11.02.2011, 11:31 Uhr
Gute Vorsorge und Experten machen es möglich: Schwanger trotz Herzfehler. (Foto: imago)
Die Chancen für Frauen mit angeborenen Herzfehlern auf ein gesundes Baby sind nach Ansicht von Experten deutlich gestiegen. "Mittlerweile erreichen heute über 90 Prozent der Patienten mit angeborenen Herzfehlern das Erwachsenenalter. Es ist klar, dass diese jungen Menschen auch Kinder haben wollen", sagte Professor Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor des Deutschen Herzzentrums. Noch vor 20 Jahren habe man Frauen mit Herzfehlern generell von einer Schwangerschaft abgeraten. Das sei heute anders. Allerdings müsse ein Team aus Kardiologen, Geburtshelfern und Anästhesisten bei der Betreuung solcher Schwangerschaften eng zusammen arbeiten.
Am Virchow Klinikum der Charité ist die Kooperation zwischen der Geburtshilfe, der Anästhesie und dem Herzzentrum, das sich auf dem selben Campus befindet, deshalb ausgebaut worden. "Wir haben die Mortalität bei angeborenen Herzfehlern heute gut im Griff. Oft werden die Patienten in guter Lebensqualität erwachsen", berichtet Kinderkardiologe Professor Felix Berger. Bei der Frage nach eigenem Nachwuchs komme es aber sehr auf die individuelle Situation der Frau und die Komplexität ihres Herzfehler an.
"Bestenfalls wird die Schwangerschaft genau geplant und die Patientin geht schon vorher zum Arzt", sagte Kardiologin Nicole Nagdyman. Nach Aufklärungsgesprächen und einer Risikoabschätzung gelte es dann, die Schwangerschaft besonders engmaschig zu begleiten. Denn diese Phase bedeutet auch für das Herz-Kreislauf-System besonderen Stress: So ist etwa allein das Blutvolumen um 50 Prozent erhöht und der Blutdruck steigt oft an.
Der zweite komplexe Punkt: Eine Frau mit angeborenem Herzfehler hat ein erhöhtes Risiko, dass auch ihr Kind einen solchen Defekt hat. In Berlin kamen 2009 insgesamt 350 Kinder mit einem angeborenen Herzfehler auf die Welt, die meisten von ihnen jedoch von völlig gesunden Müttern. Bundesweit sind es laut Kinderherzstiftung pro Jahr etwa 7000 Kinder.
"Zum Glück haben wir heute so gute pränatale Diagnosemöglichkeiten durch Ultraschall, dass fast kein Fall unentdeckt bleibt", sagt der Geburtshelfer Professor Wolfgang Henrich. So könnten meist schon vor der Entbindung die erforderlichen Behandlungsabläufe genau geplant werden, Anästhesisten und Kardiologen für Mutter und Kind stünden in Rufbereitschaft.
"In Berlin leben wir da im Schlaraffenland. 95 Prozent der kindlichen Herzfehler werden hier schon vor der Geburt erkannt", so Henrich. In anderen Regionen Deutschlands liege diese Quote bei nur 20 bis 25 Prozent. "Nicht jeder niedergelassene Gynäkologe, der ein Ultraschallgerät hat, besitzt auch die fachliche Qualifikation, um eine solche Diagnose zu stellen."
Eine Schwangerschaft trotz Herzfehler sei kein Spaziergang, betonten die Experten. Auch wegen des erhöhten Frühgeburtsrisikos. Aber die Bestätigung dafür, dass auch ein beschwerlicher Weg zum Ziel führen kann, saß im Herzzentrum mit am Tisch: Ivonne Chlebosch, vor 33 Jahren mit schwerstem Herzfehler geboren und mehrfach operiert, ist heute selbst Mutter eines gesunden Dreijährigen - dank Rundumbetreuung des Berliner Spezialistenteams.
Quelle: dpa
Ani35 schrieb:
am 15. Februar 2011 um 20:53:51
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Herzfehler
Ich bin heute 35 Jahre und habe im letzten Jahr erst erfahren, das ich nen Herzfehler habe !
Habe aber schon 2 Kinder im Alter von
12 und 6 Jahren ! Ich mache mir schon gedanken darüber, ob Sie auch was haben !
Ich lasse jedenfalls beide von einem Kardiologen untersuchen ! Auch deshalb, weil meine Kinder ja bestimmt auch mal Kinder haben wollen ! Ich habe aber beide Schwangerschaften unbéschadet überstanden....., trotz nicht gewußtem Herzfehler
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Nadine schrieb:
am 15. Februar 2011 um 20:24:24
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Herzkrank und Schwanger
Ich wurde bereits mit einem Herzfehler geboren und wurde zwischenzeitlich 5 x daran operiert. Ich bin 34 Jahre und
habe 2 gesunde Kinder. In der heutigen Zeit ist die Medizin bereits so weit, dass man nicht immer angst haben muss, dass etwas schief geht oder das das eigene Kind vielleicht Herzkrank wird. Meine OP´s hatten anschließend auch nichts mit der Schwangerschaft zu tun sondern durch stress. Jedoch sollte jeder selbst das Risiko mit dem Arzt abschätzten, denn jeder ist anders
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katrin schrieb:
am 15. Februar 2011 um 19:02:16
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herzkrank
ich finde es unmöglich soetwas zu sagen und müttern zu raden ein kind zu bekommen wenn sie vorher schon wissen das es herzkrank
sein wird.ich bin kerngesund und leider hat mein 9monatte alter sohn einen schweren herzfehler,was wir in der schwangerschafft nicht wußten.es kann niemand erahnen der nicht davon betroffen ist was wir durchmachen und vorallem die kinder alles mitmachen müssen!es ist nicht schön sein kind soo leiden zu sehen und immer wieder eine op durchzustehen! ich rate davon ab!!
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