29.07.2010, 08:47 Uhr
Kinder und Karriere müssen mit- einander vereinbar sein. (Bild: imago) (Quelle: imago)
Die Debatte über den Ausbau des Angebots für Kinderbetreuung läuft inzwischen schon mehrere Jahre. Befürworter argumentieren seit jeher, mehr Betreuungsplätze würden auch die Geburtenrate in Deutschland endlich wieder steigen lassen, gerade bei Akademikerinnen. Und sie bekommen nun wissenschaftliche Unterstützung vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).
Mehr Plätze für Kinderbetreuung zu schaffen, kann vor allem kinderlose Frauen dazu anregen, schwanger zu werden. Die Wahrscheinlichkeit ein Kind zu bekommen, stiege um neun Prozent. Zudem würden mehr Mütter arbeiten. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW in Berlin in einer Simulationsstudie. Anhand einer Stichprobe von 2714 Haushalten untersuchten die Forscher um Peter Haan, welche Reformen die Zahl der Geburten sowie die Beschäftigungsquote erhöhen könnten.
Warum vor allem kinderlose Frauen von verbesserten Kinderbetreuungsmöglichkeiten profitieren, erklärt das DIW mit deren Bildungsgrad: Kinderlose Frauen haben demnach überdurchschnittlich hohe Bildungsabschlüsse und verdienen im Schnitt auch mehr. Ein Kind zu bekommen, bedeute für sie daher oft hohe Einkommensverluste. Hätten Sie jedoch mehr Möglichkeiten, ihr Kind in einer staatlich geförderten Einrichtung unterzubringen, falle diese Sorge zum großen Teil weg.
Ebenfalls analysiert wurde, welchen Einfluss eine Erhöhung des Kindergelds auf Geburtenrate und Beschäftigungsquote hätte. Würde man Eltern mit Kindern bis zu drei Jahren 20 Prozent mehr auszahlen, hätte das einen negativen Effekt auf die Beschäftigung: Sie ginge im Schnitt um 0,1 Prozent zurück. Einen Grund dafür sehen die Forscher unter anderem darin, dass das Kindergeld auch Müttern gezahlt wird, die nicht arbeiten. Allerdings würde mehr Kindergeld die Wahrscheinlichkeit um 0,3 Prozent erhöhen, dass Frauen ein Kind bekommen.
Eltern sollen ab 2013 in Deutschland einen Rechtsanspruch auf einen Kita- oder Tagespflegeplatz für ihr Kind haben. Bis dahin soll für 35 Prozent aller Kinder ab einem Jahr ein Betreuungsplatz zur Verfügung stehen. Kritiker glauben jedoch, dass diese Zahl nicht ausreichen werde, sondern weit mehr Eltern ihren gesetzlichen Anspruch geltend machen würden. Die Kommunen haben bereits mehrfach signalisiert, dass sie nicht in der Lage seien, noch mehr Plätze bereitzustellen.
Quelle: dpa
Meckerziege schrieb:
am 30. Juli 2010 um 10:32:56
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Dafür war keine Studie nötig
Frauen die arbeiten müssen und/oder wollen brauchen Kinderbetreuung. Frauen die nur darauf spekulieren ,
Ihren Lebensstandard auf Kosten Ihrer Ehe/Ex- Männer oder des Steuerzahlers aufzubessern und daheim zu hocken, werden niemals viele Kinder bekommen, die sind mehrheitlich einfach nur zu faul zum arbeiten, sei es Erwerbsarbeit oder Hausarbeit. Und die werden nach wie vor gesponsert.
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Träumerin schrieb:
am 29. Juli 2010 um 15:02:03
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O Mann
wenn man mal in die Vergangenheit schauen würde....es gab mal einen Staat...in dem hat das alles
funktioniert.Kinderbetreuung-Arbeit-und keine Angst vor dem Ende des Babyjahres.(Kein Erziehungsgeld sondern Geld Anteilig vom Lohn errechnet).Tausende Berufstätiger Mütter ohne Existensängste oder ähnlichem.Was läuft verkehrt in diesem Staat.? Es wird zuviel diskutiert und überlegt.Handeln ist die Devise!!Es ging auch schon mal ohne all dem Mist.Und ich muß es wissen...
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F. Orscher schrieb:
am 29. Juli 2010 um 13:55:17
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Statistik beweist das Gegenteil !
Obwohl die Kinderbetreuung seit Jahren immer besser wird, gibt es immer weniger Geburten ! Erstaunlich,
daß ein angeblich wissenschaftliches Institut diese Faktenlage ins Gegenteil verdreht.
Da das Kindergeld nur einen Bruchteil der tatsächlichen Kosten eines Kindes abdeckt, ist es vielmehr so, daß sich weite Teile der Bevölkerung keine Kinder mehr leisten können oder nur eines.
Ein Kindergeld von 500 Euro monatlich würde die Zahl der Geburten um über 20% steigen lassen, und nicht nur um 0,3%.
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