29.07.2011, 10:49 Uhr
Kostenlos können Jugendliche sich online Unterstützung von einem Arzt holen. (Foto: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte Deutschland, BVKJ)
Jugendärzte beantworten Fragen zu Gesundheit jetzt auch auf Facebook. "Für Jugendliche spielen Freunde und Gleichgesinnte eine immer größere Rolle, wenn sie sich eine Meinung zu etwas bilden wollen. Netzwerke sind dabei zu wichtigen Instrumenten geworden", erklärt Uwe Büsching vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). "Daher haben wir Jugendärzte uns jetzt dazu entschieden, diese neue Kommunikationsform für die vorwiegend jugendlichen Nutzer der sozialen Netzwerke anzubieten."
Insbesondere in der Pubertät vernachlässigten Jugendliche oft ihre Gesundheit und besuchten kaum die Gesundheitschecks, hieß es. Gerade chronisch kranken Heranwachsenden falle eine konsequente Befolgung der Therapierichtlinien manchmal schwer, weswegen sich in diesem Alter zum Beispiel bei Diabetes oft die Blutzuckerwerte verschlechterten, betont Büsching. "Leider fehlen in Deutschland Strukturen, die den Übergang von der Jugend- in die Erwachsenenmedizin erleichtern." Auf http://www.facebook.de/jugendaerzte hätten Jugendliche nun die Möglichkeit, sich kostenlos unter vier Augen, ohne dass die Eltern davon erführen, Unterstützung bei ihrem Arzt zu holen.
Weiter Fragen zur Gesundheit finden Sie in unserem Ratgeber.
Quelle: dapd
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