11.01.2012, 11:46 Uhr | rev
Jugendsprache provoziert. (Quelle: imago)
Irgendwann müssen sich alle Eltern mit Jugendsprache auseinandersetzen. Möglicherweise verstehen sie ihren Nachwuchs nicht mehr oder ärgern sich über allzu freche Redewendungen. Umgekehrt machen sich Eltern vor ihren pubertierenden Kindern lächerlich, wenn sie versuchen, sich deren Vokabular anzueignen. Verstehen Sie überhaupt, was gemeint ist? Das können Sie in unserem aktuellen Jugendsprache-Quiz testen.
"Eltern sollten sich bewusst entscheiden, inwieweit sie sich auf die jugendliche 'Geheimsprache' einlassen wollen", sagt Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Autor mehrerer Erziehungsratgeber. Dazu gehöre zum einen die Entscheidung, ob man selbst Worte wie "swag" oder "fail" - die Spitzenreiter der Wahl zum Jugendwort 2011 - in sein Vokabular aufnehmen möchte. Übrigens: Eltern, die Jugendsprache benutzen, gelten bei den meisten Jugendlichen als "voll peinlich".
Viel häufiger gehe es aber darum, ob Eltern ihrem Nachwuchs erlauben sollten, bestimmte Wendungen im Familienkreis zu verwenden. Will man zum Beispiel am Mittagstisch den Satz "Hey Alte, schmeiß mal die Kartoffeln rüber" hören? Oder Begriffe wie "Kackbratze" und die ganze Bandbreite der F-Wörter? "Hier sollte man klare Grenzen setzen", rät Rogge. Die Sprache sollte nicht nur allgemein verständlich sein, sondern dürfe auch keinesfalls andere Menschen kränken oder herabsetzen.
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"Es ist jedoch sinnlos, eine Liste mit verbotenen Wörtern anzulegen, da es auf den Kontext des Gesagten ankommt", erläutert der Erziehungsberater. Jede Familie müsse daher ihre eigenen Sprechgewohnheiten überprüfen und eigene Grenzen finden. Hier sei auch das Vorbild der Eltern gefragt, betont Rogge. Denn nur wenn die Eltern selbst keine Begriffe benutzten, die andere Menschen oder bestimmte Berufsgruppen in irgendeiner Weise diskriminieren, könnten sie dies auch von ihrem Nachwuchs einfordern.
Manche Eltern von pubertierenden Kindern schauen auch ins Internet oder kaufen sich sogar ein Buch, um bestimmte Begriffe der Jugendsprache nachzuschlagen. "Davon halte ich nichts", sagt Rogge. Er plädiert dafür, stets die Jugendlichen nach der Bedeutung eines Wortes zu fragen und so mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
Quelle: ddp
Wilhelm schrieb:
am 12. Februar 2012 um 14:19:15
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Deutsche Sprache
Meine Kinder können sich unterhalten, wie sie wollen. Ich lege allerdings bei einer Unterhaltung Wert darauf, dass sie mit
mir und anderen Erwachsenen in gepflegtem Deutsch reden.
Sprache verändert sich. Ja. Was mich sehr unangenehm berührt sind Erwachsene, die sich im Slang ihrer Kinder mit diesen unterhalten. Es hört sich anbiedernd an und hat für mich mit natürlichem gegenseitigen Respekt. nichts mehr gemein.
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Ottokar schrieb:
am 12. Februar 2012 um 14:12:14
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Geheimsprachen
So lange Kinder und Jugendliche in der Lage sind, sich grundsätzlich mit Eltern, Fremden, Lehrern usw in einem guten Deutsch
zu unterhalten und sich damit später in der Wirtschaftswelt ausdrücken und zurechtfinden können, sollen sie unter sich doch reden, wie sie wollen. Wir hatten früher auch unsere Geheimsprache.
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DerMattes schrieb:
am 6. Februar 2012 um 00:32:09
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Kiezdeutsch
Wow, jetzt heißt es "Kiezdeutsch", ist das der nächste Versuch, über die teilweise ganz massiven Lücken unserer
Schüler wegzutäuschen ? Vielleicht sollte die Politik ihren Bildungsauftrag mal etwas ernster nehmen und nicht nur die Mittel kürzen. Da retten die Politiker Griechenland den Allerwertesten, aber was aus unserer Jugend wird, ist vollkommen egal. Dafür ist natürlich kein Geld da, aber für Schwachsinnsfeiern im Bundespräsidialamt, dafür wird Kohle aus dem Fenster geworfen
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