07.07.2011, 15:09 Uhr | Franziska Baermann, dpa
Zu dick, zu hässlich - wie verzerrt sind die Schönheitsideale? (Foto: imago)
Lösen falsche Vorbilder bei Jugendlichen Komplexe und Essstörungen aus? Castingshows im Fernsehen, Werbefotos und Musikvideos zeigen schlanke, perfekt proportionierte Frauen und durchtrainierte Männer. Diese Bilder prägen und bestimmen das Schönheitsideal von Jugendlichen. "Es wird das als 'normal' wahrgenommen, was wir am häufigsten sehen", sagt Reinhard Mann von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Dabei werde die Selbstwahrnehmung bei jungen Menschen oft verzerrt. Sie fühlten sich hässlich, zu dick und entdeckten vermeintliche Makel.
Wird schon die Kleidergröße M als Makel empfunden, kann das auf eine falsche Selbstwahrnehmung hindeuten. Bemerkt ein Mädchen bei einer Freundin so ein Zerrbild, sollte es sie darauf ansprechen. "Die erste Frage sollte immer 'Wie fühlst du dich?' sein", rät Mann, der sich vor allem mit Essstörungen bei Jugendlichen beschäftigt. Wichtig sei es, der Freundin bewusst zu machen, dass eine Veränderung Zeit braucht. "Wer von heute auf morgen anders sein will, bei dem ist die Bereitschaft für eine wirklich Veränderung nicht da", erklärt der Ernährungsexperte. Besser sei es, langfristig konkrete Vereinbarungen zu treffen, zum Beispiel das gemeinsame Joggen gehen. In der Gruppe mit Freunden könnten Ziele leichter erreicht werden.
Von verzerrten Vorstellungen werden Jugendliche oft auch bei der Partnerwahl geleitet. Dabei klafft eine Lücke zwischen Schönheitsidealen und dem, was sich junge Menschen tatsächlich für einen Partner wünschen. "Viele Mädchen finden muskulöse Jungs schön, doch wenn man fragt, was das Wichtigste bei einem Partner ist, dann lautet die Antwort am häufigsten, dass er lieb sein muss", sagt Mann. Auch bei Jungs sei das so. Das oft genannte Schönheitsideal "90-60-90" bei einer Frau sei nicht entscheidend für die Partnerwahl. Sie legten eher Wert darauf, dass ihre Freundin nicht zickig sei, sondern zugewandt und lieb.
Mädchen kommen heute mit elfeinhalb, Jungen mit zwölfeinhalb in die Pubertät. zum Video
Quelle: dpa-tmn
Mutter schrieb:
am 1. August 2011 um 11:45:25
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Glück macht schön
Schön, dass trotz der falschen Vorbilder bei der Partnerwahl die Jugend vernünftiger ist als manch erwachsener Single.
Wenn Fröhlichkeit und Liebe aus den Augen leuchten, wird Kleidergröße oder Haarfarbe auch heute noch nebensächlich. Geben wir den Kindern ein gutes Beispiel und bewahren wir in unseren Partnerschaften diesen Blick auf den Partner.
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BeeTeeRay schrieb:
am 19. Juli 2011 um 16:32:07
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Falsche Schöheitsideale
Wen wundert es denn noch,daß sich Teenies mit Größe M dick fühlen? Bei Mode für Erwachsene ist man doch als
Frau mit Größe 40 schon in der Happy Size Abteilung.
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M schrieb:
am 18. Juli 2011 um 11:01:19
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@Anita
tja, leider ist das auch in der angeblich erwachsenen Gesellschaft mittlerwiele normal, daß die inneren Werter vernachlässigt
werden, weil die Außernwirkung immer mehr zählt. Warum haben wir denn sonst so überaus viele Singles? Weil alle viel zu hohe Ansprüche stellen. Wieviel zahlen denn einige um sich Partner auf SInglebörsen vermittlen zu lassen? Stattdessen halt mal rausgehen, und sich auch mal mit anderen menschen einlassen, die nicht gleich dem Ideal entsprechen.
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