28.06.2010, 16:40 Uhr | afp
Zahlreiche Geburtshelferinnen sind existenziell bedroht. (Bild: Imago) (Quelle: imago)
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) unterstützt die Forderung der Hebammen nach besserer Bezahlung. "Hebammen leisten eine unverzichtbare Hilfe für junge Eltern und ihre Neugeborenen", sagte Schröder. Sie hoffe, dass das laufende Schiedsverfahren zwischen den Hebammen und der gesetzlichen Krankenversicherung ein Ergebnis bringen werde, "mit dem den Hebammen, und damit allen jungen Familien in unserem Land, geholfen ist". Der Petitionsausschuss des Bundestages befasste sich aufgrund einer Online-Petition der Hebammen mit der Situation der Geburtshilfe.
Hintergrund sind rasant gestiegene Prämien der Berufshaftpflichtversicherung für Hebammen, die nach Einschätzung der Berufsverbände eine wirtschaftlich rentable Geburtshilfe nicht mehr zulassen. Die Jahresprämie habe sich seit 1992 mehr als verzehnfacht, auf bisher 2370 Euro. Ab Juli soll die Prämie auf 3689 Euro steigen.
Im Mai hatten bundesweit Hebammen für bessere Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten demonstriert. Nach Angaben des Deutschen Hebammenverbands sind zahlreiche Geburtshelferinnen durch die zum 1. Juli in Kraft tretende Erhöhung von Haftpflichtversicherungsprämien, zu geringe Vergütungen der Krankenkassen sowie die Schließung von Geburtsabteilungen an kleineren Kliniken in ihrer Existenz bedroht.
Quelle: AFP
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