11.10.2011, 17:29 Uhr
Ein breites Wissen ist Eltern für ihre Kinder am wichtigsten. (Quelle: imago)
Gute Bildung ist für viele Eltern ein Garant für eine erfolgreiche Karriere ihrer Kinder. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie zu Bildungsambitionen und Erziehungszielen von Eltern in Deutschland. 94 Prozent der befragten Eltern gaben an, mit guter Bildung zugleich bessere Chancen im Beruf zu verbinden. 83 Prozent sahen in guter Bildung zudem die Voraussetzung für berufliche Aufstiegschancen. Zehn Prozent der Eltern befanden, dass gute Bildung überschätzt werde.
Auf die Frage, was für sie elementarer Bestandteil guter Bildung sei, gaben 76 Prozent der Eltern ein breites Wissen an. Eine gute sprachliche Ausdrucksfähigkeit fanden 70 Prozent unabdingbar, 52 Prozent das Wissen über tagesaktuelles Geschehen. Kenntnisse in Naturwissenschaften, Politik, Kultur, Geschichte und Wirtschaft wurden hinten angestellt.
Das Spielen eines Musikinstrumentes gehört für jedes zweite Elternteil der Studie zufolge ebenso wenig zu einer guten Bildung, wie handwerkliches Geschick und die Beschäftigung mit religiösen Fragen. Der sichere Umgang mit Computern hat für Eltern aus sozial schwachen Schichten einen sehr viel größeren Stellenwert als bei Eltern aus mittleren oder höheren sozialen Schichten.
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Große Unterschiede gab es auch in der Beurteilung von Fremdsprachenkenntnissen, guter Geschichtskenntnisse und dem sinnvollen Umgang mit den Medien. Deren Bedeutung schätzten Eltern aus sozial schwächeren Schichten unterdurchschnittlich und Eltern aus höheren sozialen Schichten überdurchschnittlich hoch ein.
Türkischstämmige Eltern helfen ihren Kindern bei den Schulaufgaben häufiger als deutsche Väter und Mütter. Demnach gaben 64 Prozent der aus der Türkei stammenden Eltern an, ihren Kindern häufig oder gelegentlich bei den Hausaufgaben zu helfen. Unter allen 1256 befragten Eltern lag dieser Wert nur bei 56 Prozent.
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Dabei fällt vielen türkischstämmigen Eltern die Mithilfe bei den Hausaufgaben deutlich schwerer als den deutschen Eltern. 48 Prozent der Eltern mit Migrationshintergrund gaben der Studie zufolge an, dass ihnen die Unterstützung schwer bis sehr schwer falle. Unter allen befragten Eltern empfanden das nur 35 Prozent so.
Ob Eltern optimistisch in die Zukunft ihrer Kinder sehen, hängt nicht nur von ihrer Herkunft, sondern auch von ihrem sozialen Stand ab. Nur 38 Prozent aller befragten Eltern aus sozial schwächeren Schichten glaubten laut Studie daran, dass es ihrem Kind später einmal besser gehen werde als ihnen. Die Eltern aus höheren sozialen Schichten waren sich des Erfolges ihrer Kinder hingegen sicher.
Die Studie, die von der Vodafone Stiftung in Auftrag gegeben wurde, zeigt auch, dass Eltern in Deutschland ehrgeizig sind. So wünschten sich 66 Prozent, dass ihr Kind das Abitur macht, nur drei Prozent gaben den Hauptschulabschluss als Ziel an. Der Erziehungswissenschaftler Klaus Hurrelmann sagte: "Wir sehen an der Studie, dass die Eltern die alles entscheidenden Motivatoren der Kinder sind. Da können Schulen kaum noch etwas korrigieren." Die sozialen Ungleichheiten im Bildungssystem entstünden durch unterschiedliche Elternhäuser, sagte Hurrelmann. Deshalb müsse man in Zukunft Bildungs- stärker an die Familienpolitik knüpfen.
Von den befragten Eltern mit Kindern im Alter von drei bis 18 Jahren sagten:
Breites Wissen | 76% |
Gute sprachliche Ausdrucksform | 70 % |
Über das aktuelle Geschehen informiert sein | 52% |
Fremdsprachen beherrschen | 50% |
Gute Manieren | 50% |
Guter Umgang mit Computern | 48% |
Großes berufliches Fachwissen | 45% |
Sinnvoller Umgang mit Medien | 41% |
Viel lesen | 38% |
Hochdeutsch sprechen | 30% |
Quelle: dapd
audifahrer schrieb:
am 20. Mai 2012 um 09:42:37
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kind
Wer ein Premiumauto fährt,muß auch Premiumkinder haben.Deshalb müssen meine Kinder Schtudieren. Egal was.
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festus12 schrieb:
am 23. Oktober 2011 um 10:56:47
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Bildung
erst einmal Anstand und Erziehung, dann gute Allgemeinbildung, kann man schon mit kleinen Kindern beginnen, dann Sozialverhalten
lernen und drauf achten, dass auch in der Schule mitgearbeitet wird, nicht die Kinder sich selber überlassen und selber rumhängen, da wird das alles nichts. Bildung für Kinder kostet Nerven, Zeit, Verantwortung, Geduld und Verständnis und auch eine gewisse Strenge, dann kommt Alkohol und Drogen schon nicht auf
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Vater schrieb:
am 18. Oktober 2011 um 12:35:01
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Schulbildung
Sehr geehrte Luna, wie recht Sie doch haben. Nur ein guter Realschulabschluss, eine gute Ausbildung, die vielbesagte Fortbildung
dies alles wird so manche Jugendliche ebenso an ihre Leistungsgrenzen bringen wie der Besuch eines Gymnasiums. Dies wird in Ihrer Schulzeit so gewesen und in meiner war es auch so, nur wenigen Mitschülern bileb das lernen und büffeln zu Hause erspart. So wars und so wird dies immer bleiben.
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