02.05.2011, 10:11 Uhr | t-online
MP3-Player erreichen im Schnitt einen Lärmpegel von 95 Dezibel. Das entspricht der Lautstärke einer Kreissäge. (Foto: imago)
Viele Jugendliche in Deutschland haben einen Hörschaden. Aus internen Daten der Techniker Krankenkasse (TK) geht hervor, dass im vergangenen Jahr 63 von 1000 Kindern und Jugendlichen im Alter bis 18 Jahre ein Hörgerät verschrieben bekamen. 2006 waren es 50 von 1000.
Bei Jugendlichen liegt das nachlassende Hörvermögen nach Einschätzung der TK vor allem an technischen Geräten wie MP3-Playern. Bei Dauerberieselung werden die feinen Sinneszellen im Gehörgang geschädigt, deswegen sollten Jugendliche den Regler nicht auf volle Lautstärke drehen und regelmäßig Musikpausen einlegen. So kann sich das Ohr erholen, erläutert die TK.
MP3-Player erreichen im Schnitt einen Lärmpegel von 95 Dezibel. Das entspricht der Lautstärke einer Kreissäge oder eines Motorrades; ein Musikkonzert kann, je nach Musikrichtung, sogar 110 Dezibel schaffen. Schaden nehmen kann das Gehör aber schon ab 85 Dezibel. Ein normales Gespräch bewegt sich bei 60 Dezibel.
Aufpassen sollten Eltern bei Mittelohrentzündungen. Fast ein Drittel aller Kinder erkrankt bis zum dritten Lebensjahr daran. Wird die Infektion nicht behandelt, kann es im schlimmsten Fall zum Hörverlust kommen. Klagen Kinder über Ohrenschmerzen, sollten Eltern mit ihnen daher so schnell wie möglich zum Arzt gehen.
Quelle: dpa
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