09.08.2011, 15:20 Uhr
Kinder in Deutschland bekommen im Schnitt 25 Euro Taschengeld. (Foto: imago)
Kinder in Deutschland stehen finanziell gut da: Sie bekommen wieder mehr Taschengeld, tragen viel Geld zur Bank und lassen die Eltern für ihr Handy bezahlen. In diesem Jahr verfügen sie weitgehend selbstständig über Einnahmen von 1,67 Milliarden Euro. Das geht aus der Kids-Verbraucher-Analyse 2011 des Egmont Ehapa Verlags hervor.
Viele Eltern sind bereit, ihren Kindern wieder etwas mehr Geld für Süßigkeiten, Zeitschriften oder Spielzeug zu geben. Nach zwei Jahren bei eher knapperer Kasse bekommen die Sechs- bis Dreizehnjährigen 2011 im Durchschnitt jeden Monat 24,80 Euro. Das ist fast so viel wie im Rekordjahr 2008, als das Taschengeld bei 25 Euro im Monat lag.
"Vom wirtschaftlichen Aufschwung profitieren auch die Kinder", sagte des Geschäftsleiter des Egmont Ehapa Verlags, Ingo Höhn. Denn auch bei Oma und Opa sitzt das Geld wieder etwas lockerer in der Tasche. Für dieses Jahr können die Kinder im Durchschnitt 197 Euro an Geldgeschenken erwarten, 2010 waren es elf Euro weniger.
Auch Banken und Sparkassen dürften über die Spendierlaune zufrieden sein. Denn 81 Prozent der Kinder legen wenigstens einen Teil ihres Geldes zur Seite. Drei von vier haben ein Sparbuch, 15 Prozent ein Girokonto. Die Sechs- bis Dreizehnjährigen hatten im vergangenen Jahr im Durchschnitt 654 Euro auf der hohen Kante, in diesem Jahr sollen gut 80 Euro dazukommen.
Für die Kids-Verbraucher-Analyse 2011 hat der Egmont Ehapa Verlag auch erstmals Vorschulkinder befragt. In dieser Gruppe der Vier- und Fünfjährigen bekommt bereits die Hälfte (51 Prozent) eigenes Geld - im Durchschnitt sind das 12,11 Euro im Monat. Diese Summe ist etwa sechsmal höher als die Taschengeldempfehlung der Jugendämter, die für diese Altersgruppe zwei Euro pro Monat als angemessen erachten.
Das meiste Taschengeld fließt in Süßigkeiten und Kaugummis (64 Prozent) sowie Zeitschriften und Comics (50 Prozent). Danach folgen Eis (37 Prozent), Getränke (32 Prozent), Spielzeug (29 Prozent), Sticker und Sammelkarten, Kini, Kleidung und Musik-CDS. Insgesamt werden Kinder in Deutschland in diesem Jahr 1,67 Milliarden Euro Taschengeld bekommen. Im Vorjahr waren es noch 1,58 Milliarden Euro.
Eine gute Verhandlungsposition haben die Kinder beim Handy erreicht. Unter den Zehn- bis Dreizehnjährigen haben fast acht von zehn (77 Prozent) ein Mobiltelefon, bei den Sechs- bis Neunjährigen sind es bereits 26 Prozent. Doch nur elf Prozent müssen die Kosten komplett aus der eigenen Tasche berappen. Meistens zahlen die Eltern die Rechnung ganz (57 Prozent) oder teilweise (32 Prozent).
Wie schon in den Jahren zuvor stellt die Studie fest, dass Kinder bei Konsumverhalten und Freizeitgestaltung immer eigenständiger werden. Zwar gehören PC und Spielkonsole längst zum Alltag der Heranwachsenden. Auch die Skepsis der Eltern gegenüber dem Internet geht langsam zurück. Aber eine große Mehrheit der Eltern (78 Prozent) befürwortet einen kontrollierten Internet-Zugang.
Für die repräsentativ Kids-Verbraucher-Analyse 2011 hat der Egmont Ehapa Verlag 1.728 Sechs- bis Dreizehnjährige sowie 394 Eltern von Vier- bis Fünfjährigen befragt. In der Bundesrepublik leben etwa 7,5 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter zwischen vier und 13 Jahren. Verlag führt die Analyse seit 1993 jährlich durch und erfragt dafür regelmäßig das Medien- und Konsumverhalten der Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Dabei geht es neben Fernseh-, Handy- und Internetnutzung auch um Themen wie den Verbrauch von Süßigkeiten, Spiel- und Leseverhalten oder die Höhe des Taschengeldes.
In Anlehnung an die Vorgaben der Jugendämter empfiehlt das Bundesfamilienministerium auf seinen Internetseiten folgende Taschengeldbeträge:
Alter | Taschengeld | ||
4 - 5 Jahre | 50 Cent wöchentlich | ||
6 - 7 Jahre | 1,50 bis 2 Euro wöchentlich | ||
8 - 9 Jahre | 2 bis 3 Euro wöchentlich | ||
10 -11 Jahre | 13 bis 16 Euro monatlich | ||
12 -13 Jahre | 20 bis 22 Euro monatlich | ||
14 -15 Jahre | 25 bis 30 Euro monatlich | ||
16 -17 Jahre | 35 bis 45 Euro monatlich | ||
18 Jahre | 70 Euro monatlich |
Quelle: dapd , dpa
Pete schrieb:
am 18. November 2011 um 15:10:33
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Zu viel
Ich arbeite in einer Jugendhilfeeinrichtung....Wenn die Vorgaben vom Jugenamt sind, scheint es unsere kids nicht zu betreffen....Eni
neun Jähriger bekommt 22 Euro im Monat zusätzlich gibt es 40 monatl. an Bekleidungsgeld...Meines Erachtens viel zu viel, wenn man bedenken muss, dass es außer der Reihe auch noch viel gibt...Aktionen, Urlaub etc...Wir in unserer Gruppe versuchen schon den Kids beizubringen ihr Geld zu sparen und auch mal Taschengeld für den Kinobesuch Beizusteuern..
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Bella schrieb:
am 14. August 2011 um 09:53:24
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Taschengeld
Meine beiden Jungs (11 und 13) bekommen von jeder Oma soviel Geld im Monat, wie sie alt sind. Viel, aber dafür müssen sie sich
Sachen, die sie außer der Reihe haben wollen, selber kaufen und auch die Kosten ihrer Prepaid-Handys selber tragen. Das Taschengeld von uns Eltern geht auf ein Konto, wo es für größere Wünsche (Fahrrad, eigener Fernseher etc.) angespart wird. Kinder mit 4-5 Jahren brauchen m. E. noch gar kein Taschengeld.
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annett schrieb:
am 14. August 2011 um 09:07:06
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Taschengelg für Kinder
Wir haben zwei Kinder, keines davon bekommt so viel Taschengeld wie es hier der Durchschnitt bekommt. Wir könnten es
uns leisten den beiden mehr zu geben, aber sie sollen auch lernen zu unterscheiden was sie wirklich wollen ( kaufe ich das oder ist es mir das Geld nicht wert), oder lasse ich es sein. Haben die Kinder zu viel Geld, wird gekauft und es liegt in der Ecke.
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