31.03.2010, 09:24 Uhr | dpa
Bei der IVF werden Eizellen der Frau mit dem Sperma des Mannes im Reagenzglas befruchtet. (Bild: Imago)
Zu lange sollten Paare nicht warten, wenn sich ihr Kinderwunsch nicht auf natürlichem Wege erfüllt. Je älter die Frau, desto geringer ist die Aussicht auf Erfolg bei einer künstlichen Befruchtung. Experten empfehlen daher eine sogenannte In-Vitro-Fertilisation (IVF) nur bei Frauen bis zum Alter von 43 Jahren. Darauf macht die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) in Berlin unter Berufung auf zwei Studien aufmerksam. Bei der IVF werden der Frau mehrere Eizellen entnommen und mit dem Sperma des Mannes im Reagenzglas befruchtet. Meist wird der Mutter dann ein Embryo eingepflanzt.
Ärzte in Israel untersuchten der DGGG zufolge die Schwangerschaftsraten von Frauen im Alter von 42 oder älter, die sich einer IVF unterzogen hatten. Insgesamt wurden 843 IVF-Zyklen bei 459 Frauen untersucht.
Pro Zyklus wurden 7,7 Prozent der 42-Jährigen schwanger, 5,4 der 43-Jährigen und 1,9 der 44-Jährigen. Frauen über 45 Jahren erhielten insgesamt 54 Zyklen - keine von ihnen wurde schwanger. Zu ähnlichen Ergebnissen kam ein Ärzteteam aus Ägypten. Wie ihre israelischen Kollegen raten auch sie, eine IVF nur bei Frauen bis 43 Jahren vorzunehmen.
Quelle: dpa
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