12.01.2011, 16:04 Uhr | rev
Sprachtrends sind bei Jugendlichen nicht sonderlich langlebig. (Foto: imago)
"Niveaulimbo" vor "Arschfax", "Egosurfen", "Speckbarbie" und "nice one"- so lautet die Top 5 der Jugendwörter des Jahres 2010, die Ende des letzten Jahres im Auftrag des Langenscheidt Verlags von einer Experten-Jury ermittelt wurde. Ob diese Wortschöpfungen auch einige Wochen später unter Teenagern noch angesagt sind oder ob sie es überhaupt jemals waren, darf bezweifelt werden. Denn Jugendsprache zeichnet sich vor allem durch eines aus: Sie wandelt sich ständig.
Für Ausdrücke, die gestern auf dem Schulhof noch voll im Trend lagen, wird man morgen bereits abfällig belächelt. Davon zeugen auch die "Die uncoolsten Wörter 2010", die in Umfragen mit deutschen, österreichischen und schweizerischen Schülern der Klassen 5 bis 11 ermittelt wurden und im "Wörterbuch der Jugendsprache 2010" verzeichnet sind. Diese 20 Ausdrücke sollte man laut Pons Verlag "unter Jugendlichen nicht mehr benutzen, wenn man ernst genommen werden will":
Ausdruck | Bedeutung |
1. lol | lustig; (Chat-)Abkürzung für "laughing out loud" |
2. knorke | klasse, toll |
3. cool | toll, super |
4. dufte | super, klasse |
5. geil | bestens, einmalig |
6. krass | sehr gut, spitze |
7. rofl | sehr lustig; (Chat-)Abkürzung für "rolling on the floor laughing" |
8. deine Mudda | Füllwort; Ausdruck von Emotionen jeglicher Art |
9. fett | total |
10. Alter Schwede! | Ausdruck des Erstaunens |
11. Digga | Anrede für Kumpel, Freund |
12. groovy | modern, cool |
13. Homies | Freunde |
14. keck | frech, witzig |
15. Spasti | Beleidigung |
16. Tschüssikowski | Tschüss |
17. übelst | Steigerungsform |
18. Wayne | Wen interessiert das schon? |
19. Zack die Bohne | Schlag ein! |
20. Alugurke | Fahrrad |
Warum einzelne Jugendwörter schnell wieder aus der Mode sind, liegt daran, dass sie auch nur für kurze Zeit ihren Zweck erfüllen: Junge Menschen definieren sich zu einem großen Teil über Sprache. Indem Kinder und Jugendliche für sich eine eigene Art zu sprechen entdecken, grenzen sie sich von ihren Eltern ab und verleihen so ihrer eigenen Individualität Ausdruck. Hat sich eine Jugendsprache jedoch erst einmal etabliert und wird vielleicht sogar von Erwachsenen verwendet, verliert sie als Mittel zur Abgrenzung ihre Wirkung - dann sind die bisherigen Jugendwörter plötzlich "out" und neue sind angesagt.
Eltern sollten sich über die eigenwillige Ausdrucksweise ihrer Kinder nicht ärgern. Stattdessen sollten sie überlegen, wie sie damit umgehen: Wie Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Autor mehrerer Erziehungsratgeber, erklärt gehöre dazu zum einen die Entscheidung, ob man selbst Worte wie "cool" oder "fett" in sein Vokabular aufnehmen möchte. Das wird allerdings von den Pubertierenden meistens als äußerst peinlich empfunden. Viel wichtiger ist aber auch die Frage, ob Eltern ihrem Nachwuchs erlauben sollten, bestimmte Wendungen im Familienkreis zu gebrauchen. Will man zum Beispiel am Mittagstisch den Satz "Hey Alte, schmeiß mal die Kartoffeln rüber!" hören? "Hier sollte man klare Grenzen setzen", rät Rogge. Die Sprache sollte allgemein verständlich sein und dürfe keinesfalls andere Menschen kränken oder herabsetzen. Die Jugendlichen müssen schon für das spätere Berufsleben begreifen, dass übertriebene Umgangssprache oder Slang auf Ablehnung stoßen kann.
"Es ist jedoch sinnlos, eine Liste mit verbotenen Wörtern anzulegen, da es auf den Kontext des Gesagten ankommt", erläutert Rogge. Jede Familie müsse daher ihre eigenen Sprechgewohnheiten überprüfen und eigene Grenzen finden. Hier sei auch das Vorbild der Eltern gefragt, betont der Erziehungsexperte. Denn nur wenn die Eltern selbst keine Begriffe benutzten, die andere Menschen oder bestimmte Berufsgruppen in irgendeiner Weise diskriminieren, könnten sie dies auch von ihrem Nachwuchs einfordern. Manche Eltern von pubertierenden Kindern schauen auch ins Internet oder kaufen sich sogar ein Buch, um bestimmte Begriffe der Jugendsprache nachzuschlagen. "Davon halte ich nichts", sagt Rogge. Er plädiert dafür, stets die Jugendlichen nach der Bedeutung eines Wortes zu fragen und so mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
Buch: "Wörterbuch der Jugendsprache 2011". Erschienen im Pons Verlag. 3,99 Euro.
Quelle: t-online.de
Dr. Clayton Forrester schrieb:
am 31. Januar 2012 um 12:15:46
(0)
(1)
WTF?
Das übliche Dummgeschwätz über die fiktive "Jugendsprache", die es nur für die Herausgeber dämlicher
"Jugendssprache-Wörterbücher" gibt. Leute reden wie ihnen der Mund gewachsen ist und lassen sich durch ihr Umfeld beeinflussen, Heute spielt auch noch die internationale Netzkultur mit. Daher ist es Blödsinn, bestimmte Ausdrücke pauschal als Jugendsprache zu bezeichnen. In Berlin reden die Leute, ob alt oder jung nunmal anders als z.B. in Hamburg, Das nennt man glaub ich Dialekt,
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Leila schrieb:
am 30. Januar 2012 um 16:47:26
(2)
(0)
Also ich sage so etwas nicht...
Kein Mensch hat jemals "Alugurke"gesagt ich weißnicht wer darauf gekommen ist das Teens so etwas
sagen aber ich sagen soetwas zumbeispiel nicht wenn dann sage ich "lol" im chat aber Zack die Bohne sagt man im Kindergarten und nich tin der jugend...
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max schrieb:
am 20. Juli 2011 um 20:36:48
(4)
(0)
mir fällt kein betreff ein ...
oh Gott,
wer denkt sich so einen scheiss bitte aus, die meisten Wörter kenn ich, aber die sind nicht
wirklich out...lol, rofl und viele andere (vor allem Abkürzungen) werden zwar nicht in der Realität benutzt, jedoch oft im Chat, da man einfach zu faul ist solche sachen auszuschreiben (?). Aber manche sind auch so schlecht, dass man sie wieder benutzt (bsp. Knorke) ^-^
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