05.12.2011, 10:01 Uhr | Langenscheidt
"Swag" ist das Jugendwort des Jahres 2011. (Quelle: imago)
"Swag" ist das Jugendwort des Jahres 2011. Die jugendlichen Jurymitglieder und ihre journalistischen Kollegen beeindruckte die schnelle und riesige Verbreitung des aus dem US-Amerikanischen stammenden Wortes.
1.) Swag (beneidenswerte, lässig-coole Ausstrahlung)
2.) Fail/ Epic Fail (grober Fehler, Versagen)
3.) guttenbergen (abschreiben)
4.) Körperklaus (Tollpatsch, Grobmotoriker)
5.) googeln (suchen - nicht nur im Internet)
Die Jury für das Jugendwort des Jahres 2011 bestand aus Sarah (16), Gewinnerin der Jurymitglied-Aktion der Jugendzeitschrift "Spiesser", Sarah (16) und Corinna (16), Gewinnerinnen der Jurymitglied-Aktion der Jugendmesse YOU, Manja Branß, Mitarbeiterin der Jugendzeitschrift "Spiesser", Matthias Heine, Redakteur bei "Die Welt", Uwe Wittstock, Redakteur bei "Focus" und Eva Betz-Weiß, Redakteurin beim Langenscheidt Verlag.
Die Meinung der Jury war in diesem Jahr erstmals deckungsgleich mit der der Internet-Voter. Bei der Internetabstimmung legte "Swag" quasi einen Start-Ziel-Sieg hin. "Swag" kommt ursprünglich aus dem Song "Turn my swag on" des amerikanischen Rappers Soulja Boy. In Deutschland, Österreich und der Schweiz erlangte der Begriff große Bekanntheit durch die Coverversion des österreichischen Rappers Money Boy "Dreh den Swag auf". Der Begriff steht für eine "beneidenswerte, lässig-coole Ausstrahlung" sowie eine "charismatisch-positive Aura".
Ende letzten Jahres diskutierte die Musikszene darüber, ob Money Boy der schlechteste Rapper der Welt sei oder die neue Hoffnung des deutschsprachigen Hip Hops. Zumindest hat er mit seinem Cover "Dreh den Swag auf" rund 14 Millionen Klicks bei YouTube erreicht und das Wort "Swag" in Deutschland, Österreich und der Schweiz in aller Munde gebracht. Nun hat es der Begriff sogar zum Jugendwort des Jahres 2011 geschafft, womit einmal mehr deutlich sein dürfte, wie schnell sich ein Begriff über das Internet verbreitet und in die alltägliche Sprache Einzug findet. Wörtlich übersetzt bedeutet "to swagger" "stolzieren" und "swaggerer" heißt "Aufschneider, Großtuer".
Die Zahl der sogenannten jungen Komasäufer ist allerdings steigend. Das geht aus dem Drogen- und Suchtbericht 2011 der Bundesregierung hervor. zum Video
Besonders interessant war für die diesjährige Jury, dass die beiden Favoriten zum ersten Mal aus dem englischsprachigen Raum stammen. So zeige sich die starke Vernetzung der virtuellen und reellen Kommunikationsebenen. Im Gegensatz zu "Swag" fehlte der Jury beim Begriff "Fail/ Epic Fail" das letzte Quäntchen Originalität. "Fail/ Epic Fail" wird zwar in der Jugendsprache häufig gebraucht, ist aber der Computerspielsprache entlehnt und dadurch vielen Erwachsenen bekannt. "Guttenbergen" konnte aus ähnlichen Gründen nicht zum Gewinner gekürt werden. Zwar empfand die Jury die Aktualität des Begriffs als durchaus gegeben und die Verbalisierung eines Namens sowie den gesellschaftlichen Bezug als sehr originell. Doch der Einwand der jugendlichen Jurymitglieder, das Wort sei doch schon sehr im Sprachgebrauch Erwachsener und Lehrer verankert, ließ den Begriff auf Platz 3 landen.
Platz 4 "Körperklaus" ist ein Wort aus einem älteren Musiktitel der Gruppe "Seeed" und erlangte neuen Ruhm durch eine Teilnehmerin der Casting-Show "Germany’s next Topmodel". Die Häufigkeit der Einreichung des Wortes war groß, konnte allerdings nicht mit der Verbreitung der Besserplatzierten mithalten. Auch "googlen" als jugendlicher Ausdruck für das Verb "suchen" konnte zwar in den Top 5 landen, da es seinen einstigen modernen Radius Internet verlassen hat und ebenso für das Nachschlagen in einem Lexikon Anwendung findet. Allerdings musste sich dieser Begriff in der Kategorie Originalität geschlagen geben.
Rund 40.000 Interessierte wählten im Internet auf www.jugendwort.de sowie auf der Jugendmesse "YOU" in Berlin aus den 30 zur Wahl stehenden Begriffen die Top 15 für die Jurysitzung für das Jugendwort des Jahres 2011. Insgesamt wurden circa 3000 neue Begriffe eingereicht. Bereits zum vierten Mal rief der Langenscheidt Verlag in Kooperation mit der Jugendzeitschrift "Spiesser" und erstmals mit der Jugendmesse YOU zur Wahl des Jugendwortes des Jahres auf.
Quelle: t-online.de
Bodo schrieb:
am 5. Dezember 2011 um 17:40:29
(12)
(1)
SWAG
Das Wort hat Immanuel Kant auch schon benutzt.
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LastFrontier schrieb:
am 5. Dezember 2011 um 17:01:28
(30)
(2)
Unwort des Jahres
swag hat aber nichts mit cool zu tun. Ausser für einen Jäger. Swag heisst "Beute". Und genau das sind die meisten
Jugendlichen heute: Beute. Und die Gehirnakrobaten, die sich das ausgedacht haben ebenfalls.
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mm schrieb:
am 5. Dezember 2011 um 16:59:32
(63)
(1)
Ehem
Wer redet überhaupt so?
Ich mein: Ich bin 13, und habe von einigen Wörtern noch überhaupt nicht gehört... nur vereinzelt... wenn ich
all diese Wörter benutzen würde... würden alle denken ich komme aus dem Ghetto.
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