25.11.2011, 11:47 Uhr | tze
Grundregel für Kinder: Nie von Unbekannten ans Auto locken lassen! (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Mehrere Polizeimeldungen aus Brandenburg über Männer, die Kinder auf verdächtige Weise ansprechen, beunruhigen Eltern. Zuletzt hat am 22. November ein neun Jahre altes Mädchen ausgesagt, in Beeksow auf dem Schulweg von einem Mann angesprochen worden zu sein. Die Zahl solcher Fälle ist nach Angaben der Polizei seit September sprunghaft auf landesweit rund 60 angestiegen. Wie groß ist die Gefahr wirklich? Und wie können Eltern ihre Kinder schützen?
Die Polizei in Brandenburg warnte Eltern davor, in Hysterie zu verfallen. "Man sollte Kindern keine Panik machen und sie nicht verängstigen", sagt Präventionsexpertin Ellen Lugert aus Potsdam der Nachrichtenagentur dpa. Vielmehr sollten Kinder einfache Verhaltensregeln beherzigen: Auf keinen Fall sollten Kinder ihnen unbekannte Personen begleiten. "Wenn ein Auto anhält, sollten Kinder auf jeden Fall Abstand halten", so Lugert. Im Zweifelsfall sei es besser, einfach weiterzugehen und nicht zu reagieren - so wie es das Mädchen in Beeskow nach eigenen Angaben auch tat. Der Verdächtige sei dann mit seinem Auto weggefahren.
Die Bundesregierung startet eine neue Aufklärungskampagne gegen sexuellen Missbrauch. Regisseur Wim Wenders drehte dafür zwei Fernsehspots. zum Video
In sozialen Netzwerken im Internet kursieren nach Polizeiangaben seit geraumer Zeit Warnungen vor Fremden und bestimmten Fahrzeugtypen. In einem Fall werde von weißen Kleinbussen gesprochen. Dabei handele es sich aber um eine Falschmeldung, wie die Behörden mitteilten. Die Polizei nehme dennoch jeden Hinweis "sehr ernst". Bislang sei noch kein Kind zu Fremden ins Auto gestiegen.
Das Phänomen, dass Kinder von Unbekannten angesprochen werden, könne durchaus eine Vorstufe zu Sexual- oder Tötungsdelikten sein. Daher werde jeder gemeldete Fall von der Polizei verfolgt, bestätigt der Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Andreas Mayer, auf Anfrage von t-online.de. "Ein einzelner Sachverhalt, über den berichtet wird, kann dazu führen, dass die Zahl der gemeldeten Fälle in die Höhe schnellt, weil die Menschen sensibilisiert sind. Wir betrachten dies als Aufhellung des Dunkelfeldes." Er hat jedoch keinen Anhaltspunkt dafür, dass derzeit auch bundeweit häufiger Kinder angesprochen werden.
Der Präventionsexperte rät Eltern, mit ihren Kinder über derartige Gefahrensituationen zu sprechen, sobald sie alt genug sind, Wege alleine zurückzulegen. Jedoch sei es generell besser, sie zu zweit oder zu dritt zur Schule gehen zu lassen. Kinder müssen wissen, dass sie selbstbewusst "nein" sagen und zu Unbekannten Menschen auch unhöflich sein dürfen. Das gilt nicht nur, wenn ein Unbekannter mit Süßigkeiten lockt oder "etwas Spannendes" zeigen will, sondern auch wenn jemand nur nach dem Weg fragt. "Auch dann sollten Kinder sicherheitshalber ablehnen und weitergehen, beispielsweise mit dem Hinweis 'ich habe keine Zeit, ich muss zur Schule.' Einem Kind wird das keiner übel nehmen", sagt Mayer.
Mayer hat noch einen nützlichen Tipp: "Vereinbaren Sie Rettungsinseln, wohin sich Kinder in Notfällen flüchten können." Das könne die Bäckerei oder Metzgerei auf dem Schulweg sein, eine Arztpraxis, Wohnungen von Verwandten oder Schulfreunden. In einigen Städten signalisieren Geschäfte sogar mit Aktions-Aufklebern, dass Kinder dort Hilfe finden. In manchen Situationen fehlt den Kindern jedoch das Gefahrenbewusstsein. "Schärfen Sie Ihren Kindern ein, dass sie immer anrufen, wenn sie einen Abstecher machen oder mit anderen Kindern mitgehen." Der Kriminalist gibt zu bedenken: "Fremde sind nicht immer Fremde." Auch im Umfeld von Schul- oder Vereinskameraden könne es potenzielle Täter geben.
- "Nein" sagen lernen
- Nie mit Unbekannten mitgehen oder in deren Autos steigen
- Bei Bedrängung laut um Hilfe rufen oder wegrennen
- Nicht mit Versprechungen locken lassen
- Unbekannten keine Auskunft geben
- Schulweg in Gruppen zurücklegen
- Immer die Eltern informieren, wenn man spontan irgendwo hingeht
- Im Notfall Rettungsinseln" ansteuern
Auf der Website www.polizei-beratung.de finden Eltern und Lehrer weitere Informationen und diverse Broschüren rund um Kinderschutz und Gewaltprävention.
Quelle: t-online.de , dpa-tmn
k_kinski schrieb:
am 26. November 2011 um 18:27:57
(43)
(194)
Krank
Dass einige hier öffentliche Hinrichtungen fordern...
Und demnächst gibt meine Kuh saure Milch dann bringen wir einfach die
ungeliebte Nachbarin auf den Scheiterhaufen...armes Deutschland..
P.S: Sperrt die Leute halt lebenslang ein... aber öffentlcihe Hinrichtungen.. man ist das krank..
mehr
Kommentar melden
LPausEU schrieb:
am 26. November 2011 um 17:56:23
(212)
(12)
Kinderschänder
Ich fordere mehr Täterschutz als Opferschutz in Deutschland........
Ach nee, daß haben wir ja hier schon.
Kommentar melden
Tissot1853 schrieb:
am 26. November 2011 um 17:45:50
(117)
(103)
Ich verstehe die
User nicht , die den Daumen runter machen bei Kommentaren wo härtere Strafen gefordert werden .
Sind das sympathisanten
oder geht denen das am A... vorbei .
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Tolle Kurven perfekt in Szene gesetzt: zauberhafte Damenmode bis Größe 60. zum XXL-Special

Kinder sind von Geburt an musikalisch begabt. Wichtig ist die Förderung in jungen Jahren. Singen
Fakten über Bettnässen, Therapien und Interviews mit Betroffenen. Bettnässen und Schlafprobleme
Was tun, wenns auf dem Kopf juckt und krabbelt? Essigwasser und Nissenkamm helfen. zum Video