08.06.2011, 11:22 Uhr
Nachhilfe: Hartz-IV-Kinder haben nicht immer ein Anrecht auf staatliche Unterstützung. (Symbolbild: imago)
Kinder von Hartz-IV-Empfängern haben bei schlechten Noten nicht automatisch ein Anrecht auf staatlich finanzierte Nachhilfe. Das geht aus einer veröffentlichten Entscheidung des Sozialgerichts Frankfurt am Main hervor.
Im konkreten Fall hatte ein heute 16 Jahre alter Schüler per Eilantrag gefordert, dass die monatlichen Kosten von 78 Euro für seine Nachhilfe in den Fächern Mathematik und Physik übernommen werden sollten. Das hatte die zuständige Behörde dem Jugendlichen zuvor verweigert.
Das Gericht lehnte den Eilantrag des Schülers mit der Begründung ab, der bisherige Nachhilfeunterricht habe bei dem 16-Jährigen nicht zur Verbesserung seiner Noten geführt. Obwohl der Schüler seit Mai 2010 Nachhilfe erhalte, hätten sich seine Noten im Fach Mathematik in der Zeit sogar von ausreichend auf mangelhaft verschlechtert.
Nach Auffassung der Richter ist der Staat nur dann zur Übernahme der Kosten für Nachhilfe verpflichtet, wenn damit wesentliche Lernziele wie die Versetzung erreicht werden können. Die Nachhilfe des 16-Jährigen erfülle diese Bedingung nicht. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig.
Quelle: dapd
Rosa schrieb:
am 28. Dezember 2011 um 11:12:50
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Nachhilfe
Warum denn nur Harz4 Kinder? was ist mit den Kindern wo Eltern arbeiten gehen und das Geld für Nachhilfe nicht aufbringen
können.Für Harz4er machen sich unsere Politiker mehr Gedanken als für die niedrige bezahlende arbeitende Bevölkerung die müssen für ihren Lebensunterhalt selbst aufkommen,während andere nur die Hand auf halten und sich alles schenken lassen .
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Andrea schrieb:
am 23. November 2011 um 18:26:06
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An wen Liegt es
Hier sollte man erst mal Überprüfen ob der Schüler den Stoff einfach nicht begreift oder ob der Nachhilfe Lehrer ihn
nicht richtig vermittelt . Und selbst wen erstes der Fall ist muss man den Grund dafür suchen . An Faulheit kann es ja nicht liegen sonst hätte er ja nicht Klage eingereicht
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Lothar schrieb:
am 12. Juni 2011 um 22:52:57
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@spreche aus Erfahrung
Auf Lehramt Mathematik kann nach Ihren Angaben mit beliebigem Notenschnitt
im Abi studiert werden. Warum wohl? Es hat
sich herumgesprochen, dass
aus Geldmangel nur noch ein Teil der Referendare vom Staat (zB. in Bayern)
übernommen wird; außerdem ist die Vergütung der angehenden Lehrer schlechter als die Bezahlung der Dipl. Mathematiker in der freien Wirtschaft.
Möglicherweise sind in Zukunft die Anforderungen an den Mathe-Unterricht
geringer, weil die Schüler es ohnehin kaum schaffen!?
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