach wird nach Leistung sortiert und die Schüler auf die weiterführenden Schulen verteilt. Für die Mehrheit der Eltern in Deutschland kommt diese Trennung zu früh. Sie würde eine längere gemeinsame Lernzeit begrüßen, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag des Unternehmens JAKO-O herausfand.
"Was halten Sie persönlich für die richtige Klasse, ab der die Aufteilung erfolgen sollte?" Diese Frage stellten die Meinungsforscher 3000 Eltern mit Kindern zwischen drei und 16 Jahren. Dabei sprachen sich 72 Prozent der Befragten dafür aus, dass die Kinder länger als vier Schuljahre gemeinsam unterrichtet werden sollten. 57 Prozent finden einen Wechsel auf eine weiterführende Schule nach der sechsten Klasse am besten. 15 Prozent waren sogar für eine noch längere gemeinsame Zeit: Sie würden es bevorzugen, wenn die Schüler erst nach der neunten Klasse aufgeteilt würden.
Der bisherige Standard in den meisten Bundesländer ist eine vierjährige gemeinsame Grundschulzeit. Danach werden die Schüler meist auf die weiterführenden Schulen verteilt. Diese Praxis halten nur 26 Prozent der befragten Eltern für die optimale Lösung.
Das Ergebnis überrascht. Denn in Hamburg ist gerade erst der Versuch des dortigen Senats fehlgeschlagen, eben diese, von der Mehrheit der Eltern offenbar favorisierte, sechsjährige Primarschule einzuführen. Und gescheitert ist der Senat dabei vor allem am Widerstand der Eltern. Um die Einführung der sechsjährigen Primarschule zu verhindern, hatten diese eine Bürgerinitiative gegründet und einen Volksentscheid erzwungen. In diesem sprach sich die Mehrheit der Hamburger, die am Volksentscheid teilnahmen, gegen die längere gemeinsame Schulzeit aus und verschaffte der schwarz-grünen Senatsspitze damit in eine herbe Niederlage.
Quelle: t-online.de , ots , dpa
Reinhard schrieb:
am 6. August 2010 um 14:40:11
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Nein
Es sind Linksfunktionäre mit ihrer Ideologie, die für die Einheitsschule sich immer wieder ins Zeug legen. Die Eltern wollen das
nicht. Fakt ist Hamburg. Andernorts ist es auch nicht anders, dort sind die Befürworter der bewährten Trennung nach vier Jahren in noch größerer Mehrheit.
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Bernward schrieb:
am 6. August 2010 um 11:01:38
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länger gemeinsam lernen
Nicht die Schüler sind das Problem, sondern in 1. Linie die Eltern.Wenn jetzt Wenn schon weniger als 20% der Eltern
ihen Kindern in der Grundschule bei den Hausaufgaben helfen können, was sollen denn die Kinder in den wichtigsten Klasse 5+6 erwarten ? Die Schule allein kann's sicher nicht richten. Intensivere Bewchulung in kleinen Klasen, trennung in den Jahrgangsstufe nach Sprachkenntnissen für die Weiterführung fordern ! Nicht der schlechteste, sondern der Beste muss Vorbild sein !
Bernward Jg
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Peter Rahl schrieb:
am 2. August 2010 um 22:25:04
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länger gemeinsam lernen
Noch länger mit angezogener Handbremse die kostbare Schulzeit absitzen zu müssen ist eine Zumutung. Gemeinsam
lernen geht am Erfolgreichsten mit Mitschülern, die auf ähnlichem geistigen Niveau stehen. Das deutsche Bildungsbemühen sollte nicht weiter sein, die Besseren zu bremsen, sondern den Hilfebedürftigen gezielte Angebote und Motivierungen zu bieten. Unten ist das Niveau anzuheben, nicht oben zu drosseln! Der Traum von der Gleichmacherei ist auch in der Bildung eine Irrlehre.
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